Betrieb 16. Mai 2017

Tectrion setzt bei Aufzügen auf Digitale Technologien

Jetzt neu: Betriebsdaten für Aufzüge in Echtzeit

Der Remote-Zugriff bietet einen schnellen Einblick in die Aufzugsanlage - Hans Gennen, Geschäftsführer Tectrion (Bildmitte), mit Daniel Wirtz (l.) und Marcel Roos (r.) im Gespräch über die neue Technik.

Als erstes Unternehmen an den CHEMPARK-Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen bietet Tectrion seinen Kunden einen Remote-Service für Aufzüge an. Mit dem Remote-Service können die Techniker sich in die Aufzugsanlage aufschalten, Daten auswerten und Instandsetzungen durchführen ohne vor Ort zu sein. Dies ist durch den Einsatz digitaler Module in den Aufzügen möglich: sie liefern umfangreiche Betriebsdaten in Echtzeit und bilden hiermit die Grundlage für noch effizientere Abläufe bei Reparatur und Instandhaltung.

Bei einem Pilotprojekt im CHEMPARK Dormagen bestückten die Spezialisten von Tectrion die ersten Aufzüge mit digitalen Modulen. Mit dieser modernen Technik ausgerüstete Aufzugsanlagen senden bei Störungen selbst ein Signal. So erreichen Status- und Fehlerberichte die zuständigen Techniker und Meister direkt an ihrem Arbeitsplatz oder auf ihren mobilen Endgeräten. Darüber hinaus gewinnen die Fachleute durch die digitalen Komponenten wichtige Daten aus den Aufzügen: Sie wissen konkret, welcher Aufzug wie viele Fahrten macht und welche Türen in welcher Frequenz bewegt werden. Diese Angaben erlauben den Ansprechpartnern der Tectrion Fördertechnik, Maßnahmen zur Instandhaltung noch gezielter zu planen.

Kaum festgestellt – schon behoben

Wenn der Aufzug sich selbst zur Reparatur meldet, dann spart dies wertvolle Zeit. Bisher informierte der Kunde die Tectrion Fördertechnik über den Ausfall eines Aufzugs. Hier kann durchaus einige Zeit verstreichen, bis der Schaden bemerkt wird: beispielsweise nachts, wenn manche Aufzüge nur wenige Produktfahrten verzeichnen. Der automatisierte Fehlerbericht des Aufzugs erreicht die Techniker sehr schnell – und so können sie die Reparatur zeitnah veranlassen und wo nötig sofort Ersatzteile anfordern. Und - nach einem Stillstand in der Nacht - ist der Aufzug womöglich bereits wieder voll einsatzbereit, wenn die Tagschicht einrückt.

War es früher erforderlich, dass ein Techniker an Ort und Stelle den Aufzug begutachtet, so erspart der Remote-Service heute diesen Schritt in vielen Fällen. Aufwändige Fahrzeiten entfallen und der Kunde kann seinen Aufzug noch schneller als bisher wieder nutzen. Die Fachleute können Störungen bei Aufzügen per Ferndiagnose analysieren und zum Teil sogar schon mittels Remote service beheben. Aus der Ferne können sie zudem Probefahrten ausführen. Bei den Probefahrten prüfen sie den Aufzug auch im Hinblick auf alle Sicherheitsaspekte und geben ihn dann wieder zum Einsatz frei.

Investition in die Zukunft

Die digitale Technik reduziert die Ausfallzeiten und trägt somit zur Wirtschaftlichkeit der Betriebe im CHEMPARK bei. Denn die meisten Aufzüge transportieren Produkte oder Fahrzeuge. Personenaufzüge stellen nur einen kleinen Teil der rund 730 Aufzüge an den CHEMPARK-Standorten dar. Das Feedback der Kunden, die die digitalen Komponenten in ihren Aufzügen bereits einsetzen, ist sehr positiv.

Die Investition, die der Kunde beim Nachrüsten von digitalen Modulen tätigt, macht sich meist schnell bezahlt. Schon eine einzige Stunde Produktionsausfall aufgrund eines Aufzugsstillstands ist häufig um ein Vielfaches teurer. Statistisch gesehen kommt es durchschnittlich zu einem Ausfall am Tag pro Standort. Die Ursache hierfür ist in der Regel Fremdverschulden und könnte zukünftig kurzfristig durch das Remote System behoben werden. "Die Einsparpotenziale durch die von uns eingesetzten digitalen Lösungen sind für unsere Kunden hoch", betont Daniel Wirtz, Projektleiter bei der Tectrion Fördertechnik.

Hintergrundinformationen

Nutzen Sie die Digitaltechnik für Ihre Aufzüge
Daniel Wirtz, Tectrion Fördertechnik

Verfügt ein Aufzug bereits über eine Mikroprozessorsteuerung und ein Notrufsystem, so ist der Schritt zum Einbau digitaler Module klein. Die neue Betriebssicherheitsverordnung verpflichtet Betreiber dazu, bis Ende 2020 in jedem Aufzug ein Zweiwege-Notrufsystem zu installieren. Tectrion empfiehlt das neue Zweiwege-Kommunikationssystem über ein GSM-Modul zu betreiben, was die Basis schafft, um den Aufzug auch mit digitaler Technik auszurüsten. Von daher verfügen Aufzüge bald flächendeckend über die technische Grundlage für den Einbau digitaler Technik.

Tectrion führt für die Aufzüge ihrer Kunden routinemäßig die Gefährdungsbeurteilungen durch, die die Betriebssicherheitsverordnung fordert. Die Techniker prüfen dabei die Aufzüge im Hinblick auf Sicherheit - und beraten außerdem auch zum Thema Digitaltechnik.

Die Montage digitaler Komponenten in der Aufzugsanlage vor Ort dauert rund einen Tag - als Lieferfrist gilt es circa drei bis vier Wochen einzuplanen.

Alle Vorteile auf einen Blick:

  • Noch schnellere Reaktionszeiten der technischen Ansprechpartner
  • Ausfälle der Aufzüge durch bedarfsgerechte Wartungen otpimieren
  • Erhöhte Wirtschaftlichkeit des Aufzugbetriebs
  • Verbesserte Prozesse bei der Instandhaltung


Ansprechpartner
Sie haben Fragen zu dem neuen Remote Service von Tectrion oder möchten Ihre Aufzüge mit digitalen Modulen nachrüsten?

Daniel Wirtz, Projektleiter bei der Tectrion Fördertechnik, berät Sie gern. Sie erreichen ihn per Mail oder telefonisch unter: 02133-51-22593.

Weitere Informationen zu den Tectrion Leistungen im Bereich Aufzüge und Aufzugsanlagen finden Sie hier.

24/7 für Sie erreichbar: Die Tectrion Prozessleittechnik

TECTRION 24-Stunden Entstördienst für die Standorte LEV, DOR, UER:
Tel.: +49 214 / 30 57734

Betriebssicherheitsverordnung

Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) regelt die Anforderungen an Arbeitsmittel, um Sicherheit und Gesundheitsschutz für Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz zu gewährleisten. Am 1. Juni 2015 trat die Neufassung der Betriebssicherheitsverordnung in Kraft. Sie brachte unter anderem strengere Pflichten für die Instandhaltung und Prüfung von Aufzügen.

Eine wichtige neue Vorschrift ist, dass im Fahrkorb bis spätestens 31.12.2020 ein wirksames Zweiwege-Kommunikationssystem installiert sein muss, über das ein Notdienst ständig erreicht werden kann.

Link-Tipps:

Hier finden Sie das die Betriebssicherheitsverordnung im Wortlaut.

Lesen Sie hier, welche neuen Anforderungen es ab 2015 für Aufzüge gibt.

Eine Übersicht, was insgesamt in der Betriebssicherheitsverordnung neu ist, bietet diese Internetseite.

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