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Von jungen Hüpfern und alten Hasen


Es ist eine große Herausforderung für viele Firmen im CHEMPARK: Wie kann im Zuge des Demografiewandels spezifisches Betriebswissen erhalten und an die nächste Generation weitergegeben werden, wenn 'alte Hasen' in den Ruhestand gehen und 'junge Hüpfer' nachrücken?

Um den Erfahrungsschatz der altgedienten Fachleute bestmöglich mit dem theoretischen Wissen der Nachwuchskräfte zu verbinden, praktiziert CURRENTA Umwelt sogenannte 'Tandem-Lösungen'. Das Prinzip: Der 'Erfahrene' nimmt den 'Neuling' an die Hand und gibt Kniffe, Tricks und die im Laufe der Jahre entwickelten Besonderheiten der täglichen Praxis an den 'Nachwuchs' weiter. Die Resonanz bei Alt und Jung: überragend!

Wenn der Kollege zum Back-Office wird …

Hermann-Josef Kremer und Anne Grigoleit bilden ein Tandem.

"Anlagen sind wie Menschen", weiß Hermann-Josef Kremer. "Man zieht sie groß, sie wachsen, sie bekommen ab und zu einmal Kinderkrankheiten, Probleme und man muss Lösungen finden", sagt der Betriebsingenieur in der Abwasserreinigung. Wenn der 62-Jährige von seiner 25-jährigen Berufserfahrung im Bereich Umwelt erzählt, hört Anne Grigoleit aufmerksam zu. Die Entsorgungsingenieurin kam 2012 direkt von der RWTH Aachen zum Team und schätzt die Tandem-Lösung sehr. "Ich hatte zwar ein großes theoretisches Wissen, aber die Abläufe und Besonderheiten der Anlagen lernt man vor allem durch praktische Erfahrungen", erzählt sie und fühlt sich dabei sicher: "Herr Kremer ist mein Back-Office, das die entscheidenden Infos parat hat."

Der Infoaustausch zwischen den beiden ist im gemeinsamen Büro umfassend. Fragen können schnell beantwortet werden. Was Anne Grigoleit besonders schätzt: "Herr Kremer nimmt mich überall mit, auch dann, wenn es mal ein Problem zu lösen gilt. Er strahlt eine Ruhe aus, die mir hilft, einen klaren Kopf zu bewahren." Auch Kremer profitiert vom Tandem: "Die jungen Menschen bringen neues Wissen ein. Ich versuche, dem aufgeschlossen gegenüberzutreten und davon zu profitieren. Wir ergänzen uns! Das steigert die Motivation und die Qualität unserer Arbeit", bekennt er.

Der Abschied von der aktiven Arbeitszeit wird ihm nicht leichtfallen. "Aber das Wissen weitergegeben zu haben und zu sehen, dass es angenommen wird und Verwendung findet, ist ein gutes Gefühl."

Und wenn nach seinem Ausscheiden aus dem Beruf doch einmal eine Frage ungeklärt bleibt? "Für diesen Notfall habe ich die private Nummer von Herrn Kremer bereits eingespeichert", schmunzelt Grigoleit. Ein wahres Back-Office eben …

"Aus einem lebenden Buch lernen"

Dr. Gerhard Knoob und Stefan Carduck bei der Entnahme einer Bodenprobe.

Wenn Stefan Carduck von seinem direkten Vorgesetzten spricht, dann huscht ein anerkennendes Lächeln über sein Gesicht: "Gerhard Knoop ist wie ein Buch. Er weiß einfach alles", sagt Carduck. Seit 1986 ist Knoop im Bereich Umweltschutz tätig und verfügt als Gruppenleiter Boden-, Altlasten- und Rückbaugutachten über einen fundierten und praktisch orientierten Erfahrungsschatz.

Den möchte er gerne an Carduck weitergeben, der als Master of Science Geo-Ressourcenmanagement seit Mai 2014 im Bodenmanagement arbeitet: "Wir haben einen 'Ausbildungsplan' für die fachlichen und rechtlichen Grundlagen der Arbeit vor Ort entwickelt. Dabei geht es weniger um theoretisches Wissen. Vielmehr steht die praktische Anwendung bei alltäglichen Prozessen im Mittelpunkt", sagt der 62-Jährige. "Mein Anspruch ist es, auch solche Details weiterzugeben, die nicht immer in Unterlagen festgehalten sind." Dazu nimmt er seinen Schützling zu vielen Meetings, zum Erfahrungsaustausch mit Verbandsvertretern oder zu Gesprächen über Bauprojekte im CHEMPARK mit.

Natürlich: "Solch eine intensive Betreuung ist zeitaufwändig. Aber neben dem Spaß, den mir die Weitergabe meines Wissens macht, lerne ich von Herrn Carduck auch neue Herangehensweisen an Themen. Wenn er Dinge hinterfragt, die wir aus Routine immer schon so gemacht haben, tun sich neue Lösungsansätze auf", sagt Knoop. Carduck ergänzt: "Solch eine Zusammenarbeit ist eine motivierende Chance." Und für Knoop? "Eine absolut sinnvolle Aufgabe in meinem letzten Arbeitsjahr. Ich sehe, dass das über Jahre angesammelte Wissen weiterlebt. So kann ich im Herbst mit einem guten Gefühl in den Ruhestand gehen."

Unterschiedliche Probennahmen für Bodenuntersuchungen auf einem Rückbaugelände.

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