21. November 2013CURRENTA leistet wichtigen Beitrag zum Umweltschutz

Innovationen für effizientes Recycling

Thermische Behandlung ermöglicht u.a . die effiziente Wiederverwertung von Edelmetallen aus Platinen-Schrott.
Thermische Behandlung ermöglicht u.a . die effiziente Wiederverwertung von Edelmetallen aus Platinen-Schrott.

Wenn Autos leichter, Computer kleiner und Smartphones leistungsfähiger werden, dann sind meist neue Materialverbünde im Spiel. Sie effizient zu recyceln und auf diese Weise einen Beitrag zur Ressourcenschonung und zum Umweltschutz zu leisten, stellt eine technische Herausforderung dar. Mit eigenen Ideen, aber auch in praxisnaher Zusammenarbeit mit Hochschulen aus Nordrhein-Westfalen (NRW) macht der CHEMPARK-Manager und -Betreiber CURRENTA bestehende Entsorgungsprozesse effizienter.

Mit Erfolg: Das Unternehmen hat ein Verfahren entwickelt, um Verbundwerkstoffe thermisch zu behandeln. Die Praxistauglichkeit wird bei der Behandlung von Lithiumionen-Batterien unter Beweis gestellt. Sie werden in einem Drehrohrofen bei kontrollierter Temperaturführung thermisch behandelt. Dabei platzen die Batterien auf und die austretenden organischen Stoffe verbrennen vollständig. Die frei werdende Verbrennungswärme wird zur Dampferzeugung genutzt und die Rauchgase werden gereinigt. Übrig bleibt eine metallreiche Fraktion, die von einem metallverwertenden Betrieb aufgearbeitet werden kann. Mit der Mülheimer Firma ACCUREC kooperiert CURRENTA bei diesem Recyclingverfahren. ACCUREC liefert die Akkus und kümmert sich um die Aufbereitung der Metalle und Reststoffe nach der Behandlung im Drehrohrofen. Jährlich werden mehr als 1.000 Tonnen Lithiumionenakkus durch CURRENTA thermisch behandelt.

Ein weiteres Projekt hat die Aufbereitung von Carbonfaserverbünden zum Ziel. Sie werden immer häufiger im Flugzeug- und Automobilbau sowie in den Rotoren von Windrädern eingesetzt. CURRENTA ist es gelungen, diese Fasern im Rahmen der thermischen Behandlung durch einen speziellen Behandlungsschritt von allen anderen organischen Materialien zu befreien und damit einer weiteren Verwendung zugänglich zu machen.

Auch für die Bauwirtschaft eröffnen thermische Behandlungsverfahren ökologisch und ökonomisch sinnvolle Verwertungswege. Mineralwolle-Abfälle können durch die Hitze im Drehrohr in mineralische Schlacke umgewandelt werden. Damit werden die vormals lungengängigen Fasern zerstört und in ein Material verwandelt, das prinzipiell im Straßen- und Wegebau eingesetzt werden kann. Für die über einhunderttausend Tonnen Mineralwolle, die jährlich bei Hausrenovierungen in Deutschland als Abfall anfallen, wäre dies eine Alternative zur bisherigen Deponierung.

In Kooperationsprojekten mit etlichen NRW-Hochschulen optimiert CURRENTA die Entsorgungsanlagen im CHEMPARK weiter. Vor allem bei den komplexen Prozessen einer Kläranlage können die Hochschulen bei der Erforschung grundlegender Zusammenhänge helfen. Dabei geht es um die Optimierung der Lebensbedingung von Bakterien in den Klärbecken oder die Entwicklung von Sensoren zur Analyse der im Abwasser enthaltenen Stoffe wie zum Beispiel Stickstoffverbindungen.

Für die Kunden im CHEMPARK hat das CURRENTA-Geschäftsfeld Umwelt begonnen, aus einer Liste der 100 größten Abfallströme diejenigen zu identifizieren, für die weitere Recyclingschritte denkbar sind. "Wir wollen unseren Kunden im CHEMPARK helfen, die Entsorgung ihrer Abfälle weiter zu optimieren. Unser Ziel ist es, das Recycling voranzutreiben und Entsorgungsprozesse einfacher zu gestalten", betont Umweltleiter Hans Gennen.

Auch der Nachwuchs profitiert: Studenten erhalten im Rahmen der Hochschul-Kooperationen die Möglichkeit, praxisnahe Grundlagenforschung zu betreiben oder Master-Arbeiten im Rahmen eines Projektes zu verfassen.

x CURRENTA CURRENTA zum Home-Bildschirm hinzufügen:
drücken und dann Zum Home-Bildschirm.