30. April 2020Chempark Leverkusen

Schwergewichte für die Stromversorgung

Die zwei neuen Transformatoren auf ihrem nächtlichen Weg über die B8 in den Chempark.
Die zwei neuen Transformatoren auf ihrem nächtlichen Weg über die B8 in den Chempark.
Noch ist es still auf der B8, die direkt am Chempark Leverkusen vorbeiführt. Dann gegen 21 Uhr biegt der erste von zwei Schwertransportern um die Ecke. Geladen hat er einen 60 Tonnen-schweren Transformator – kurz hinter ihm folgt der zweite Transporter mit derselben Fracht. Mit nur 30 km/h fahren sie vorbei am Bayer-Kreuz, an der Rohrbrücke, die sie im Chempark willkommen heißt, und am Besucherempfang. Durch Tor 11 gelangen die riesigen Fahrzeuge schließlich in den Chempark, wo sie die beiden Transformatoren an ihre neue Einsatzstelle im Flittarder Werksteil bringen.
 
Die beiden Schwergewichte werden sich zukünftig um die Stromumwandlung im Chempark Leverkusen kümmern. Sie sind die größten Bestandteile des Infrastrukturprojektes „Neue Netzinfrastruktur Flittard”. Von dem Großprojekt, das im vergangenen Jahr Grundsteinlegung feierte, profitiert der gesamte südliche Teil des Chempark. Denn chemische Prozesse benötigen Energie - und zwar rund um die Uhr. Durch die beiden Hochspannungstransformatoren wird der Netzbetrieb flexibler und die Verfügbarkeit weiter verbessert. Die neuen Transformatoren gewährleisten, dass die Betriebe auch in den kommenden Jahrzehnten zuverlässig mit Strom versorgt werden können. Genauer gesagt in den nächsten 50 Jahren, denn solange ist die gewöhnliche Lebensdauer eines Transformators. Sein Job: Die Eingangsspannung von 110.000 Volt in eine Ausgangsspannung von 10.000 Volt für die Verteilebene umwandeln.
Vor Eintreten der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus, haben die Currenta Kollegen Martin Zgrzendek (Betriebsingenieur und Projektleiter), Michael Schlupp (Senior Betriebsingenieur) und die Currenta Kollegin Kim Kottenhahn (Betriebsingenieurin) einen der beiden baugleichen Hochspannungstransformatoren beim Lieferanten Starkstrom Gerätebau (SGB) in Regensburg abgenommen.
Vor Eintreten der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus, haben die Currenta Kollegen Martin Zgrzendek (Betriebsingenieur und Projektleiter), Michael Schlupp (Senior Betriebsingenieur) und die Currenta Kollegin Kim Kottenhahn (Betriebsingenieurin) einen der beiden baugleichen Hochspannungstransformatoren beim Lieferanten Starkstrom Gerätebau (SGB) in Regensburg abgenommen.
Modernisierung für Einsparung von CO2 und Kosten
Die beiden Schwertransporter haben bereits einen langen Weg hinter sich, denn gestartet sind sie in Regensburg. Zwei Tage hat die langsame Fahrt bis ins Rheinland gedauert. Bevor die Trafos sich auf den Weg machen konnten, wurden sie Anfang März von Projektleiter Martin Zgrzendek, seinen Kollegen und den Lieferanten in Regensburg auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft. „Unsere Transformatoren erfüllen im vollen Umfang die Vorgaben der Ökodesign-Richtline der Europäischen Union in punkto Reduzierung von Stromverlusten und sorgen so in den nächsten Jahrzehnten für geringere Betriebskosten und somit zur Einsparung von CO2“, erläutert Zgrzendek und erklärt weiter: „Durch die Transformatoren erreichen wir eine effiziente und schlanke Versorgungsstruktur, die das zentrale Ziel unseres Projekts ist.“ Hiermit kommt Currenta seiner Verantwortung als Chemiepark-Betreiber nach: Die Anlagen regelmäßig zu modernisieren und weiterzuentwickeln, um ein zuverlässiges Versorgungsnetz auf höchstem Sicherheitsniveau zu bieten.
 
Mit der Inbetriebnahme der Transformatoren, bis Sommer 2021, werden die beiden Schalthäuser das Zentrum der neuen Strominfrastruktur im südlichen Chemiepark-Teil bilden. Die zwei Schalthäuser, in denen die Transformatoren hausen, sind nur ein Teil des “Neue Infrastruktur Flittard”-Projekts, bei dem Currenta 17,5 Millionen Euro in die sichere Versorgung der Unternehmen und die Zukunftsfähigkeit des Standortes investiert.
 
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