Betrieb, 6. August 2020

Elektrodenkessel macht Dampfversorgung in Dormagen grüner

CURRENTA leistet Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien

Der fünf Meter hohe und zweieinhalb Meter breite neue Elektrodenkessel funktioniert, vereinfacht ausgedrückt, wie ein Tauchsieder. Je nachdem wie tief er im VE-Wasser steckt, erzeugt er dabei mehr oder weniger Dampf.

Chemieparks sind als Stromnutzer sowohl mit teilweise gezielt eingesetzten flexiblen als auch mit planbar gleichmäßigen Lasten wichtig für das Gelingen der Energiewende. Diese Stromentnahmen gewinnen zunehmend an Bedeutung, insbesondere in Zeiten des stark anwachsenden Anteils der fluktuierend verfügbaren erneuerbaren Energien in Abhängigkeit von Wind und Sonne. Sie leisten Beiträge, um das Stromnetz stabil zu halten. Der Anfang des Jahres von CURRENTA in Betrieb genommene zweite Elektrodenkessel schaltet sich automatisch bei entsprechenden Signalen ein, die auch auf einen Überschuss von grünem Strom hindeuten. Damit sorgt er für eine klimafreundlichere sowie flexiblere Dampfbereitstellung im CHEMPARK Dormagen.

Bisher wurde Dampf im CHEMPARK Dormagen ausschließlich mithilfe von Erdgas produziert. Seit Ende Januar setzt CURRENTA den neuen Elektrodenkessel Dormagen ein, um eine ökologisch erwünschte strombasierte Dampferzeugung zu ermöglichen. Denn mittlerweile stammen 42 Prozent des Stroms im deutschen Netz  aus regenerativen Energiequellen wie Sonne- oder Windkraft.

"Als CHEMPARK-Betreiber leisten wir durch die gezielte Abnahme von Überschussstrom, der auf eine hohe Einspeisung erneuerbaren Energien hindeutet, einen Beitrag zur Stabilisierung des Stromnetzes und zum Gelingen der Energiewende", erklärt Anke Gasten, die als Projektleiterin den Bau des Kessels koordinierte. Somit gehe weniger grüner Strom verloren, der zur Netzstabilisierung manchmal gar nicht eingespeist werden könne. Zudem lasse sich der Bedarf an fossilen Energieformen, wie Erdgas, und somit der Klimaeinfluss verringern. Je öfter der Kessel in Betrieb ist, desto mehr Tonnen Kohlendioxid-Emissionen lassen sich einsparen.

Der elektrisch betriebene Dampferzeuger kann sich vollautomatisch einschalten, wenn die Smart-Data-Steuerung Überschussstrom im Stromnetz erkennt. Nur fünf Minuten später macht er dann schon Dampf für die Betriebe im CHEMPARK.

Das ebenfalls neue Kesselhaus steht neben Gebäude A 788, in dem CURRENTA bereits Druckluft erzeugt sowie Wasser aufbereitet wird. Dank dieser Lage ist eine gute Anbindung an die Rohrbrücken gewährleistet.
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