Betrieb - 16.03.2015

Nachhaltige Industriewasserwirtschaft

"Sandkasten für Ingenieure"

Blick in einen der bis 15 m langen Stahlbehälter während der Revision

 

Mit 220 Tonnen Sand und Feinkies wird jeder der 16 Filterbehälter im CURRENTA-Wasserwerk in Leverkusen gefüllt. Alle 20 Jahre wird die Füllung ausgetauscht, der Behälter von innen mit einem hochwertigen Korrosionsschutzanstrich versehen und die rund 3600 Filterdüsen erneuert. Außergewöhnliche Einblicke in das Innere des Großfilters sind in dieser Zeit möglich.

Die CURRENTA Wasserversorgung versorgt die Betriebe im CHEMPARK Leverkusen jährlich mit rund 170 Millionen Kubikmeter Wasser in unterschiedlichen Qualitäten. "Wir beziehen das Wasser sowohl direkt aus dem Rhein, als auch über zahlreiche Brunnen als Rheinuferfiltrat", erklärt Betriebsleiter Dr. Christoph Blöcher. Das geförderte Wasser durchläuft verschiedene Stationen wie zum Beispiel Kiesfilter, Ionenaustauscher und Aktivkohlefilter, bevor es an die Kunden im CHEMPARK abgegeben wird.

Pascal Kempen (Chemikant), Frank Lage und Pascal Gill (Azubi - Duales Studium) vor dem Filter Nr. 9.

"Bei der Rheinwasseraufbereitung“, erläutert Betriebsingenieur Georg Lamp, „setzen wir zuerst Rechen und Siebe ein, um gröbere Verunreinigungen aus dem Wasser zu entfernen. Abschließend durchströmt das Wasser ein Kies-, Sandgemisch, das sich in 15 Meter langen, liegenden Stahlbehältern befindet. Kleinere Schmutzteilchen lagern sich am Filtermaterial ab und werden so zurückgehalten. Das so gereinigte, klare Wasser verlässt das Wasserwerk in Betriebswasserqualität".

Rund 70 Millionen Kubikmeter Betriebswasser stellt das Wasserwerk, im historischen Gebäude X 1 direkt am Leverkusener Rheinufer gelegen, den Betrieben im CHEMPARK jährlich zur Verfügung. Nach einigen Wochen Dauerbetrieb werden die Filter durch eine kombinierte Luft/Wasserwäsche wieder freigespült. Die ausgewaschenen Schmutzpartikel werden in ein Sedimentationsbecken gespült, das bei Bedarf entleert und fachgerecht, über die werkseigene Deponie, entsorgt wird. Eine Kiesfüllung hält bis zu 20 Jahre.

Viel Handarbeit ist notwendig, z. B. beim Austausch der Filterdüsen.

Für Frank Lage, der sich um die handwerkliche Erneuerung des Filters kümmert, ist die lange Lebensdauer der Füllung aber auch nötig: "Der Aufwand, einen solchen Filter zu sanieren, ist beträchtlich. Die Erneuerung korrodierter Bauteile und der Korrosionsschutzanstrich bedeuten viel Handarbeit, wo wir immer wieder neu schauen, welche Firmen die benötigte Qualität kostengünstig liefern. Da ist es gut, dass die Filter jedes Jahr von uns vorbeugend mit einer Checkliste fachkundig von innen kontrolliert werden. So ist sichergestellt, dass dieser Aufwand erst dann betrieben wird, wenn es wirklich notwendig ist.“

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