Mittwoch - 12. Juli 2017
Chempark Dormagen

Von Würselen nach Dormagen

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz besucht Currenta in Chempunkt und Chempark
An der Drehbank: Currenta-Azubi Semih Ay erklärt Kanzlerkandidat Schulz (M.) den richtigen Dreh – mit dabei Currenta-Chef Dr. Günter Hilken (r.) und sowie die Betriebsräte Theo Baikowski (l.) und Marco Sandri (hinter Schulz).
An der Drehbank: Currenta-Azubi Semih Ay erklärt Kanzlerkandidat Schulz (M.) den richtigen Dreh – mit dabei Currenta-Chef Dr. Günter Hilken (r.) und sowie die Betriebsräte Theo Baikowski (l.) und Marco Sandri (hinter Schulz).

Dormagen – Austausch über politische Themen, die die chemische Industrie bewegen – nicht in Berlin-Mitte, sondern direkt vor Ort: im Chempunkt und im Chempark Dormagen. Hier begrüßte Dr. Günter Hilken, Vorsitzender der Currenta-Geschäftsführung, am Mittwoch, 12. Juli 2017, den Kanzlerkandidaten Martin Schulz. Der SPD-Vorsitzende informierte sich über Entwicklungen an dem Industriestandort sowie die Inhalte und die Veranstaltungsformate, mit denen der Chempark-Betreiber den Dialog im städtischen Umfeld führt. Begleitet wurde das Treffen von Bürgermeister Erik Lierenfeld, dem örtlichen SPD-Bundestagskandidaten Daniel Rinkert sowie Vertretern von Bayer, Covestro, Lanxess und des Currenta-Betriebsrats.

Currenta-Chef Hilken freute sich über den Besuch des Kanzlerkandidaten und die Möglichkeit zum Meinungsaustausch: „Wir haben insgesamt drei Themen, die für Currenta von großer Bedeutung sind, intensiv diskutiert: Energiepolitik, Nachhaltigkeit und Industrieakzeptanz. Über das konstruktive Miteinander und das Verständnis für unsere Anliegen freuen wir uns sehr. Denn um Initiativen aus unserer Branche nachhaltig voranzubringen zu können, sind wir auch auf die Unterstützung der Politik angewiesen.“

Ein Schwerpunkt des Besuchs war der Akzeptanzbericht, mit dem Currenta als erstes Industrieunternehmen die Informationsbedürfnisse und Akzeptanzkriterien in seinem Standortumfeld abgefragt hat. Diese und weitere Initiativen lobte der SPD-Chef. „Für Deutschland ist die Chemiebranche eine Leitbranche. Wir setzen darauf, dass innovative Unternehmen wie Currenta weitere wichtige Beiträge zum Erfolg unserer Volkswirtschaft leisten – und werden sie dabei unterstützen“, erklärte Schulz.

Dampferzeugung für den Chempark: SPD-Chef Martin Schulz und Kraftwerksingenieur Jan Belde (r.) vor einem der zehn neuen Flammrohrkessel.

Der Vorsitzende des Currenta-Gesamtbetriebsrates, Detlef Rennings, wies darauf hin, dass Industriepolitik auch immer die Interessen der Arbeitnehmer im Blick haben muss. „Allein hier am Standort haben wir mehr als 10.000 Mitarbeiter, davon gut 500 Azubis. Diese Menschen möchten sichere Arbeitsplätze – auch in Zukunft. Dafür brauchen wir klare Linien im Land, im Bund und in der EU, also bezahlbare Energie, eine nachhaltige Entwicklung der Umwelt, funktionierende Infrastruktur. Die Akzeptanz für unsere Industrie zu fördern ist unsere gemeinsame Aufgabe“, so der Arbeitnehmervertreter.

„Wir wissen, dass Akzeptanz und vertrauensvolle Beziehungen aber nicht nur durch Transparenz und Offenheit entstehen, sondern auch durch das aktive Mitwirken an Themen, die den Menschen am Herzen liegen. Denn hier am Standort nicht nur akzeptiert, sondern gewollt zu werden, ist unser ständiges Ziel“, erläuterte Hilken. Deshalb bringt sich der Chempark auf vielfältige Art und Weise in gesellschaftlichen Initiativen ein – alleine oder mit Partnern, zum Beispiel mit der Lokalen Allianz Dormagen. Der Akzeptanzbericht kann im Chempunkt mitgenommen oder im Internet unter www.currenta.de/akzeptanzbericht.html runtergeladen werden.

Bei dem Thema Nachhaltigkeit setzt Currenta auf die bewährte Sozialpartnerschaft in der chemischen Industrie. Denn die Nachhaltigkeitsinitiative „Chemie³“ ist ein gemeinsamer Ansatz des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC). „Damit verfolgen wir einen harmonischen Dreiklang von Ökologie, Ökonomie und Sozialem“, erklärte Dr. Alexander Wagner, Currenta-Arbeitsdirektor. „Dabei geht es uns um den Schutz von Mensch und Umwelt durch umweltfreundliche Produkt- und Verfahrenslösungen, durch hohe Sicherheitsstandards, Produktverantwortung und intelligente Effizienz- und Rohstoffstrategien, aber genauso auch um wirtschaftlichen Erfolg sowie gesellschaftliche Verantwortung“, so Wagner. Mehr zu „Chemie³“ gibt es hier: www.currenta.de/unternehmen/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitsinitiative.html

Nach dem Meinungsaustausch im Nachbarschaftsbüro fuhr der SPD-Tross – neben den Politikern rund 25 Hauptstadt- und Lokaljournalisten – in den Chempark. Erste Station war hier das neue Kesselhaus M 75, in dem mit zehn Flammrohrkesseln bis zu 400 Tonnen Dampf pro Stunde erzeugt werden können. Weiter ging’s in das Ausbildungszentrum A 900. Über alle drei Standorte verteilt schult Currenta über 2.000 junge Menschen – für den Eigenbedarf und für andere Chempark-Unternehmen – in 25 naturwissenschaftlichen, technischen und kaufmännischen Berufen. Dazu zählt auch das ausbildungsvorbereitende Förderprogramm „Starthilfe“. Am Standort Dormagen absolvieren derzeit rund 500 Mädels und Jungs ihre Ausbildung bei Currenta.

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