Montag - 18. März 2019
Chempark Dormagen

Recycling im Labor: Nur eine von 823 neuen Ideen

Insgesamt über 3.000 Currenta-Verbesserungsvorschläge an den Standorten
Kreativ und im Sinne der Umwelt: Monique Haupt, Liane Otto und Ulrike Langel sind stolz auf Ihren Verbesserungsvorschlag (v. l.).
Kreativ und im Sinne der Umwelt: Monique Haupt, Liane Otto und Ulrike Langel sind stolz auf Ihren Verbesserungsvorschlag (v. l.).

Umweltschutz hat einen hohen Stellenwert für Currenta – und auch die Mitarbeiter haben immer wieder Ideen, wie man noch umweltfreundlicher und ressourcenschonender arbeiten kann. So auch Liane Otto und ihre Kolleginnen Monique Haupt und Ulrike Langel aus der Umweltanalytik Dormagen. In dem Labor, in dem die Kolleginnen arbeiten, verwenden sie häufig so genannte SPE-Kartuschen (SPE steht für Festphasenextraktion, englisch „solid phase extraction“). Das Adsorberharz in den Kartuschen entzieht stark salzhaltigen Wasserproben das Salz. Erst danach können in den Laboren weitere Messungen des Wassers stattfinden. „Die Werte, die wir messen, sind für alle Betriebe relevant, deshalb werden auch viele Kartuschen gebraucht“, erklärt Otto. „Früher haben wir die SPE-Kartuschen einmal benutzt und dann weggeworfen. Irgendwann gab es einen Lieferengpass und wir mussten uns etwas anderes überlegen“, erinnert sie sich. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen forschte sie nach einer Möglichkeit, das Adsorberharz in den SPE-Kartuschen zu reinigen und diese dann wiederzuverwenden. „Wir konnten nachweisen, dass die Kartuschen nach einer Behandlung mit Methanol wieder genau so funktionieren, wie eine neue Kartusche“, erzählt Otto. Rund 16.500 Euro werden dadurch jährlich gespart.

Die drei Analytik-Kolleginnen hatten den Einfall, das Adsorberharz unten in den Kartuschen zu reinigen und wiederzuverweden.
Die drei Analytik-Kolleginnen hatten den Einfall, das Adsorberharz unten in den Kartuschen zu reinigen und wiederzuverweden.

Über 3.000 Ideen für Currenta
Tüftler aller Geschäftsfelder reichten 2018 insgesamt 3.178 Verbesserungs-vorschläge beim Currenta Ideen Management ein – und damit rund 300 Vorschläge mehr als 2017. Fast jeder zweite Mitarbeiter hatte im vergangenen Jahr eine Idee, mit der er sein Arbeitsumfeld sicherer, effizienter und einfacher gestalten könnte. Auch die Azubis hatten viele Verbesserungsideen und reichten 272 Vorschläge ein. Die rund 818 Currenta-Mitarbeiter aus Dormagen reichten insgesamt 823 Verbesserungsvorschläge ein.

1.710 Ideen sind im vergangenen Jahr umgesetzt worden. Damit ist die Realisierungsquote im Vergleich zum Vorjahr noch einmal leicht gestiegen und liegt bei 55%. 108 Verbesserungsvorschläge zielen dabei auf das Thema Umweltschutz und 56 Ideen verbesserten die Energieeffizienz von Currenta. „Da Umweltschutz für uns alle einen hohen Stellenwert hat, freue ich mich sehr, dass so viele Ideen diesem Thema zu Gute kommen“, sagt Currenta-Arbeitsdirektor Alexander Wagner. Auch über die vielen guten Vorschläge im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz freut sich Wagner. „Es ist mir persönlich ein Anliegen, dass diese schnellstmöglich umgesetzt werden.“ Etwa die Hälfte der umgesetzten Ideen zahlen in die beiden Bereiche ein. Der Chempark-Betreiber belohnte die Kreativität der Mitarbeiter mit einer Gesamtprämiensumme von rund 820.000 Euro. Die höchste Einzelprämie lag bei rund 108.000 Euro.

Die Idee mit dem höchsten Gesamtnutzen spart rund 718.802 Euro jährlich. Es sind aber nicht nur die „großen“ Ideen, von denen ein Unternehmen profitiert. Gerade die vielen kleinen realisierten Vorschläge mit einem wirtschaftlichen Nutzen bis 5.000 Euro tragen zu Fortschritt und Effizienz bei. Die 1.690 realisierten Ideen machen rund 99% aus und sparen über eine Millionen Euro im ersten Jahr der Realisierung. Gemeinsam mit dem wirtschaftlichen Nutzen der „großen“ Ideen liegen die Gesamteinsparungen im ersten Jahr bei rund 2,2 Millionen Euro.

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