Gesellschaft, 30. September 2020

Mitarbeiter vor Schäden durch Lärm schützen

Schallschutztechnikexperten von CURRENTA unterstützen Kunden mit Expertise

Dr. Robert Tischtau (li) und seine Mitarbeiter Volker Thele (Mitte) und Markus Fuchs (re) beraten CURRENTA-Kunden beim Thema Lärmschutz.

In Deutschland zeichnet sich ein alarmierender Trend ab: Immer mehr Menschen sind schon mit 60 Jahren schwerhörig. Lärmschwerhörigkeit zählt hierzulande zu den häufigsten Berufskrankheiten. In den CHEMPARK-Betrieben gibt es eine vielfältige Geräuschkulisse – von leise bis laut; die Experten der CURRENTA-Schallschutztechnik kennen alle Nuancen. "Wir messen in festgelegten Abständen die Betriebe unserer Kunden durch und beraten in Bezug auf Vorsorge- und Schutzmaßnahmen", sagt Dr. Robert Tischtau, Leiter des Bereichs „Lärm am Arbeitsplatz“ bei CURRENTA. Zusammen mit seinem erfahrenen Team ist er im CHEMPARK dem Schall auf der Spur.

Jeder Betriebsleiter ist gesetzlich durch die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung dazu verpflichtet, seine Mitarbeiter vor gehörschädigendem Lärm über 85 dB(A)* zu schützen. Tischtau berät seine Kunden intensiv bezüglich aller vorhandenen Vorschriften und baut sein Know-how im Sinne der Kunden ständig aus. So können die CURRENTA-Kunden von seiner jahrelangen Erfahrung und seinem fundierten Wissen profitieren und mit der Unterstützung des Schallprofis diesen behördlich überwachten Prozess beim Lärmschutz ihrer Mitarbeiter in vollem Umfang erfüllen.

Ganz besonders vorteilhaft ist für die Kunden im CHEMPARK auch die gute Ortskenntnis der Schallschützer und die entsprechend schnelle Reaktionszeit. Meldet sich ein Betrieb, weil dort etwas Lautes aufgefallen ist, sind Tischtau und seine Mitarbeiter zügig vor Ort und messen auch außerhalb der turnusmäßigen Überwachungen.

Qualität ist Trumpf

"Seit dreizehn Jahren arbeite ich mit dem Thema Lärm am Arbeitsplatz", macht sich Robert Tischtau, Leiter des gleichnamigen Bereichs bei der CURRENTA-Schallschutztechnik, für die eigenen Ohren und die der CHEMPARK-Mitarbeiter stark. "Es ist ein Aufgabengebiet, was mich weiterhin begeistert, einfach auch weil es so wichtig ist. Eine exzellente Technik und die Fortbildung meiner Mitarbeiter sind für mich das A und O für unseren Erfolg als eine nach DIN akkreditierte Prüfstelle."

Gerade hat der Bereich seine DAKKS-Reakkreditierung erfolgreich abgeschlossen, die alle fünf Jahre stattfindet. Die Akkreditierungsurkunde und die zugehörige Anlage finden sich im CURRENTA-Internet. Die regelmäßigen Begutachtungen der CURRENTA-Schallschutztechnik nach DIN EN ISO/IEC 17025 sind ein wichtiger Baustein bei der Qualitätssicherung des Bereichs.

Ihre Mitarbeiter arbeiten – wir messen

Thermische-Abluftverbrennungsanlage Dormagen: Messung der Schallbelastung mit dem Handschallpegelmesser für einen Schlosser, der Arbeiten mit der Flex ausführt.

Besonders im Fokus sind in den Betrieben beim Thema Schall die Arbeitsplätze der Mitarbeiter in Produktions-, Lager- und Werkstattbereichen, aber auch Laboratorien, Messwarten, Büros, Pausenräume und vieles mehr gilt es zu erfassen. Während die Mitarbeiter vor Ort arbeiten, führen die beiden CURRENTA-Schallschutztechnikexperten Markus Fuchs und Volker Thele ihre Messungen aus. Schließlich gilt es, die Lärmbelastung im Arbeitsprozess zu erheben – dafür findet die Messung nah am Ohr des Mitarbeiters statt. Für die meisten Messungen vor Ort in den Betrieben nutzen sie dafür den Handschallpegelmesser, ein kleines Hightech-Gerät, was sogar in ihre Jackentasche passt. Für Langzeitmessungen besteht außerdem die Möglichkeit, ein Messgerät im Mini-Format, ein sogenanntes Dosimeter, an die Arbeitskleidung des Mitarbeiters anzuclippen. Der Mitarbeiter trägt es während der gesamten Schicht – Thele und Fuchs werten die Ergebnisse hinterher aus.

Häufig machen sie Vergleichsmessungen: Im gleichen Arbeitsbereich mit mehreren Mitarbeitern. So können sie die Querschnittsbelastung feststellen. "Jedes hörbare Geräusch ist Schall", so Thele. "Also die Luftschwingungen, die für Menschen über das Gehör wahrnehmbar sind." Die Angabe der gemessenen Werte erfolgt in Dezibel, kurz dB.

"Ab mehr als 85 dB(A)* ist der durch die Luftschwingungen entstehende Schall nicht mehr nur störend und mitunter lästig, sondern schädigt das menschliche Gehör bei nicht ausreichendem Schutz", macht Fuchs deutlich, wie wichtig die Ergebnisse der zwei Schallsucher sind. Wenn es um die genaue Analyse aller Messwerte geht, arbeiten sie stets nach dem Vieraugenprinzip eng zusammen. Dann werden alle Ergebnisse in einer Gefährdungsbeurteilung mit den nötigen Maßnahmen zusammengefasst und Empfehlungen ausgesprochen, wie die Geräuschbelastung möglichst geringgehalten werden kann, beispielsweise durch technische oder organisatorische Lärmminderungsmaßnahmen oder letztendlich auch durch eine Erweiterung der persönlichen Schutzausrüstung.

Gönnen Sie Ihrem Ohr eine Pause

Rattern, Dröhnen, Klopfen, Hämmern – das Ohr ist 24 Stunden lang dem Alltagslärm ausgesetzt, besonders in einer Großstadt. Ärzte raten deshalb "Gönnen Sie Ihren Ohren eine Pause." Wie kann das gehen? – Flüchten Sie einfach mal vor dem Lärm, schalten das Radio oder den Fernseher aus und machen einen Waldspaziergang. Experten wissen, dass schon 15 Minuten Stille dem Ohr guttun. Denn wir vergessen alle sehr schnell: Sind Zellen im Corti’schen Organ im Innenohr, dem eigentlichen Sinnesorgan, durch zu hohe Lärmbelastung zerstört, bedeutet das einen dauerhaften Schaden. Die Zellen wachsen nicht mehr nach, die Schäden am Gehör sind bleibend.

* dB(A) Das A gibt einen Hinweis darauf, dass man das Schallspektrum so misst, wie es vom menschlichen Gehör wahrgenommen wird.

Weitere Informationen

Fachvorträge für Ihre Mitarbeiter

Sie möchten Ihre Mitarbeiter gerne intensiv über die Gefahren durch eine zu große Lärmbelastung informieren? Die CURRENTA-Schallschutztechnik steht den Betrieben auch bei Schulungen zum Thema Lärmschwerhörigkeit unterstützend zur Seite.

Ihr Ansprechpartner für Vorträge:

Markus Fuchs
CURRENTA-Schallschutztechnik
Telefon: +49 2133 489 29481 | mobil: +49 175 31 29481
E-Mail: markus.fuchs@currenta.biz

Umfangreicher Schalldaten-Schatz

Die Schallexperten von CURRENTA unterstützen auch die Berufsgenossenschaft und den Bereich Arbeitssicherheit bei Verdacht auf eine berufsbedingte Lärmschwerhörigkeit: Die Schall-Profis tragen aus der Historie die notwendigen schallrelevanten Daten zusammen und berechnen bei Bedarf die personenbezogenen Lärmexpositionspegel. So kann die Berufsgenossenschaft bewerten, ob eine Schwerhörigkeit aufgrund des aktuellen oder ehemaligen beruflichen Umfelds bei einem Mitarbeiter eingetreten ist.

Das Schallschutztechnik-Team ‚Lärm am Arbeitsplatz‘ betreut die Betriebe im CHEMPARK und an anderen Chemie-Standorten in punkto Schallüberwachung; etwa alle fünf Jahre werden die Betriebe hierbei neu durchgemessen und aktuelle Analysen erhoben. Und das seit Jahrzehnten. In ihrem Archiv verfügen die Schallprofis deshalb über abrufbare Daten, die sehr weit zurückreichen.

Den passenden Gehörschutz finden

Wo das blaue Gebotsschild mit dem Kapselgehörschutz angebracht ist, gilt es, einen geeigneten Gehörschutz zu tragen. Dies ist in Bereichen ab einem Schalldruckpegel von 85 dB(A)* der Fall. Hierfür gibt es zum Beispiel zum einmaligen Gebrauch weiche Ohrstöpsel aus speziellem Schaumstoff, die direkt in den Gehörgang gesteckt werden, oder Kapselgehörschutz, der kopfhörerähnlich gebaut ist.

Gehörschutz zählt zur Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) – alle bei CURRENTA verfügbaren Modelle finden Sie ab Seite 6 im CHEMPARK-Bekleidungskatalog. Lassen Sie sich von Ihren Ansprechpartnern der Arbeitssicherheit beraten.

Kein Mittel gegen Lärmschwerhörigkeit

Lärmschwerhörigkeit entsteht, weil die Haarzellen im Innenohr geschädigt sind. Das kann durch kurz einwirkende sehr hohe Schalldruckpegel passieren – zum Beispiel durch einen lauten Knall. Oder aber auch durch lang einwirkende hohe Schalldruckpegel, wie bei der Lautstärke eines Staubsaugers im Einsatz. Zellen im Innenohr, die durch zu hohe Lärmbelastung zerstört wurden, wachsen nicht nach. Das bedeutet: Die Schäden am Gehör sind dauerhaft, es gibt kein Medikament dagegen. Und ein Hörgerät kann ein normal hörendes Ohr nicht ersetzen! Wer schwerhörig ist, hört nicht nur schlechter, auch das Verständnis von Sprache leidet; so besteht für schwerhörige Menschen die Gefahr, einsam und isoliert zu werden.

Das Tückische: Schäden am Ohr durch Lärm zeigen sich erst, wenn es zu spät ist. Es gibt keine Vorwarnung durch Schmerzen. Und Schädigung durch Lärm ist meistens ein Langzeiteffekt. Umso wichtiger ist es, auf die Hinweise zur Prävention von Experten zu hören und den Ohren auch immer wieder eine ‚Sende- oder besser noch Empfangspause‘ zur Erholung zu gönnen.

Übrigens: Der gesamte Körper reagiert auf Lärm, auch wenn dieser noch keinen für die Ohren schädigenden Schallpegel erreicht hat. Hier sprechen Fachleute von sogenannten extra-auralen Lärmwirkungen – sie zeigen sich in unterschiedlichen physiologischen und psychischen Reaktionen. Konkret können beispielsweise Konzentrationsprobleme eine Folge von störendem Lärm sein oder auch Kopfschmerzen, Herz-Kreislaufprobleme, Bluthochdruck, Verdauungsprobleme und Schlafstörungen.

Hintergrundinformationen rund um das Thema Lärm

Informieren Sie sich auch im Portal der BG RCI rund um das Thema Lärm: Lernen Sie die Schneckenhärchen kennen – und leihen vielleicht für eine Aktion vor Ort mal die Lärm-Informationswand aus. Nutzen Sie den Lärmrechner – und erfahren Sie, wie Sie Gehörschutz wirksam anwenden. Hier finden Sie auch die Vorschriften der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung.

Sie möchten auch in Ihrer Freizeit gut geschützt unterwegs sein? Dann bietet Ihnen diese Internetseite http://www.nrw-wird-leiser.nrw.de/ vielfältige Anregungen.

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