Netzwerke, 26. November 2019

Spannende Themen brachten wieder Kunststoffexperten zusammen

12. Forum Kunststoff-Analytik

Die Referenten des Forums (von links nach rechts): Thomas Melcher, Wilhelm Bergemeier, Patrick Gahlen, Dina Gabriel, Alexander Karbach, Marissa Schmidt, Gudrun Steinhage sowie Alexander von Tesmar.
Die Referenten des Forums (von links nach rechts): Thomas Melcher, Wilhelm Bergemeier, Patrick Gahlen, Dina Gabriel, Alexander Karbach, Marissa Schmidt, Gudrun Steinhage sowie Alexander von Tesmar.

Dem digitalen Wandel zum Trotz zeigte das Forum Kunststoff-Analytik auch beim zwölften Mal, dass analoge Formate ihre Stärken und eine Zukunft haben. Entscheidend dafür sind die Themen sowie eine klare Strategie, wie dieser Beitrag sowie Kurz-Interview mit dem Veranstalter zeigen.

Auch im zwölften Jahr in Folge erfreute sich das Forum Kunststoff-Analytik am 5. November 2019 im Baykomm in Leverkusen wieder großen Interesses. Unter den fast 100 angemeldeten Teilnehmern aus dem CHEMPARK lobten viele die spannenden Beiträge sowie die gute Organisation und kündigten an, dass sie auch im nächsten Jahrzehnt, beim 13. Forum, in Leverkusen, wieder dabei sein wollen.

Nach  der Begrüßung durch den Gastgeber Dr. Alexander Karbach wurde das Forum mit einem Tandem-Vortrag eröffnet. M. Sc. Patrick Gahlen von Covestro und Dr. Dina Gabriel von CURRENTA Analytik  präsentierten ihre Erkenntnisse zu mikroskopischen Messungen des Verformungs- und Elastizitätsverhalten von Metal-Panel-Wandelementen. Auf Grundlage dieser Daten lassen sich tragende Wandstrukturen mit Dämmung aus Polyurethanschaum simulieren und entwickeln.

Dr. Alexander Karbach, Leiter der Oberflächen- und Festkörperanalytik, hatte vor einem Dutzend Jahren die Idee für das Forum Kunststoff-Analytik.
Dr. Alexander Karbach, Leiter der Oberflächen- und Festkörperanalytik, hatte vor einem Dutzend Jahren die Idee für das Forum Kunststoff-Analytik.

Dem Thema Elastizität widmete sich auch Dr. Gudrun Steinhage von der Firma Netzsch. Sie erläuterte das dynamisch-mechanische Materialverhalten von Polymermischungen unter dem Einfluss von Temperatur, Frequenz und Feuchtigkeit bei verschiedenen Belastungsarten wie Zug, Druck oder Biegung.

Behörden verlangen Isocyanat-Analysen

Dr. Alexander von Tesmar stellte die CURRENTA-Methode vor, die zur Bestimmung von sehr geringen Gehalten an freien monomeren Isocyanaten in Polyurethanmaterial entwickelt wurde. Aufgrund der  gesundheitsgefährdenden Eigenschaften muss bei diesen elementaren Grundstoffen der Kunststoffindustrie, von denen pro Typ jährlich immerhin zwischen 100.000 und 1.000.000 Tonnen hergestellt werden, mit weiteren Restriktionen und Auflagen wie Migrationsstudien gerechnet werden.

Partikel geben Auskunft über Verunreinigungen

Für reges Interesse und zahlreiche Fragen sorgte beim 12. Forum Kunststoff-Analytik die Präsentation von Thomas Melcher, bei der es um die Partikelanalyse für die Praxis ging. Denn das CURRENTA-Labor für Oberflächenanalytik bietet eine automatische Teilchenanalyse an, die eine umfangreiche Messung von Elementzusammensetzung und Dimension der Partikelfracht aus Chemieanlagen erlaubt. Neben der Eingrenzung von Verunreinigungsquellen hilft dieses Verfahren auch in der Qualitätssicherung zur Restschmutzanalyse.

Genauso wichtig wie die Fachvorträge sind die Gespräche in den Pausen dazwischen, um individuelle Fragen stellen zu können.
Genauso wichtig wie die Fachvorträge sind die Gespräche in den Pausen dazwischen, um individuelle Fragen stellen zu können.

Die passende Methode für fast jede analytische Frage

Den Bogen zu einem Methodenverbund der CURRENTA-Analytik schlug Marissa Schmidt. Zum Abschluss des 2,5 stündigen Forums gab sie einen Überblick der analytischen Verfahren, die die CURRENTA zur Messung von Polymerbausteinen, Molekulargewicht und dessen Verteilung, Endgruppen und Additiven in Polymeren bietet.

Das nächste Forum

Auch das Datum des 13. Forums Kunststoff-Analytik steht schon fest. Wie in diesem Jahr wird es wieder am 5. November stattfinden, aber natürlich im Jahr 2020.

Drei Fragen an Dr. Alexander Karbach

Dr. Alexander Karbach, Laborleiter und „Erfinder“ des Forum Kunststoff-Analytik.
Dr. Alexander Karbach, Laborleiter und „Erfinder“ des Forum Kunststoff-Analytik.

1. Wie schaffen Sie es das Interesse am Forum hoch zu halten?

Alexander Karbach: Durch Zusammenstellen eines immer wieder interessanten Vortragsprogramms mit topaktuellen Themen.

2. Wie wichtig ist das Forum für Ihr Geschäft?

Alexander Karbach: Das Forum ist ein bedeutender Bestandteil unseres Geschäftes, da das Event auch einen wichtigen Beitrag für die Pflege unserer Kundenbeziehung leistet.

3. Wie hat sich das Forum im Laufe der Jahre verändert und wie sehen Sie seine Zukunft?

Alexander Karbach: Zu Beginn hatten wir nur Referenten der CURRENTA Analytik eingeladen. Seit dem 5. Forum tragen aber auch externe Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft vor. Ich bin mir sicher, dass das Forum auch in Zukunft seiner wichtigen Rolle als anerkannte Plattform für den Informationsaustausch sowie die Pflege von Kontakten gerecht werden wird.

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