12. Oktober 2015Moleküle, Methodik, Mehrwert

Kundenforum der CURRENTA-Kunststoff-Analytik

Angeregte Diskussionen und intensive Gespräche machten das Analytik-Kundenforum zum Thema Kunststoffe zu einer spannenden Veranstaltung für alle Beteiligten.
Angeregte Diskussionen und intensive Gespräche machten das Analytik-Kundenforum zum Thema Kunststoffe zu einer spannenden Veranstaltung für alle Beteiligten.

Schon die hohe Teilnehmerzahl spricht für den Erfolg der Veranstaltung: Etwa 130 Kunden der Kunststoff-Analytik fanden Ende September den Weg nach H 4 im CHEMPARK Leverkusen. Unter den Teilnehmern waren neben den CHEMPARK-Partnern auch rund 20 Prozent externe Kunden, schätzt Organisator Alexander Karbach, Leiter der Oberflächen- und Festkörperanalytik. Das Ziel der Veranstaltung formuliert er so: "Wir wollten unseren Kunden zeigen, wie die Analytik auf die Trends der Kunststoff-Branche reagiert, zum Beispiel mit einer Kombination aus neuen und etablierten Untersuchungsverfahren."

Kern des Programms war eine Reihe an Vorträgen der Kunststoff-Analytiker von CURRENTA. Den Auftakt machte Thomas Westfeld: Er stellte die sogenannte Kernspinresonanzspektroskopie vor, mit der Kunststoffe bis aufs Atom genau dargestellt werden können. Hendrik Engelkamp präsentierte eine Vielfalt chromatographischer Kopplungsmethoden, mit der die Kettenlänge sowie das molekulare Gewicht von Kunststoffen analysiert werden. Auf diese Weise erfahren die Wissenschaftler mehr über die Stabilität eines Kunststoffs und können zum Beispiel herausfinden, wie schnell dieser spröde wird.

Der erfahrene Analytik-Mitarbeiter Wilhelm Bergmeier - seit rund 40 Jahren im CHEMPARK - berichtete von der Entwicklung der Infrarotspektroskopie. Damit können unter anderem Fehlstellen in mikrometerdünnen Lackschichten auf Automobilscheinwerfern identifiziert werden. Beate Weiss stellte die Möglichkeit zur zerstörungsfreien Durchleuchtung von Kunststoffbauteilen und Tabletten vor. Diese Methode ist vergleichbar mit der Funktionsweise eines Computertomographen im Krankenhaus.

Wie sich die Flexibilität von Molekülketten in Schaumstoffen und Kunststoffbauteilen messen und abbilden lässt, zeigte Dina Gabriel anschaulich – mit Hilfe von Aufnahmen, die durch den Einsatz der quantitativen Rasterkraftmikroskopie entstanden waren.

Teamarbeit mit Mehrwert
Doris Drechsler schloss die etwa zweistündige Vortragsrunde mit ihrem Beitrag zur 'Komplettanalytik'. "Die Kunststoff-Analytik ist kein Verbund von Einzellabors, sondern ein großes Team", erläutert Drechsler. "Wir bieten den Kunden deshalb an, dass sie nicht nur die Ergebnisse der einzelnen Untersuchungen erhalten, sondern auch eine Übersicht, die alles vereint." Ein echter Mehrwert: Der Kunde spart sich die Auswertung der Einzelergebnisse und sieht alles auf einen Blick.

Im Anschluss konnten die Gäste bei einer Führung die Labore und Räumlichkeiten der Oberflächen- und Festkörperanalytik in Augenschein nehmen. Zudem hatten sie genügend Zeit zum ausgiebigen Dialog. "Letztlich zählen die konkreten Ergebnisse auf dem Papier. Auf dem Weg dahin ist regelmäßige Kommunikation aber unerlässlich", so Karbach. "Diesen Austausch untereinander wollen wir mit dem Kundenforum fördern. Ich denke, dass ist wieder mehr als gelungen." Auflage Nr. 9 ist bereits fest geplant.

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