11. März 2016Mitarbeiter reichten 3.366 Verbesserungsvorschläge ein

2,5 Millionen Euro Ersparnis für CURRENTA

Die Deponie im Entsorgungszentrum des CHEMPARK Leverkusen.
Die Deponie im Entsorgungszentrum des CHEMPARK Leverkusen.

Die Motivation und das Engagement der CURRENTA-Mitarbeiter, mit guten Ideen die Arbeit sicherer, effizienter und einfacher zu gestalten, ist weiter ungebremst: Im Jahr 2015 reichten Tüftler aller Geschäftsfelder insgesamt 3.366 Verbesserungsvorschläge beim CURRENTA Ideen Management (CIM) ein. Der daraus erzielte wirtschaftliche Nutzen für CURRENTA beträgt rund 2,5 Millionen Euro im ersten Jahr der Realisierung. Das Unternehmen belohnte die Kreativität der Ideengeber mit einer Gesamtprämiensumme von rund 1 Million Euro. Besonders bemerkenswert: Der Beteiligungsgrad liegt bei 48 Prozent. Damit hat fast jeder Zweite mit einer Einzelidee oder zusammen mit Kollegen teilgenommen. Auch die Azubis haben sich engagiert: Sie reichten insgesamt 191 Vorschläge beim CIM ein.

"Ich freue mich sehr, dass unsere Mitarbeiter, aber auch unsere Auszubildenden in allen Bereichen unseres Unternehmens so viele Beiträge zu Effizienz, Sicherheit und Umweltschutz leisten. Mit ihrem beispielhaften Einsatz und großen Fachwissen bringen sie CURRENTA weiter voran. Dafür danke ich ihnen sehr", betonte CURRENTA-Geschäftsführer und -Arbeitsdirektor Dr. Alexander Wagner.

1.940 Ideen konnten im abgelaufenen Jahr umgesetzt werden. Die Realisierungsquote liegt bei 51 Prozent und damit um einen Prozentpunkt höher als im Vorjahr. Mehr als die Hälfte dieser realisierten Ideen verbessern die Arbeitssicherheit und/oder den Gesundheitsschutz. 156 realisierte Ideen beinhalten einen Umweltschutzaspekt. Neu eingeführt hat CURRENTA die Klassifizierung "Energieeffizienz"; immerhin 68 Ideen konnten seit April 2015 als energieeffizient eingestuft werden.

Die höchste im Jahr 2015 ausgezahlte Einzelprämie betrug 22.013 Euro. Es sind jedoch nicht nur die "großen" Ideen, die den Benefit ausmachen. Gerade auch die vielen kleinen realisierten Vorschläge mit einem wirtschaftlichen Nutzen bis 5.000 Euro tragen zum Fortschritt des Unternehmens bei. Sie machten mit über 98 Prozent der gesamten umgesetzten Ideen den weitaus größten Anteil aus. Darüber hinaus gab es Anerkennungsbeträge für gute Vorschläge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht verwirklicht werden konnten. Rund 780 solcher Ideen waren es im letzten Jahr. CURRENTA zahlte dafür 39.000 Euro aus.

Die meisten Beiträge kamen im vergangenen Jahr mit 2.021 Lösungsvorschlägen aus dem CHEMPARK Leverkusen, gefolgt von Dormagen (855) und Krefeld-Uerdingen (486).

Beispiel aus dem CHEMPARK Leverkusen
Mit einfachen Ideen Verbesserungen erreichen - wie dies mit ein wenig Köpfchen und Aufmerksamkeit geht, bewiesen zwei Mitarbeiter aus dem Bereich Umwelt: Sie schlugen vor, den sehr grobstückigen Bauschutt, der täglich zur Deponie im Entsorgungszentrum angeliefert und dort abgelagert wird, mit Hilfe eines mobilen Brechers zu zerkleinern und so platzsparender zu deponieren bzw. ihn zu nutzen; der gewonnene Schotter kann im Wegebau auf der Deponie eingesetzt werden. Hinzu kommt, dass auch die noch im Bauschutt enthaltenen Metallteile gewonnen und recycelt werden können. Mit Realisierung der Idee entfällt künftig der Zukauf von jährlich rund 2.400 Tonnen Recyclingmaterial (Schotter) - und das nicht mehr für eigene Zwecke genutzte Deponievolumen kann nun an Kunden verkauft werden.

Beispiel aus dem CHEMPARK Dormagen
Vorhandenes hinterfragen und über Alternativen nachdenken - das ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für Verbesserungen. Peter Kraus, Meister in der Wasserversorgung, hat es vorgemacht. In Dormagen sorgen leistungsstarke Pumpen für die Förderung von Grundwasser. Kraus stellte fest, dass die Förderkapazität der Pumpen deutlich über der benötigten Menge lag. Die Geräte mussten bei dauerhaftem Betrieb in der Leistung gedrosselt werden. "Als eine der Pumpen repariert werden musste, habe ich mich gefragt, warum die Pumpen so groß sein müssen und ob die gewünschte Flexibilität nicht auch durch geschicktes Zu- und Abschalten einzelner kleinerer Pumpen erreicht werden kann", sagt Kraus. Gesagt - getan. Die Pumpen wurden gegen weniger starke ausgetauscht. Ergebnis: Die neuen Geräte verbrauchen weniger Strom und sparen somit Energie im Bereich von einer Millionen Kilowattstunden ein. Durch optimal angepasste Auslastung fallen zudem weniger Reparaturkosten an als beim bisherigen Dauerbetrieb der großen Pumpen. Die dadurch erzielten Ersparnisse liegen deutlich über den Ausgaben für die Neuanschaffungen. Kostenersparnis insgesamt pro Jahr: 40.000 Euro.

Beispiel aus dem CHEMPARK Krefeld-Uerdingen
Selbst ist der Mann - und auch die neueste Generation der Analysegeräte. Denn sie können sich im Prinzip selbst testen. Diese Erkenntnis machte sich Markus Friedenberg bei seinem Verbesserungsvorschlag zunutze. Im CHEMPARK Krefeld-Uerdingen überwachen Analysestationen an verschiedenen Stellen kontinuierlich die Abwasserströme, die durch das Kanalnetz fließen. Bislang wurden die 21 Geräte zusätzlich einmal pro Woche mit Hilfe einer Prüfflüssigkeit manuell auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft - ein hoher Aufwand. "Damit die Analysegeräte sich im Prinzip selbst testen, mussten wir im System eine Programmanpassung vornehmen, einen Behälter mit einer standardisierten Prüfflüssigkeit installieren und diesen mit dem Gerät verbinden", erläutert Friedenberg. Der Vorteil: Durch den Selbsttest muss die kontinuierlich laufende Überwachung des Kanalnetzes nicht wie zuvor unterbrochen werden. Zudem entfällt der zusätzliche Arbeitsaufwand für die Mitarbeiter der CURRENTA-Analytik von rund zehn Stunden pro Woche bei gleicher Prüfqualität. Ersparnis: rund 30.000 Euro pro Jahr.

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