28. April 2016'Brandschutztag Schienenfahrzeuge' der Analytik

Neue Norm und neue Fahrzeuge

Gut besucht: Zur zwölften Auflage des CURRENTA-Brandschutztages kamen rund 200 Gäste.
Gut besucht: Zur zwölften Auflage des CURRENTA-Brandschutztages kamen rund 200 Gäste.

Zwölfte Auflage, über 200 Teilnehmer: Der 'Brandschutztag Schienenfahrzeuge', der jüngst stattgefunden hat, ist eine etablierte Veranstaltung. Routine ist sie aber nicht, denn jedes Jahr kommen nicht nur neue Referenten und Gäste – diskutiert werden auch veränderte Anforderungen an die Sicherheit in Zügen.

Eine ganz besondere Bahn rückte beim 'Brandschutztag Schienenfahrzeuge' der Analytik Mitte April in den Fokus. Auch wenn die zwölfte Auflage des Netzwerktreffens wie gewohnt im Leverkusener BayKomm stattfand, ging es zwischendurch inhaltlich nach Wuppertal. Denn dort kommen künftig neue Fahrzeuge bei der Schwebebahn zum Einsatz. Und das bedeutet auch: Die alten Brandschutzkonzepte müssen angepasst werden. Im BayKomm-Hörsaal berichteten die Hersteller über ihre Erfahrungen und gaben einen spannenden Einblick in die Praxis. So könnten bei einem besonderen Brandereignis die Schwebebahn-Fahrer über eine Brücke in eine parallel wartende Bahn evakuiert werden – in luftiger Höhe über der Wupper.

Daneben erfuhren die rund 225 Teilnehmer – Bahnhersteller, Zulieferer und Vertreter von Verkehrsbetrieben, Prüf- und Zulassungsstellen sowie Behörden – alles Wichtige über die seit drei Jahren europaweit gültige Norm zum Brandschutz in Schienenfahrzeugen. "Wie bei vielen harmonisierten Normen muss auch hier seit der Einführung in vielen Bereichen nachgebessert werden, das ist ein fortlaufender Prozess, über den wir unsere Gäste Jahr für Jahr informieren", so Michael Halfmann, Leiter der CURRENTA-Brandtechnologie.

Vorgestellt und analysiert wurden auch ganz konkrete Brandfälle. Der Blick richtete sich dabei nach Berlin. "Anfang 2016 ist dort ein Regionalzug komplett ausgebrannt, ohne dass es Verletzte gab", so Analytik-Laborleiter Julian Bulk. "Das ist aus brandtechnologischer Sicht ideal abgelaufen, denn die Insassen hatten genug Zeit, die Bahn zu verlassen, sodass keiner zu Schaden gekommen ist – und genau das ist ja unser Ziel."

Am zweiten Tag der Veranstaltung nutzten rund 50 Gäste die Gelegenheit, um die Arbeit der Brandtechnologie bei einem Rundgang durch die Labore genauer kennenzulernen. In den Fokus rückten dabei die Untersuchungen zur Wärmefreisetzung und zur Rauchgastoxizität. "Bei letztgenanntem Thema haben wir die Methode zusammen mit Kooperationspartnern in einem europäischen Forschungsprojekt erarbeitet. Das stieß bei den Besuchern auf besonderes Interesse", berichtet Laborleiter Frank Volkenborn. Einer dreizehnten Auflage des Brandschutztags dürfte also nichts im Wege stehen.

Bei einer Führung konnten die Besucher hinter die Kulissen der Brandtechnologie blicken. Hier erläutert Michael Halfmann, Leiter Brandtechnologie, einer die Prüfung der Rauchgastoxizität.
Bei einer Führung konnten die Besucher hinter die Kulissen der Brandtechnologie blicken. Hier erläutert Michael Halfmann, Leiter Brandtechnologie, einer die Prüfung der Rauchgastoxizität.
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