22. März 2019CHEMPARK Krefeld-Uerdingen

Investitionen so hoch wie nie

CHEMPARK-Leiter Lars Friedrich zeigt sich zufrieden mit der Investition von 415 Millionen in den CHEMPARK Krefeld-Uerdingen.
CHEMPARK-Leiter Lars Friedrich zeigt sich zufrieden mit der Investition von 415 Millionen in den CHEMPARK Krefeld-Uerdingen.

Zukunftsweisend: 400 Millionen Euro in neue Anlagen und Instandhaltungsmaßnahmen investiert. Neue Projekte und Bauvorhaben in der Planung.

"Das ist das beste Ergebnis der CHEMPARK-Geschichte", fasst CHEMPARK-Leiter Lars Friedrich beim Jahresmediengespräch die Bilanz des Chemieparks zusammen. Im vergangenen Jahr investierten die Unternehmen im CHEMPARK über 400 Millionen Euro in neue Anlagen und Instandhaltungsmaßnahmen – über 100 Millionen mehr als im Vorjahr. Friedrich: "Die Unternehmen setzen auf unseren CHEMPARK und investieren kräftig. Das verdeutlicht die Attraktivität unseres Standortes und ist gleichzeitig ein wichtiges Zeichen für die Zukunft der Chemie hier in Krefeld." Die insgesamt 415 Millionen setzen sich aus 191 Millionen für neue Anlagen und 224 Millionen für Instandhaltung zusammen. Gemeinsam mit den Verbundstandorten Dormagen und Leverkusen ist der CHEMPARK Krefeld-Uerdingen einer der wichtigsten Chemiestandorte in Europa. In Summe wurden 2018 an den drei Standorten rund 1,5 Milliarden Euro investiert. "Wir blicken auf elf Jahre CHEMPARK-Geschichte und mehr als 140 Jahre Standortgeschichte zurück. CURRENTA als Chemieparkbetreiber hat sich in den vergangenen Jahren etabliert und wird diesen Kurs konsequent fortsetzen", betont Friedrich.

Größter Arbeitgeber und Ausbilder in Krefeld
Insbesondere die Zahl der Beschäftigten unterstreicht die Bedeutung des CHEMPARK als größten Arbeitgeber in Krefeld: Derzeit arbeiten dort über 8.000 Menschen, davon mehr als 5.600 Mitarbeiter bei CHEMPARK-Firmen und über 2.400 bei Partnerfirmen. Besonders profitierte im vergangenen Jahr auch der Mittelstand. Friedrich: "Viele Mitarbeiter wohnen und leben in unmittelbarer Nähe zum CHEMPARK. Mit der steigenden Zahl der Beschäftigten, die im CHEMPARK ihr Geld verdienen, steigt auch die Kaufkraft in der Region. Auch viele Pendler, die im CHEMPARK arbeiten, nehmen Dienstleistungen im Standortumfeld wahr oder kaufen Produkte in und aus der Region." Das Jahresnetto-Einkommen der CHEMPARK-Mitarbeiter entspricht einer Kaufkraft von rund 270 Millionen Euro – ein Betrag, der Krefeld und der gesamten Region zugutekommt. Dies gilt auch für die Ausbildung im CHEMPARK: 428 junge Menschen erlernen derzeit in Krefeld-Uerdingen technische und naturwissenschaftliche Berufe. Damit sind rund acht Prozent der Stammbelegschaft Auszubildende. CURRENTA als Betreiber der Ausbildung bildet nicht nur für den Eigenbedarf, sondern auch für Covestro, Lanxess und weitere Unternehmen aus. Auch duale Studiengänge werden in Kooperation mit der Hochschule Niederrhein angeboten.

NRW-Landesregierung setzt positive industriepolitische Signale
Trotz der guten Bilanzzahlen 2018 macht der CHEMPARK-Leiter klar, dass langfristig angelegte Investitionen im Krefelder Werk wie auch an den anderen beiden Niederrheinstandorten keine Selbstläufer sind. Die industriepolitischen Initiativen der schwarz-gelben Landesregierung zeigen aber schon sehr konkrete Erfolge: So konnte in einem Pilotprojekt von Lanxess im Zusammenspiel mit NRW-Wirtschaftsministerium und Bezirksregierung Köln der Prozess von der Investitionsentscheidung bis zur Erteilung der Genehmigung deutlich verkürzt werden. Was bislang rund 20 Monate dauerte, klappte jetzt für eine Produktionsanlage im Leverkusener Werk in 12 Monaten – allein durch Digitalisierung, Parallelisierung und Straffung der Verfahrensabläufe in der Behörde. "Jetzt wünschen wir uns natürlich, dass aus diesem erfolgreichen Beispiel ein grundsätzlich gültiger Verfahrensstandard wird, damit Investitionen in Innovation fortan schneller umgesetzt werden können", erklärte Friedrich.

Zur Verbesserung des Investitionsklimas holte der CHEMPARK-Leiter noch weiter aus: Ausgaben für Forschung und Wagniskapital sollten steuerlich gefördert und Schutzrechte für Innovationen weiter gestärkt werden – unabhängig von der Größe des Unternehmens. Die Hightech-Strategie der Bundesregierung müsse konsequent fortgesetzt und die naturwissenschaftliche Bildung – auch im Rahmen der Hochschulfinanzierung – ausgebaut werden. Außerdem warb Friedrich bei neuen Regelungen für einen "Innovations-Check" zur Abschätzung von Gesetzesfolgen – auf Landes- wie auf Bundesebene.

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