Betrieb 13.09.2016

Effiziente Wassernutzung im CHEMPARK

Der Kreislauf des Wassers

Der CHEMPARK Krefeld-Uerdingen vom Rhein aus gesehen.
Der CHEMPARK Krefeld-Uerdingen vom Rhein aus gesehen.

Wasser ist ein wichtiger Rohstoff für den CHEMPARK. Eine stabile Versorgung mit Wasser in einer hohen und kontrollierten Qualität ist eine entscheidende Voraussetzung für die Herstellung von Chemikalien, Dampf und Strom. Auch wenn wir im Rheinland ausreichende Wasservorräte haben, ist die sparsame Nutzung von Wasser allein schon aus energetischen Gründen geboten.

Im nordwestlichsten Zipfel des CHEMPARK Leverkusen steht, eingezäunt und von hohen Bäumen umgeben, das älteste Gebäude des CHEMPARK. Der im 19. Jahrhundert errichtete Backsteinbau beherbergt die Wasserversorgung. "Wir sorgen dafür, dass der CHEMPARK läuft", lautete die klare Botschaft von Christoph Blöcher, dem Leiter des Wasserwerkes. Und tatsächlich zeigen die produzierten Wassermengen, dass Blöcher keineswegs übertrieben hat.

Aus über 50 Brunnen zwischen Monheim und Köln-Flittard pumpt CURRENTA pro Stunde etwa 20.000 Kubikmeter Wasser in den CHEMPARK. Das reicht, um pro Sekunde 30 Badewannen zu füllen oder alle fünf Monate die Dhünntalsperre. Und dennoch ist das weniger als ein Prozent der Wassermenge, die der Rhein selbst bei Niedrigwasser in jeder Sekunde mit sich führt.

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Wasser ist nicht gleich Wasser

In einem durchschnittlichen Haushalt ist die Anzahl an Wasserarten überschaubar: Verbraucht wird in allen Bereichen nur Trinkwasser, abgeführt wird Schmutzwasser. Im CHEMPARK ist es nicht ganz so einfach: Neben Trinkwasser bereitet CURRENTA auch Betriebswasser für die Durchlaufkühlung in der Produktion der Betriebe auf, Kreislaufwasser zur Temperierung zahlreicher hitzeintensiver Prozesse sowie VE-Wasser – vollentsalztes und entgastes Wasser, das vor allem für die Dampferzeugung in Kraftwerksturbinen benötigt wird. Pro Jahr produziert CURRENTA rund 760 Millionen Kubikmeter Wasser. Das ist mehr als doppelt so viel, wie der Tegernsee fasst. Nur ein kleinerer Anteil entfällt auf VE- (28 Mio. m³) und Trinkwasser (12 Mio. m³).

Wasser sparen bedeutet weniger Energie zu verbrauchen
Flusswasswerwerk Krefeld-Uerdingen
Flusswasswerwerk Krefeld-Uerdingen

Die Versorgung der CHEMPARK-Partner mit Wasser und die Entsorgung des genutzten Wassers ist für CURRENTA mit rund 240.000 Megawattstunden ein energieaufwändiges Unterfangen. Kein Wunder, schließlich sind allein für die Wasserversorgung 900 Pumpen und Antriebe erforderlich, um in dem komplexen System aus Brunnen, Hunderten von Kilometern an Rohrleitungen, Apparaten und Behältern Drücke und Durchflüsse auf das jeweils gewünschte Niveau zu bringen. Die jährlich an den drei Standorten bewegten Wassermassen wiegen zehnmal mehr als alle in Deutschland zugelassenen Pkw zusammen – 760 Millionen Tonnen. Jede Möglichkeit, um Energie einzusparen, wird deshalb systematisch genutzt.

Rund ein bis zwei Prozent beträgt die jährliche Effizienzsteigerung in der Wasserversorgung. Die CURRENTA-Mitarbeiter tragen mit eigenen Verbesserungsvorschlägen erheblich dazu bei, dass die Technik permanent optimiert und der Energieverbrauch gesenkt wird. Beispiel Dormagen: Wie in Leverkusen und Krefeld-Uerdingen sorgen auch hier leistungsstarke Pumpen für die Förderung von Grundwasser. Nach jahrzehntelangem Betrieb stiegen die Instandhaltungskosten. Inzwischen wurden die Pumpen durch modernere, kleinere Modelle ersetzt, die weniger Strom verbrauchen "Die Bereitschaft, Prozesse zu überdenken und im Zweifel zu verändern, ist bei den Mitarbeitern enorm hoch. Davon profitieren nicht nur sie selbst und CURRENTA, sondern mittelbar auch unsere CHEMPARK-Partner", freut sich Lars Friedrich, Leiter der Wasserversorgung.

Umweltfreundlicher Wasserkreislauf

Ohne CURRENTA, kein Wasser im CHEMPARK. Das Unternehmen verantwortet den kompletten Wasserkreislauf. Und der beginnt bereits, bevor auch nur ein Tropfen Wasser gefördert worden ist. Der Grund: Die Wasserversorgung durch CURRENTA baut auf eigenen Wasserrechten für die Gewinnung. Und das ist aufwendig. Für jeden neuen Brunnen muss die wasserrechtliche Situation mit der zuständigen Bezirksregierung geklärt werden.

Erst dann kann Wasser gefördert werden. Bei der Wassergewinnung aus Brunnen wird hauptsächlich nachströmendes Rheinuferfiltrat entnommen, die Grundwasser-Ressourcen werden geschont. In den CURRENTA-Wasserwerken wird das Wasser in der benötigten Qualität aufbereitet. Ein weit verzweigtes Netz aus Rohren bringt das Wasser zu den Kunden. In verschiedenen Kanalnetzen wird das Wasser nach Gebrauch gesammelt und abgeleitet. Kühlwasser, das chemisch nicht belastet ist, wird nach Kontrolle direkt in den Rhein geleitet. Wasser, das in der chemischen Produktion eingesetzt wurde, gelangt in die Kläranlage, wird nach der Behandlung kontrolliert und dann wieder in den Rhein geleitet. Damit schließt sich der umweltfreundliche Wasserkreislauf zwischen Rhein und CHEMPARK.

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