Karriere - 27.05.2015

Chemion sorgt für Lokführer‐Nachwuchs

Die von Northrail gemietete Lok bringt 80 Tonnen auf die Waage und leistet bis zu 1000 KW. Chemion setzt sie für den leichten bis mittleren Strecken‐ und Rangierdienst ein.


Auch im CHEMPARK sind Lokführer gefragt. Hier rangieren sie Kesselwagen an die richtige Stelle im Produktionsbetrieb oder stellen Züge für den Abtransport zusammen – in der Regel streikfrei und vor allem sicher. Chemion bildet diese qualifizierten Arbeitskräfte mit einem Partner aus.


Es ist ein wenig wie beim Profi‐Fußball. Wer erfolgreich in der Chemiebranche "mitspielen" will, muss sich rechtzeitig um qualifizierten Nachwuchs kümmern. Dies hat natürlich auch längst der Chemielogistiker Chemion erkannt und vergangenes Jahr bereits zum 6. Mal Quereinsteiger zum Lokrangierführer umgeschult.

Die insgesamt zehn Teilnehmer, darunter diesmal zum Beispiel ein Kfz‐Meister und Versicherungskaufmann, eigneten sich bei der Umschulung zum "Lokrangierführer" – so die offizielle Beschreibung – die theoretischen Grundlagen zunächst bei der NIAG (Niederrheinische Verkehrsbetriebe AG) an.

Nach erfolgreicher Theorieprüfung wurden dann die Umschüler auf die Chemion‐Standorte verteilt, um das erlernte Wissen in der Praxis anzuwenden. Lutz Real, der sowohl örtlicher Betriebsleiter am Standort Krefeld‐Uerdingen als auch Ausbilder ist, erklärt: "Der Beruf des Lokrangierführers ist sehr anspruchsvoll und setzt ein breitgefächertes theoretisches Wissen voraus, das in der Praxis situationsgerecht angewendet und umgesetzt werden muss." Darüber hinaus sind die speziellen Unfallverhütungsvorschriften zu beachten.

Gerd Clemens, Betriebsleiter für Bahnlogistik bei Chemion, freut sich, dass fast alle Teilnehmer die Umschulung erfolgreich absolviert haben und nun als Lokrangierführer fest zum Chemion‐Team gehören.

FOTO‐STORY: NEUE LOKFÜHRER TRAGEN VIEL VERANTWORTUNG

Der 24‐Jährige Ibrahim Karatas hat dieses Jahr vom Koch zum Lokrangierführer umgeschult. In seiner neuen Funktion ist er im CHEMPARK Krefeld‐Uerdingen tätig.

Er findet seine neue Tätigkeit sehr interessant und freut sich, dass er bisher gesammelte Erfahrungen weiter ausbauen und intensivieren kann.

Beim Theorieteil wurden die Absolventen auch in puncto Fahrzeugtechnik fit gemacht sowie über Aufgaben des Wagenprüfers informiert. Hier kontrolliert Ibrahim Karatas den Sandvorrat, der zum Anfahren und Bremsen bei ungünstigen Schienenverhältnissen erforderlich ist.

Auch rechtlich sind die neuen Lokführer up to date, da die NIAG die Grundlagen zu allen relevanten Rechtsverordnungen sowie Fahrdienst- und Bremsvorschriften auf Bundes-, Landes- und EU-Recht vermittelte. Die Mitarbeiter im Betriebsdienst werden regelmäßig über Veränderungen informiert.

Damit alles wie geschmiert läuft, überprüfen die Lokführer die wichtigsten Stellen ihres Gefährts in regelmäßigen Intervallen selbst. Jeden Morgen werden die Triebfahrzeuge, bevor sie in den Einsatz gehen, aufgerüstet. Dazu gehört die augenscheinliche Kontrolle des Laufwerkes, der Bremsausrüstung, der Stoß- und Zugeinrichtung sowie der Aufbauten. Darüber hinaus werden Betriebsmittel wie Motoröl, Getriebeöl, Dieselkraftstoff, Kompressoröl, Hydrostatiköl und der Sandvorrat kontrolliert und gegebenenfalls ergänzt. Erst dann darf die Lok angelassen werden.

Bevor sie mit dem Betriebsdienst beginnt, muss die Güterzuglokomotive noch einige Tests bestehen. Nach dem "Bremstechnischen Vorbereitungsdienst" werden die Sicherheitstechnischen Fahrzeugeinrichtungen (Sifa, PZB) auf ihre Wirksamkeit überprüft sowie abschließend die Funkfernsteuerung im Hinblick auf Sicherheit und Funktion kontrolliert.

Der Lok-Rangierführer muss die Fahrdienstvorschrift für nicht Bundeseigene Eisenbahnen (FV-NE) beherrschen. Je nach Betrieb und Verladestelle gelten teils weitere individuelle Bestimmungen, die die Lokführer bei der Zustellung und Abholung von Bahnkesselwagen beachten.

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