Karriere - 13.04.2015

NRW-Wissenschaftsministerin informiert sich beim CHEMPARK-Nachwuchs

Das Plus an Praxis

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze tauschte sich mit Azubis aus dem CHEMPARK Dormagen über deren Werdegang aus.
NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze tauschte sich mit Azubis aus dem CHEMPARK Dormagen über deren Werdegang aus.

 

Dass die Ausbildung im CHEMPARK Vorbildcharakter hat, ist in Düsseldorf längst kein Geheimnis mehr. Deshalb sprach NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze auch direkt mit dem CHEMPARK-Nachwuchs über MINT, Master und Co. – Themen mit wachsender Bedeutung für die Zukunft der chemischen Industrie.

Wie lassen sich mehr Jugendliche für MINT-Berufe – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik – begeistern? Welche Perspektiven bieten eine Ausbildung oder ein duales Studium? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt als Svenja Schulze im Februar das Nachbarschaftsbüro CHEMPUNKT in Dormagen besuchte. Vor Ort diskutierte die NRW-Wissenschaftsministerin gemeinsam mit CURRENTA-Geschäftsführer Dr. Joachim Waldi, Wilhelm Heuken, Leiter CURRENTA Bildung, und lokalen Politikern mit einer Gruppe von aktiven und ehemaligen Auszubildenden aus dem MINT-Bereich.

Die Nachwuchskräfte berichteten Schulze von ihren Erfahrungen und schnell wurde deutlich: Zu oft gilt gerade an Gymnasien ein rein akademisches Studium als Königsweg; zu wenig erfahren Schüler über die Karriereschritte, die eine Ausbildung oder ein duales Studium ermöglichen. Deshalb sind die jungen Menschen selbst gefordert, sich zu informieren – etwa auf Messen. Aber auch die Unternehmen nahm Schulze in die Pflicht: "Gerade kleine Betriebe müssen selbst aktiv um Nachwuchs werben, zum Beispiel Praktika anbieten."

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Geringe Abbrecher-Quote bei CURRENTA
Nur etwa drei Prozent der Azubis bei CURRENTA brechen ihre Ausbildung ab.
Nur etwa drei Prozent der Azubis bei CURRENTA brechen ihre Ausbildung ab.


Wie moderne Personalgewinnung aussehen kann, zeigt das Beispiel von Florian Daschke: Ihm blieben die praktischen Versuche am Stand von CURRENTA bei einer Berufsmesse in seiner Schule im Gedächtnis. Heute ist er im zweiten Jahr seiner Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik bei dem CHEMPARK-Manager und -Betreiber. Eine Erfolgsgeschichte für beide: Azubi und Unternehmen.

"Die Ausbildung junger Menschen zählt zu den Kernkompetenzen von CURRENTA", betonte Geschäftsführer Waldi in Dormagen. Das belegen auch diese Zahlen: Das Unternehmen betreut momentan rund 2.500 Jugendliche an vier Standorten. Bemerkenswert: Nur etwa drei Prozent der Azubis brechen ihre Ausbildung ab. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 19 Prozent. Nicht nur deshalb wird CURRENTA sein Engagement für die Zukunft junger Menschen fortsetzen.

Mehr Durchlässigkeit gefordert
Die Ministerin diskutierte mit MINT-Nachwuchskräften sowie (v.l.) CURRENTA-Bildungsleiter Wilhelm Heuken, Bürgermeister Erik Lierenfeld, den Landtagsabgeordneten Rainer Thiel und CURRENTA-Geschäftsführer Dr. Joachim Waldi.
Die Ministerin diskutierte mit MINT-Nachwuchskräften sowie (v.l.) CURRENTA-Bildungsleiter Wilhelm Heuken, Bürgermeister Erik Lierenfeld, den Landtagsabgeordneten Rainer Thiel, CURRENTA-Geschäftsführer Dr. Joachim Waldi und Betriebsrat Theodor Baikowski.


Schon zu Beginn ihres Besuchs in Dormagen hatte Schulze klargestellt: "Wir in Nordrhein-Westfalen sind das industrielle Herz Deutschlands und wollen das auch bleiben." Dazu müsse das Bildungssystem durchlässiger werden oder, wie es Heuken auf den Punkt brachte: "Wir brauchen beide: Master und Meister." Denn Akademiker und Fachkräfte stünden gemeinsam für das Rückgrat der wirtschaftlichen Leistungskraft. Fachkräfte wie der duale Student Timon Jansen, der bei CURRENTA eine kooperative Bachelor-Ausbildung im Bereich Industriemechanik macht. Anspruchsvoll sei die Doppelbelastung aus Studium und paralleler Ausbildung schon, berichtete er, aber an der Uni habe ihm eindeutig der Bezug zur Praxis gefehlt.

Auch Michael Schmack, der eine Ausbildung als Elektroniker für Betriebstechnik absolviert hat, bereut seinen bisherigen Werdegang nicht: "Ich würde es genauso wieder machen." Zumal sich ihm auch ohne Studium noch spannende Perspektiven bieten: Im Mai will er die Meisterschule besuchen, um künftig Personalverantwortung übernehmen zu können.

Leistungsportfolio der CURRENTA-Ausbildung
Ein Beispiel für einen dualen Ausbildungsgang: Studium der Elektrotechnik mit Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik.
Ein Beispiel für einen dualen Ausbildungsgang: Studium der Elektrotechnik mit Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik.


Insgesamt bildet CURRENTA in über 25 Berufen im kaufmännischen, technischen und naturwissenschaftlichen Bereich aus. Hinzu kommen sieben kombinierte Ausbildungs- und Studienprogramme. Ausgebildet wird nicht nur für den Eigenbedarf, sondern auch im Auftrag von Bayer, LANXESS, TECTRION und anderen Unternehmen.

Als Dienstleister in der chemischen Industrie stehen naturgemäß die MINT-Qualifikationen im Fokus. Um den Nachwuchs gezielt anzusprechen, ist CURRENTA Kooperationen mit Schulen eingegangen und ermöglicht es den Projektteilnehmern, das eigene Schülerlabor, die Betriebe und Ausbildungsstätten zu besuchen. Außerdem engagiert sich das Unternehmen im Netzwerk "Zukunft durch Innovation", kurz zdi, und zwar an allen Standorten. Naturwissenschaften zum Anfassen lautet das Motto.

In Leverkusen betreibt CURRENTA zudem ein eigenes Berufskolleg. Dort arbeiten zurzeit rund 30 Lehrkräfte.

Mehr Informationen finden Sie auf http://www.currenta.de/leistungen/bildung.html.

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