Karriere - 09.06.2015

Zwei Karrieren: Chemielaborant Martin Marquardt gehört dem Gemeinderat von Rommerskirchen an

Machen statt Meckern

Martin Marquardt arbeitet in der Produktionsanalytik im CHEMPARK Dormagen.
Martin Marquardt arbeitet in der Produktionsanalytik im CHEMPARK Dormagen.


Nur meckern bringt's nicht. Sagt Martin Marquardt. Der 26-jährige CURRENTAMitarbeiter setzt sich als Mitglied im Gemeinderat von Rommerskirchen für die Belange der Gemeinde ein.

Einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten – das ist die Hauptmotivation seiner beruflichen und privaten Tätigkeiten. Als Chemielaborant arbeitet er seit 2012 in der Produktionsanalytik von CURRENTA. Dort analysiert er Wirkstoffe aus vier Betrieben von Bayer CropScience in Dormagen, die Pflanzenschutzmittel herstellen.

"Chemie hat mich schon immer interessiert. Mit meiner aktuellen Tätigkeit versuche ich mitzuhelfen, Pflanzen bestmöglich zu schützen und letztendlich zur Ertragssteigerung beizutragen", sagt Marquardt. "Arbeitsprozesse zu optimieren und mich für Verbesserungen einzusetzen gehört für mich dazu, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Und zwar in allen Bereichen", erzählt er.

Heißt: Auch außerhalb der Labors: Marquardt gehörte von 2010 bis 2014 der Jugend- und Auszubildendenvertretung von CURRENTA an und war von 2011 an deren Vorsitzender für Dormagen. Zudem war er von 2012 bis 2014 stellvertretender Vorsitzender der Konzern-Jugend- und Auszubildendenvertretung von Bayer. "Ich wollte immer gerne etwas in den dafür zuständigen Gremien bewegen", erklärt er.

Mit 19 startete er seine politische Karriere

2007 trat er in die SPD ein, wurde in Rommerskirchen erst zum sachkundigen Bürger ernannt und 2014 in den 32-köpfigen Stadtrat gewählt – als jüngstes Mitglied. Seit Oktober vergangenen Jahres ist er zudem stellvertretender Parteivorsitzender. Zwei bis drei Mal pro Woche ist er in Sachen "Kommunalpolitik" unterwegs, zehn Ratssitzungen und etliche Ausschuss- und Fraktionssitzungen stehen im Jahr an.

Martin Marquardt im Gespräch mit Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil.
Martin Marquardt im Gespräch mit Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil.

"Auf kommunaler Ebene kann man mit Engagement eine Menge bewegen. Mitzugestalten macht Spaß", erzählt er. Ob es um verkehrsberuhigte Zonen, Anpassung von Beiträgen zu Bildungseinrichtungen oder die Gestaltung eines barrierefreien Bahnhofs geht: In viele Themen gilt es sich einzuarbeiten. "Gerade, wenn Haushaltspolitik auf der Agenda steht, muss man viel wissen. Aber das erweitert den Horizont", sagt Marquardt, der dem Haupt- und Finanz- sowie dem Bildungsausschuss angehört.

Anstrengend? "Natürlich, vor allem, da ich im Beruf ja in Wechselschicht arbeite. Um alles unter einen Hut zu bringen gilt es, private Termine flexibel zu gestalten. Denn die Arbeit bei CURRENTA darf nicht unter meiner politischen Leidenschaft leiden", weiß er.

Und auf politischer Ebene? "Das wird mein Hobby bleiben, für das ich mich voll einsetze. Darüber hinaus möchte ich andere ermutigen, sich ebenfalls für Belange einzusetzen und ihre Meinung zu vertreten."

Machen statt Meckern – das ist und bleibt sein Motto.

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