Karriere - 27.04.2015

Projekte, Projekte, Projekte

EINE BAUINGENIEUR-KARRIERE IN DER CHEMIE

Der Entwurf für Tor 2 im CHEMPARK Leverkusen stammte auch von Kai-Uwe Thorn (links). Seit Anfang 2015 managt er das Laborgebäude Q18 in unmittelbarer Nachbarschaft.
Der Entwurf für Tor 2 im CHEMPARK Leverkusen stammte auch von Kai-Uwe Thorn (links). Seit Anfang 2015 managt er das Laborgebäude Q18 in unmittelbarer Nachbarschaft.

 

Die Grundlage für motivierte Mitarbeiter und Leistung ist Gestaltungsraum im Beruf, vor allem auch bei der Karriereplanung. Dies ist auch bei Kai-Uwe Thorn der Fall, der sich in verschiedenen Funktionen – zunächst bei Bayer und später bei CURRENTA – sukzessive weiter entwickeln konnte.

Es herrscht Ordnung auf Kai-Uwe Thorns Schreibtisch. Nicht die vom akribischen, sondern systematischen Typ. Ob dies an seinem 1993 in Weimar abgeschlossen Studium des Bauingenieurwesens oder der Mitgestaltung von Effizienzwerkzeugen bei der CURRENTA Unternehmensentwicklung liegt, darauf will sich der Wahl-Kölner aus Thüringen nicht festlegen. "Entscheidend ist für mich ein solides Wissensfundament und Flexibilität, um Stufe für Stufe voranzukommen, damit jeder Stein später an der richtigen Stelle seinen Platz findet", erklärt Thorn.

Seine ergebnisorientierte Vorgehensweise halfen dem 47-Jährigen nicht nur bei Realisierung von Bauprojekten, sondern auch seiner Karriere. Nach ersten Projekten in einem Kölner Ingenieurbüro wechselte er noch in den 1990er Jahren den Schreibtisch, und spezialisiert sich als Projektmanager bei YTONG auf schlüsselfertigen Industriebau. Die Basis dafür bildete ein von YTONG und dem READY-Mix-Konzern entwickeltes Fertigteil-Bausystem. Mithilfe der Fertigteile lassen sich in kurzer Montagezeit Gebäude für Industrie und Gewerbe errichten. Auch heute begeistern ihn noch die Möglichkeiten, die der Bau mit vorgefertigten Teilen oder Baugruppen bieten. Mit System und guter Planung sind viele Projekte sehr effizient realisierbar – vom zwei- bis dreigeschossigen Bürogebäude bis hin zum Supermarkt.

Beim Bau eines Bürogebäudes im TICONA-Werk Kelsterbach knüpfte er die ersten Kontakte in die Chemische Industrie. Ein weiterer Auslöser für Karriereplanung in dieser Branche, war die Mitarbeit am Neubau eines Hotels direkt an der heutigen BayArena. Beim Bau der Trennwand zwischen Hotel und Stadion kam Thorn mit der damaligen Bauabteilung Bayer zusammen.

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BAUEN FÜR BAYER RUND UM DEN GLOBUS

Während seiner Bayer-Zeit wirkte Kai-Uwe Thorn an Bauprojekten in Leverkusen, Zeitz und Peking mit.

Als dann im Jahr 2000 Bayer die Position eines Baumanagers ausschrieb, ergriff er die Gelegenheit. Zu seinen ersten Projekten bei der Bauabteilung Bayer gehörten u. a. der Umbau der Kantine Flittard zum Marktrestaurant, sowie die Sanierung der Seilbefestigungen des Bayer-Kreuzes in Leverkusen.

Treuer Begleiter auf Thorns Karriereweg - der ausgediente Bolzen aus der Bayer-Kreuz-Seilkonstruktion.
Treuer Begleiter auf Thorns Karriereweg - der ausgediente Bolzen aus der Bayer-Kreuz-Seilkonstruktion.

"Dieses Projekt hat mich sehr fasziniert. Galt es doch gerade eine individuelle, dauerhafte, aber auch bezahlbare Lösung für dieses Prestigeobjekt zu entwickeln", verrät Thorn. Ein schwergewichtiger Metallzylinder mit Löchern und Ösen aus der Renovierung der Drahtseilkonstruktion steht noch heute als Erinnerung auf seinem Schreibtisch im Laborgebäude Q18.

Für die Bauabteilung betreute der Bauingenieur auch Projekte außerhalb Leverkusens. So arbeitete er 2004 für einen Kunden von Bayer Technology Services in Zeitz in der Projektleitung mit. Der Bau einer Bioethanolanlage für die Südzucker AG verlangte einen straffen Terminplan. Innerhalb von 12 Monaten musste die komplette Anlage betriebsbereit sein. Zeitweise galt es bis zu 800 Arbeitskräfte zu koordinieren.

"Eigentlich hatte ich mit meiner Familie vereinbart, dass ich von der Dauerbaustelle in Sachsen-Anhalt wieder ins Rheinland zurückkehre. Daraus wurde aber nichts. Im Januar 2005 bat mich mein Chef "kurz" bei einem Bauprojekt für Bayer Health Care in Peking vorbeischauen", erzählt Thorn lächelnd. Aus dem geplanten "Kurztrip" wurde ein weiteres Jahr mit vielfältigen Herausforderungen in der Projektplanung und Bauleitung in China.

PFLEGE VON INFRASTRUKTUR UND RUSSISCHKENNTNISSEN
v. l.: Kai-Uwe Thorn, Hans-Theo Tolles, Peter Strabel und Gabriele Brodowski bei einem Ortstermin zum Projekt "Kaimauer" bei Gebäude R5 im CHEMPARK Leverkusen.
v. l.: Kai-Uwe Thorn, Hans-Theo Tolles, Peter Strabel und Gabriele Brodowski bei einem Ortstermin zum Projekt "Kaimauer" bei Gebäude R5 im CHEMPARK Leverkusen.


Wieder zurück in Leverkusen zeichnete sich der nächste Baustein in seiner Karriere ab. Kai-Uwe Thorn wirkte an der Sanierung der Kaimauer am Rhein mit. In seiner Funktion als Mitarbeiter der Basis-Infrastruktur, bei nunmehr Bayer Industry Services und dann CURRENTA, gestaltete er das Erscheinungsbild der CHEMPARK-Standorte auf vielerlei Weise mit. Das Spektrum reichte dabei von der Verlegung der Werkseinfriedigung inklusive Verlegung der Pförtnergebäude im K-Block über die Sanierung von Parkplätzen bis hin zur Reparatur der Pontonbrücke über die Wupper bei Rheindorf.

Als im Jahr 2009 CHEMPARK-Leiter Dr. Ernst Grigat einen Kollegen mit guten Russisch-Kenntnissen im Unternehmen suchte, meldete sich Thorn sofort. Eine Woche später saßen die Beiden im Flugzeug nach Moskau. Daraus ergab sich für den Thüringer der dauerhafte Wechsel in die Abteilung CHEMPARK-Entwicklung. Neben Projekten mit russischen Chemieunternehmen nahm er in den nächsten zwei Jahren Aufgaben zur Vermarktung und Entwicklung der Niederrheinstandorte wahr.

EXKURS IN DIE WELT DER ZAHLEN
Während seiner drei Jahre im Bereich Unternehmensentwicklung konzentrierte sich Kai-Uwe Thorn auf Effizienzprojekte.
Während seiner drei Jahre im Bereich Unternehmensentwicklung konzentrierte sich Kai-Uwe Thorn auf Effizienzprojekte.


Seine hohe Flexibilität stellte der Bauingenieur 2011 erneut unter Beweis als er in die CURRENTA Unternehmensentwicklung wechselte. Im Rahmen seiner Projektarbeit fokussierte er sich dort auf Wirtschaftlichkeit, leitete verschiedene Effizienzprojekte und führte ein Effizienzprogramm ein. Mithilfe von "Operational Excellence" gelang ihm der systematische Aufbau einer Effizienzdatenbank.

"Von den neu eingeführten strukturierten Methoden und Werkzeugen profitieren sowohl CURRENTA als auch ihre Kunden bereits heute wie in Zukunft", zieht Kai-Uwe Thorn zufrieden Bilanz.

EFFIZIENZWERKZEUGE HELFEN AUCH BEIM GEBÄUDEMANAGEMENT


Auf die Frage hin, wie er sein Effizienz-Know-how als Manager des CURRENTA-Laborgebäudes Q18 fortführen will, antwortet der Chef einer 21-köpfigen Mannschaft: "Auch hier sehe ich zahlreiche Möglichkeiten, im Sinne der CURRENTA und ihrer Kunden deutlich effizienter zu werden. Vor einigen Wochen haben wir im Gebäude Q18 ein Projekt zusammen mit LANXESS, Saltigo und unserer eigenen Analytik zur Senkung der Energiekosten gestartet und bereits erste Erfolge erzielt."

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