Gesellschaft - 18.05.2015

Werkfeuerwehrmann stellt Benefizkonzerte auf die Beine

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Knapp 65.000 Euro haben die "Uerdingen rockt!"-Konzerte schon für den guten Zweck zusammengetragen.
Knapp 65.000 Euro haben die "Uerdingen rockt!"-Konzerte schon für den guten Zweck zusammengetragen.


Der Krefelder Werkfeuerwehrmann Michael Höbel ist nicht nur Vater einer Tochter, sondern auch eines Benefizkonzerts. Am Samstag, den 11. April 2015, lockte sein mittlerweile fünftes "Uerdingen rockt!" rund 700 Besucher ins BayTreff. Für den guten Zweck sind dabei dieses Jahr 13.400 Euro zusammen gekommen.


Das Benefizkonzert "Uerdingen rockt!" hat sich seit 2011 zu einer festen Größe im alljährlichen Veranstaltungskalender von Krefeld-Uerdingen entwickelt. "Es freut mich, dass das Konzert mit den Coverbands "Halber Liter" und "IDEA" fast schon ein Selbstläufer ist", zieht der Initiator des Konzerts und Werkfeuerwehrmann Michael Höbel aus dem CHEMPARK Krefeld-Uerdingen zufrieden Bilanz. Spenden in Höhe von fast 65.000 Euro sind seit dem Auftaktkonzert im Jahr 2011 zusammen gekommen. Auch die 13.400 Euro aus diesem Jahr sollen, wie in den Jahren zuvor, wieder an die "Aktion Lichtblicke" gehen, die in ganz Nordrhein-Westfalen Kinder, Jugendliche und ihre Familien unterstützt, die materiell, finanziell oder seelisch in Not geraten sind.

EIGENES JUBILÄUM BRINGT DEN STEIN INS ROLLEN

Als passionierter Konzertgänger hatte Höbel schon vor einigen Jahren zusammen mit einem Freund die Idee verfolgt, Bands für ein Benefizkonzert nach Krefeld zu holen. Erste Versuche prallten jedoch immer wieder beim Management der Bands ab. Die Idee ließ den Werkfeuerwehrmann aus dem CHEMPARK Krefeld-Uerdingen aber nicht mehr los. Als der Krefelder dann 2010 gemeinsam mit Kollegen sein 25-jähriges Jubiläum bei Currenta/Bayer feierte, engagierte er seine erste Band. Wenige Tage später traf er deren Sänger wieder und konnte "Johnny & The Hot Rods" für das erste "Uerdingen rockt!"-Festival verpflichten. "Alle drei Bands, die ich bis heute für die fünf Events gewinnen konnte, überzeugte der Ansatz, Livemusik mit einem guten Zweck zu verbinden", erklärt Michael Höbel.

Die meisten Aufgaben rund um das Konzert erledigt der 47-Jährige im Alleingang – vom Sponsoren suchen über Bands verpflichten bis hin zur Organisation des Veranstaltungsraums und der Verträge. Besonders wichtig ist aber auch die Unterstützung durch seine Familie und Kollegen der Werkfeuerwehr – vor und während des Konzerts. Da das Konzert eine reine Privataktion ist, helfen der größte Teil seiner Kollegen und deren Ehefrauen in ihrer Freizeit. Dies spart Ausgaben und kommt der Spendensumme zugute. Finanziell unter die Arme greift aber auch der CHEMPARK-Betreiber CURRENTA als Hauptsponsor von "Uerdingen rockt!".

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SPÄTE BERUFUNG ZUR WERKFEUERWEHR
Michael Höbel kam zwar erst mit 35 Jahren zur Werkfeuerwehr. Seine technischen Vorkenntnisse zum Betrieb von Lüftungsanlagen waren und sind dabei von Vorteil.
Michael Höbel kam zwar erst mit 35 Jahren zur Werkfeuerwehr. Seine technischen Vorkenntnisse zum Betrieb von Lüftungsanlagen waren und sind dabei von Vorteil.


Jenseits seiner Freizeitkarriere als Rockkonzertveranstalter ist der Krefelder mit Leib und Seele Werkfeuerwehrmann im CHEMPARK Krefeld-Uerdingen. Dabei kam er erst mit 35 Jahren zu den Brandbekämpfern. Er wollte sich beruflich verändern, nachdem er die ersten 14 Jahre in der Bayerwelt Klima- sowie Lüftungsanlagen repariert, montiert und gewartet hatte. Eher per Zufall war er auf die werksinterne Stellenausschreibung für eine Ausbildungsstelle zum Feuerwehrmann aufgefallen. Den Wunsch Feuerwehrmann zu werden hegte er nicht etwa seit Kindestagen – vielmehr überzeugten ihn Mitte Dreißig die Vielfalt der spannenden Aufgaben nach Abschluss der anderthalbjährigen Ausbildung.

Als Vollmaschinist kennt er sich mit jedem Feuerwehrauto und dessen Technik aus. So überprüft Höbel Licht oder Bremsen sowie bei Löschfahrzeugen Wasserpumpe den Monitor und Generator. Zu den Kernaufgaben des Rockmusikfreundes gehört neben dem Alarmdienst, während seiner 24- Stundenschicht,  das Sachgebiet „Vorbeugender Brandschutz“. Dabei kontrolliert er in regelmäßigen Intervallen zum Beispiel die Funktionsfähigkeit von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen sowie von Steigleitungen/Wandhydranten in Gebäuden.

Ebenfalls sehr wichtig für eine effektive Brandbekämpfung sind stationäre Löschanlagen, die automatisch oder halbautomatisch beispielsweise große Lagerhallen oder Tankläger mit Wasser berieseln oder mit Löschschaum abdecken können. Diese überprüft Höbel, abhängig von der Gefährdungsklasse, zusammen mit zwei anderen Kollegen in verschiedenen festgelegten Intervallen.

Jeder Werkfeuerwehrmann hat somit sein eigenes Sachgebiet, um das er sich im Rahmen eines achtstündigen Arbeitstages kümmert. Feuerwehrleute sitzen somit nicht "auf der Wache herum", um allein auf den nächsten Alarm zu warten.

Falls Höbel wirklich mal Zeit findet, sich Gedanken jenseits der Arbeit zu machen, zum Beispiel bei den täglich zwei Stunden Sport, kreisen diese sicherlich bereits um die Organisation des nächsten "Uerdingen rockt!"-Konzerts im Jahr 2016.

Informationen zum Konzert
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