Netzwerk - 04.05.2015

Fachtagung 'Brandschutztag Schienenfahrzeuge' im CHEMPARK

Sicher Bahnfahren ohne Grenzen

Rund 240 Fachleute folgten der Einladung zum Brandschutztag 2015 im Leverkusener BayKomm.
Rund 240 Fachleute folgten der Einladung zum Brandschutztag 2015 im Leverkusener BayKomm.


Auch bei seiner elften Auflage war der 'Brandschutztag Schienenfahrzeuge', den die CURRENTA-Brandtechnologie jährlich veranstaltet, wieder gut besucht. Rund 240 Teilnehmer ließen sich jetzt im Leverkusener BayKomm von Experten aus Industrie und Forschung über aktuelle Entwicklungen im Schienenfahrzeugbereich informieren. Zahlreiche Gäste nutzten zudem die Gelegenheit, einen Blick in die Labore der Brandtechnologie zu werfen.

Hersteller von Schienenfahrzeugen und deren Zulieferer, Betreiber sowie Mitarbeiter von Prüf- und Zulassungsstellen: Für sie alle hat die jährliche Fachtagung 'Brandschutztag Schienenfahrzeuge', den die CURRENTA-Brandtechnologie organisiert, mittlerweile einen festen Platz im Terminkalender. So war das BayKomm im Leverkusener CHEMPARK auch am 23. April 2015 wieder bis auf den letzten Platz besetzt. Vor Ort informierten sich die rund 240 Gäste – die vor allem aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kamen – über den derzeitigen Veränderungsprozess bei den europäischen Brandschutzvorschriften und erfuhren, welche Konsequenzen sich daraus für die Konstruktion der Fahrzeuge ergeben.

Brandversuch an einem Schienenfahrzeugabteil
Brandversuch an einem Schienenfahrzeugabteil

Neben Fachvorträgen stand auch der fachliche Austausch im Fokus. Zudem hatten Teilnehmer, die besonders an den Prüftechniken von CURRENTA interessiert waren, am Folgetag die Gelegenheit, einen Blick in die Labore der Brandtechnologie zu werfen. "Dort haben wir demonstriert, mit welchen Verfahren wir arbeiten und wie unsere alltägliche Arbeit aussieht", so Leiter Michael Halfmann.

Die Veranstaltung war auch in ihrer elften Auflage ein voller Erfolg: "Den 'Brandschutztag Schienenfahrzeuge' besuche ich regelmäßig seit zehn Jahren und bin immer wieder begeistert von der Informationsvielfalt und -tiefe dieser Veranstaltung", berichtet Dr. Vera Taschner, bei Bayer MaterialScience verantwortlich für die Produktentwicklung flammgeschützter Polycarbonatblends (Bayblend® FR). "Es ist eine exzellente Möglichkeit, sich über den aktuellen Stand der europäischen Normungsbemühungen im Bereich der Schienenfahrzeuge zu informieren und vielfältige Kundenkontakte zu knüpfen oder zu vertiefen."

Der Termin für das kommende Jahr steht bereits fest: Am 21. April 2016 wird das BayKomm wieder zum Zentrum für Feuer, Flammen und vor allem Sicherheit.

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Europäisierung des Eisenbahnverkehrs

Im BayKomm berichteten Dipl.-Ing. Johannes Driller vom Bonner Eisenbahn-Bundesamt und Dr.-Ing. Andreas Schirmer von der Europäischen Eisenbahnagentur mit Sitz in Frankreich in ihren jeweiligen Vorträgen von regulatorischen Anforderungen, die die Europäisierung des Eisenbahnverkehrs mit sich bringt. Einfach ausgedrückt: Züge sollen quer durch Europa fahren können. Das bringt nicht nur Herausforderungen für die Infrastruktur, sondern auch für den Brandschutz mit sich. Die Vortragenden gingen vor allem auf die Zuständigkeiten im Prüfungs- und Beurteilungsprozess ein, also wer künftig Schienenfahrzeuge zulässt und auf welcher Grundlage.

Michael Halfmann, Leiter CURRENTA-Brandtechnologie
Michael Halfmann, Leiter CURRENTA-Brandtechnologie

Einen großen Anteil an der Entwicklung der europäischen Brandschutznorm für Schienenfahrzeuge hat die CURRENTA-Brandtechnologie. "Wir begleiten den Prozess bereits seit 20 Jahren, haben am Prüfkonzept mitgewirkt und mit Forschungsarbeiten wichtige Grundlagen geschaffen", berichtet Halfmann. Eine wesentliche Komponente ist dabei auch der Brandschutztag: "Hier erhalten alle, die von der Norm betroffen sind, aktuelle Informationen über regulatorische Zusammenhänge – und damit ein Bild vom großen Ganzen", erläutert Dr. Björn Bansemer, bei CURRENTA Leiter 'Fire Safety Engineering'.

Brandschutz in der Praxis

Zum Abschluss des 'Brandschutztags Schienenfahrzeuge' gaben Dipl.-Ing. Marc Feistkorn von den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK), Oliver Kemmann von Siemens Mobility und Dr.-Ing. Christian Klose von der TÜV Süd Rail GmbH praktische Beispiele rund ums Thema Brandschutz. So wird etwa in Karlsruhe gerade die Stadtbahn im Zentrum in den Untergrund verlegt. Das hat zur Folge, dass auch die Fahrzeuge umgebaut werden müssen, da in Tunneln besondere Anforderungen an den Brandschutz bestehen.

Das komplette Programm sowie weitere Fotos vom Brandschutztag finden Sie auf www.brandschutztag.de.

CURRENTA bietet über 100 genormte Brandprüfungen
Dr. Björn Bansemer
Dr. Björn Bansemer

Täglich arbeiten bei der Brandtechnologie von CURRENTA rund 20 Experten für größtmögliche Sicherheit im Alltag. Die Grundsituation ist dabei meist die gleiche: Ein Unternehmen möchte ein Material oder ein Produkt auf den Markt bringen. Die dafür nötige Zulassung bekommt es aber nur gegen Vorlage eines Brandprüfzeugnisses. Und das wiederum stellt die Brandtechnologie nach nationalen, EU- und internationalen Normen aus – wenn die Testobjekte die entsprechende(n) Prüfung(en) bestanden haben.

"Wir bieten über 100 genormte Brandprüfungen an", sagt Dr. Björn Bansemer, bei CURRENTA Leiter 'Fire Safety Engineering'. Neben experimentellen Untersuchungen besteht auch die Möglichkeit, Brände im Computer zu simulieren. Durch Simulationsrechnungen lassen sich die Auswirkungen möglicher Brände, zum Beispiel in Gebäuden, Anlagen oder Fahrzeugen prognostizieren. "Dies ist insbesondere im Hinblick auf Großbrandszenarien interessant, allein schon aus Kostengründen. Wir können nicht jedes Mal einen kompletten Zug oder Bahnhof in Brand setzen."

Mehr über die Arbeit der CURRENTA-Brandtechnologie erfahren Sie auf www.brandversuche.de.

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