Betrieb - 10.09.2015

Die Entwicklung der Containerlogistik

Als Wolfgang noch Herbert hieß


Stetig mehr Verkehr und die Ambition, ausreichend Kapazitäten zu schaffen: Die Aufgabe der Containerlogistik im CHEMPARK ist vergleichbar mit den Spurerweiterungen auf der Autobahn 3 – ist der dritte Fahrstreifen fertig, muss eigentlich schon mit dem Bau für den vierten begonnen werden.

Die Geschichte der Containerlogistik im CHEMPARK ist in gewisser Weise auch die Geschichte des industriellen Frachtgutverkehrs. Die rasante Zunahme des Containerverkehrs ab Mitte der 70er Jahre war der Grund für immer mehr Unternehmen eine eigene Containerlogistik aufzubauen. Gerade Unternehmen mit Zugang zum Wasserwegenetz erkannten schnell das enorme Potenzial der Güterschifffahrt – die Containerlogistik war geboren.

Wenn sich Gudrun Poggendorf, Betriebsleiterin Containerlogistik bei der CURRENTA-Tochter CHEMION, an diese frühen Anfänge erinnert, kommt ihr neben vielen nostalgischen Momenten und Meilensteinen in der logistischen Entwicklung vor allem auch die Skepsis in den Sinn, mit der sie die ersten Jahre konfrontiert wurde.

"Ich hatte konkrete Vorstellungen, was zu tun war. Und es war klar, dass die Entwicklung in einem Chemiepark zwingend mit dem Aufbau und der Entwicklung einer modernen Containerlogistik verbunden ist", sagt Poggendorf. Das war 1986. Zu einer Zeit, in der etwa 2.500 Container pro Monat im CHEMPARK verladen wurden, die meisten per Lkw.

Ein Lkw trägt einen, maximal zwei dieser 6x2,45 Meter großen Ladebehälter. Heute fassen die größten Seeschiffe bis zu 19.000, die kleineren Binnenschiffe, die über den Rhein in den CHEMPARK kommen, immer noch circa 500 Container.

Die ersten 20 Container

1986 war ein wichtiges Jahr für die Containerlogistik im CHEMPARK. Am Standort Leverkusen wurde Kran 'Herbert' gebaut, im selben Jahr kamen der mobile Containerkran 'Belotti' und die Einführung des Containerbügelhubwagens "Mafi" dazu. "Im März 1987 haben wir die ersten 20 Container vor dem heutigen Terminal T 2 gelöscht. Zu den vielen Lkw-Ladungen und den ersten Schiffscontainern kamen auch rund 500 Container per Bahn – jeden Monat. Wir mussten ein Konzept erarbeiten und immer schon die Entwicklung der nächsten Jahre im Blick haben", so Poggendorf.

Ab Anfang der 90er Jahre wurden zunehmend auch Flüssigkeiten in Containern transportiert und gelagert. Das neue Terminal T 2  ermöglichte erstmals die dauerhafte Lagerung von bis zu 400 Containern im heutigen CHEMPARK Leverkusen.

MAFI

MAFI

Belotti

Belotti

Containerumschlag mit Schiff

Containerumschlag mit Schiff

Gefahrgutterminal 2004 geöffnet

Im Jahr 2004 eröffnete mit 'X 90' ein weiteres Gefahrgut-Terminal mit 340 Plätzen, auf denen auch Abfallprodukte zwischengelagert werden können. Im Herbst 2005 – er hatte mit 18 Jahren gerade erst seine Volljährigkeit erreicht – wurde 'Herbert' durch den neuen Kran 'Wolfgang' ersetzt. Es folgte 2006 das Leercontainer-Terminal C 680 mit circa 600 Stellplätzen. Ein Jahr später eröffnete am Standort Dormagen mit A 940 ein weiteres Gefahrgut-Terminal. Hier ist Platz für 360 Container.

Aktuell laufen die Vorbereitungen für den Bau eines weiteren Containerterminals in Dormagen. Hier sollen einmal Stellplätze für bis zu 1.000 Container entstehen. 1.000 Container – für deren Transport wären Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre noch mehrere hundert Lkw-Fahrten nötig gewesen. Diese Menge an Containern wird heute mühelos von zwei Container- Binnenschiffen bewältigt.

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