Betrieb - 28.07.2015

Röntgenlabor der CURRENTA Analytik erweitert Leistungsangebot

Kleine Kammer mit großer Leistung

CURRENTA hat für einen Kunden ein Röntgengerät um eine Temperaturkammer erweitert, kann so noch besser dessen Anforderungen genügen und insgesamt vielfältigere Analysen anbieten.
CURRENTA hat für einen Kunden ein Röntgengerät um eine Temperaturkammer erweitert, kann so noch besser dessen Anforderungen genügen und insgesamt vielfältigere Analysen anbieten.


Dieser Ofen bietet mehr Hitze als in der Sahara und mehr Kälte als am Nordpol: Mit einer neuen Temperaturkammer hat das CURRENTA-Röntgenlabor sein Angebotsportfolio passgenau für einen wichtigen Kunden erweitert.

Enormer Aufwand: Auf dem Weg zu einem einsetzbaren Wirkstoff werden in der Pharmaindustrie tausende von möglichen Ausgangssubstanzen untersucht und verschiedenen Tests unterzogen. Eines der Verfahren, dass dabei zum Einsatz kommt, ist die sogenannte Röntgendiffraktometrie, kurz XRD (für Englisch: X-Ray Diffraction).

Laborleiterin Dr. Anna Kromm
Laborleiterin Dr. Anna Kromm

Die führt CURRENTA Analytik im eigenen Röntgenlabor beispielsweise im Auftrag des Kunden Bayer HealthCare (BHC) durch. "Für BHC untersuchen wir organische Stoffe", erläutert Laborleiterin Dr. Anna Kromm. "Sie werden mit Röntgenlicht bestrahlt. Die Strahlen werden reflektiert und gemessen. Das Ergebnis ist so etwas wie ein Fingerabdruck der jeweiligen Substanz."

Doch das Labor wollte seinem Kunden neben dieser Identitätsprüfung noch mehr bieten: "Wir erweitern unser Angebotsportfolio fortlaufend und passen es den Bedürfnissen unserer Geschäftspartner an", betont Dr. Kromm. In enger Abstimmung mit BHC wurde 2014 ein spezieller Ofen angeschafft: eine sogenannte Temperaturkammer, die direkt mit dem Röntgengerät verbunden wird. Damit können die Proben während der Bestrahlung unterschiedlich tiefen und hohen Temperaturen ausgesetzt werden.

So erhält BHC einen Überblick darüber, ob und wie sich eine Probe unter Temperatureinwirkung verändert. "Das kann zum Beispiel wichtig sein, wenn ein Wirkstoff später gekühlt werden muss. Dann weiß man bereits, wie sich die Inhaltsstoffe bei Kälte verhalten." Mit dem Ofen kann die Analytik BHC, aber auch anderen (Pharma-)Unternehmen, die organische Stoffe in einem bestimmten Temperaturspektrum untersuchen lassen wollen, ein erweitertes Analyse-Verfahren anbieten.

Passgenau für den Kunden

Für BHC bedeutet die Ergänzung des Röntgengeräts um eine Temperaturkammer einen wichtigen Schritt in der Zusammenarbeit mit CURRENTA: "Wir kooperieren seit Jahren sehr erfolgreich mit der Analytik. Einer der wichtigen Faktoren ist dabei, dass das Angebotsspektrum bei CURRENTA mit uns und unseren Anforderungen mitwächst. Dabei setzen wir auf eine enge Partnerschaft", erläutert Dr. Britta Olenik, Leiterin des Polymorphie-Labors bei Bayer HealthCare in Wuppertal. "Wir haben den Ofen mit Blick auf die Bedürfnisse bei BHC ausgiebig getestet", ergänzt Dr. Kromm.

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Von Eiseskälte zu großer Hitze
In der dem Röntgendiffraktometer vorgeschalteten Kammer lassen sich verschiedene Temperaturen und Feuchtegrade nachstellen – eine wichtige Zusatzinfo, die zum Beispiel beim Kühlen der Wirkstoffe relevant ist.
In der dem Röntgendiffraktometer vorgeschalteten Kammer lassen sich verschiedene Temperaturen und Feuchtegrade nachstellen – eine wichtige Zusatzinfo, die zum Beispiel beim Kühlen der Wirkstoffe relevant ist.

Der Ofen ist zwar kaum größer als ein Fußball, vollbringt aber erstaunliche Leistungen. Die Kammer kann mit verschiedenen Medien, etwa komprimierter Luft oder flüssigem Stickstoff, gekühlt werden und erreicht so Tiefsttemperaturen von bis -180 Grad Celsius. Aber auch Spitzenwerte von maximal +400 Grad Celsius sind möglich.
Zudem enthält die Kammer eine Befeuchtereinheit, über die mit Wasser versetzter Stickstoff in Richtung des Probenhalters einströmt. So kann in einem Temperaturbereich von 10 bis 80 Grad Celsius eine relative Feuchte von 5 bis 95 Prozent nachgestellt werden.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Proben auch im Vakuum zu untersuchen. Die Messergebnisse werden als 2D- oder als 3D-Ansicht ausgewertet. "Damit können wir auf die verschiedensten Anforderungen am Markt flexibel reagieren", betont Dr. Kromm. Zwar liegen noch keine konkreten Zahlen vor, aber die Analytikerin geht bereits jetzt von einer Umsatzsteigerung für das CURRENTA-Röntgenlabor aus.

Umfassender Methodenpool

Mit ihrem umfassenden Methodenpool unterstützt die CURRENTA Analytik die Forschung und Entwicklung ihrer Kunden. So stehen im Bereich Strukturaufklärung den Wissenschaftlern neben Röntgendiffraktometrie weitere interessante Techniken zur Verfügung, die dabei helfen, die Identität von organischen Substanzen zu bestimmen. "Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, arbeiten wir immer eng mit unseren Auftraggebern zusammen und liefern Lösungen, die passgenau entwickelt worden sind", so Leiter Dr. Stephan Konrad.

Die Leistungen der Strukturaufklärung

Einen Überblick zu den Leistungen der Strukturaufklärung der CURRENTA Analytik finden Sie hier.

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