Betrieb - 29.10.2014

Entsorger wechselt Perspektive und optimiert Prozessketten

Umweltschutz beim Kunden

Frank Merkens überprüft die Qualität des recycelten Polymergranulats
Frank Merkens überprüft die Qualität des recycelten Polymergranulats


Als traditioneller Betreiber von Entsorgungsanlagen wie Klärwerken oder Sonderabfallverbrennungsanlagen beschreitet die CURRENTA gerade Neuland. Während bislang die Optimierung der Entsorgungsprozesse im Vordergrund stand, ist nun der Blick auch auf die Optimierung der gesamten Prozesskette gerichtet - von der Herstellung über Lagerung und Transport bis hin zur Entsorgung.

Durch die ganzheitliche Betrachtung lassen sich wesentlich mehr Potentiale heben, als durch die Behandlung einzelner Prozessschritte. Deutlich wird dies an einer Prozesslösung für einen Kunden im CHEMPARK Krefeld-Uerdingen, bei der auf Anhieb die Produktionsabfälle und der Rohstoffeinsatz um rund ein Drittel verringert wurden. "Vorher wurden die im Betrieb anfallenden Polymer-Rückstände aus Anfahrprozessen extern weiterverarbeitet und mit geringerer Qualität im Markt verkauft", erklärt Joachim Beyer, Leiter des Geschäftsfeldsegmentes Recycling, Verwertung und Beseitigung und ergänzt: "Wir haben für den Kunden die Aufbereitung dieser Rückständen übernommen. Sämtliche erforderlichen Verfahrensschritte wurden hierzu genau unter die Lupe genommen. Schließlich haben wir gemeinsam mit dem Kunden zahlreiche Betriebsversuche durchgeführt, um die Anlage zur Polymeraufbereitung optimal zu gestalten."

"Auf den ersten Blick scheint es so, als ob wir uns das eigene Wasser abgraben, wenn wir als Entsorger den Kunden zeigen, wie sie weniger Abfall erzeugen können“, erklärt Hans Gennen, Leiter des CURRENTA-Geschäftsfeldes Umwelt. "Indem wir aber dazu beitragen, die Prozesse in den CHEMPARK-Betrieben weiter zu optimieren, zum Beispiel durch einen optimierten Verbund oder mehr Recycling, sorgen wir für mehr Wertschöpfung", unterstreicht Gennen. Von mehr Materialeffizienz, weniger Abfall und geringeren Herstellkosten profitiere der gesamte CHEMPARK. Dies stärke die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes mehr, als von optimierten und ausgelasteten CURRENTA-Entsorgungsanlagen allein.

Mit Blick nach vorne erklärt der CURRENTA Umwelt-Chef: "Wir sehen unsere Zukunft zwar weiterhin als verlässlichen Entsorger anspruchsvoller Stoffströme aber auch immer stärker als Partner bei der Entwicklung ressourceneffizienter Prozesslösungen zum Vorteil aller Beteiligten."

Die Projetkbeteiligten von CURRENTA-Umwelt
Die Projetkbeteiligten von CURRENTA-Umwelt
Detailblick auf die Anlage
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