Betrieb - 17.11.2015

Der große Dreh in der Dormagener Kläranlage

Hütchenspiel in XXXL

Der Behälter des Dortmundbrunnens nach vollständiger Drehung beim Einsetzen in die Stahlbeton-Tragstruktur
Der Behälter des Dortmundbrunnens nach vollständiger Drehung beim Einsetzen in die Stahlbeton-Tragstruktur


Mit drei 500-Tonnen-Kränen drehten Kranführer in der CURRENTA-Kläranlage Dormagen ein 100 Tonnen schweres Brunnengefäß und setzten es in eine Tragekonstruktion.

Für die Kollegen der Dormagener Kläranlage war der Dreh, der am 11.11.2015 auf ihrem Betriebsgelände stattfand, ein Meilenstein in einem größeren Investitionsprojekt. An diesem Tag hoben drei Riesenkräne den fast 20 Meter hohen trichterförmigen Dortmundbrunnen an, drehten ihn in der Luft und setzten ihn in eine Tragekonstruktion. Mit viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl sowie mehreren Einweisern gelang es, die tonnenschwere Last von den drei Kränen gleichzeitig anzuheben und in der Balance zu halten. Beim Einsetzen in die Stahlbeton-Struktur achteten die Einweiser darauf, dass der obere Behälterrand und dieTragstruktur exakt miteinander verzahnt wurden.

Absolutes Vertrauen

Hubert Gassen
Hubert Gassen

Für Kranführer Hubert Gassen war diese Aktion nichts außergewöhnliches. "Ich habe schon an Aktionen teilgenommen, an denen wir mit bis zu 12 Kränen gleichzeitig eine Containerbrücke gezogen habe," bemerkt Gassen. Wichtig sei es, das die Aktionen langsam umgesetzt werden und die Lastausladungen an den Kränen stimmen. Die allerwichtigsten Personen seien aber nicht die Kranführer, sondern die Einweiser. "Wir sehen von unserem Kran aus ja kaum etwas. Die Kollegen, die uns anweisen, sind quasi unsere Augen. Und denen müssen wir Vertrauen", erklärt Gassen. Daher würden nur erfahrene Kollegen diese Aufgabe übernehmen. Die Routine der Kranführer und Einweiser zeigt sich auch in dem aufmerksamen und dennoch entspannten Umgang mit dieser anspruchsvollen Aufgabe. So lautet Gassens Antwort auf die Frage, wie er sich am Morgen auf die Drehung vorbereitet hat: "Mit einem Brötchen und einer guten Tasse Kaffee".

20 Prozent mehr Reinigungsleistung

Für Umwelt-Projektleiter Lars Szuka war der Einbau des Dortmundbrunnens ein wichtiger Meilenstein für die Optimierung der Kläranlage Dormagen: "Mit dieser und weiteren Maßnahmen können wir die Rücklaufwassermenge von 300 auf 450 Kubikmeter pro Stunde erweitern und stabilisieren damit die biologische Nachklärung. Letztendlich können wir so mindestens 20 Prozent mehr Stickstoff aus dem Abwasser entfernen".

Rund sechs Millionen Euro hat CURRENTA in den Dortmundbrunnen investiert.

Bilder vom Einhebevorgang

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