Karriere 06.04.2016

Gefragte Ausbildungsexperten von CURRENTA

Stippvisite vom Minister

Besuch in den Ausbildungswerkstätten: Starthilfeschülerin Jennifer Henrichs, Dr. Alexander Wagner, Landtagsabgeordneter Rainer Thiel und Minister Rainer Schmeltzer


CURRENTA ist einer der größten Ausbilder in der Region. Regelmäßig machen sich auch Politiker ein Bild von der vorbildlichen Nachwuchsarbeit. Den Kontakt nutzt CURRENTA-Bildung, um sich für die Belange der CHEMPARK-Azubis stark zu machen – und damit für die Zukunft der drei Chemieparks in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen.


Einen Minister erlebt man als junge Nachwuchskraft nicht jeden Tag „hautnah“. Ende Februar war NRW-Arbeits-, Sozial- und Integrationsminister Rainer Schmeltzer zu Gast in der Ausbildung im CHEMPARK Dormagen und schaute unter anderem Starthilfeschülerin Jennifer Henrichs bei ihrer Arbeit über die Schulter. Ein besonderer Tag für die Jugendliche. Zudem informierte sich Schmeltzer – gemeinsam mit dem Dormagener Bürgermeister Erik Lierenfeld und dem Landtagsabgeordneten Rainer Thiel – über das breite Ausbildungsprogramm bei CURRENTA. Dabei stand auch die Vielfalt der über 20 verschiedenen Ausbildungsberufe im Fokus – insbesondere während des Rundgangs durch die technischen und naturwissenschaftlichen Ausbildungsstätten mit Geschäftsführer Dr. Alexander Wagner.

Auch für Wilhelm Heuken war der Termin keine Alltäglichkeit. Allerdings durfte der Leiter der CURRENTA Bildung mittlerweile schon so manchen hochrangigen Politiker begrüßen. Erst 2015 hatte NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze das Dormagener Nachbarschaftsbüro CHEMPUNKT besucht, um dort mit Nachwuchskräften über Ausbildungsthemen zu diskutieren.

Klare Forderungen an die Politik

Besuch in den Ausbildungswerkstätten, Abteilung Elektrotechnik

Der CHEMPARK-Manager und -Betreiber nutzt Termine wie den Ministerbesuch, um die Position der chemischen Industrie im Allgemeinen und des CHEMPARK im Besonderen zu thematisieren. "Wir haben zwei Punkte angesprochen, die uns besonders am Herzen liegen", so Heuken. Um den Erfolg der Wirtschaft in NRW und in Deutschland – und damit auch den des CHEMPARK – langfristig zu sichern, könne man nicht nur auf Akademiker setzen. "Wir brauchen beides, Master und Meister."

Ein weiterer wichtiger Aspekt: die Fokussierung auf Berufskollegs. "Ihre Rolle muss gestärkt werden", betont Heuken. Das gilt zum einen für die Infrastruktur. Als Beispiel nennt er das Berufskolleg in Leverkusen. Im Vergleich zu den staatlichen Berufsschulen überzeuge das von CURRENTA betriebene Kolleg mit modernster Ausstattung. Die Forderung bezieht sich aber auch auf das (künftige) Personal. "Vielen angehenden Lehrern ist das Berufskolleg als Arbeitsplatz gar fremd – diese Richtung für das Lehramt ist weitgehend unbekannt. Das muss sich ändern, hier ist auch die Politik gefragt. Der Beruf des Berufsschullehrers muss wieder als attraktive Jobmöglichkeit wahrgenommen werden." Daran arbeitet auch CURRENTA selbst: Das Unternehmen ermöglicht Studierenden der Uni Wuppertal die Möglichkeit einer Hospitation am Berufskolleg Leverkusen.

Ein ausführliches Interview mit Wilhelm Heuken über seine Arbeit als Vertreter von Bildungsinteressen lesen Sie hier.

Mehr IT in der Chemie
Wilhelm Heuken, Leiter CURRENTA-Geschäftsfeld Bildung

Aber auch außerhalb des CHEMPARK ist die CURRENTA-Expertise begehrt. Aus diesem Grund war Heuken nur einen Tag nach dem Ministerbesuch schon wieder mit Schwerpunkt Ausbildung unterwegs. Auf der Kölner Bildungsmesse didacta war er – gemeinsam mit Vertretern der Industrie- und Handelskammer NRW, des Lehrerverbands der Berufskollegs und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) – Podiumsgast zum Thema: "Digitalisierung: Wie verändert sie die berufliche Bildung?"

Vor Ort berichtete Heuken von den Entwicklungen bei CURRENTA. "Die Inhalte der Ausbildung werden künftig stärker denn je IT-Aspekte enthalten. Da gilt es zunächst besonders das Ausbildungspersonal zu unterstützen und es optimal vorzubereiten. Aber auch das Thema E-Learning wird uns künftig in der Ausbildungsarbeit sehr stark neue Wege ermöglichen."

Engere Vernetzung mit Kunden
Dr. Alexander Wagner, CURRENTA-Geschäftsführer

Ein ganz wichtiger Baustein auf diesem Weg ist die zunehmend engere Vernetzung der Bildung mit den CHEMPARK-Partnern. Heuken: "Wir werden uns künftig noch intensiver mit den Kunden austauschen müssen. Denn ihr Feedback zu Entwicklungen und Trends in der betrieblichen Praxis – gerade unter dem Stichwort 'Industrie 4.0' – ist für uns unerlässlich, wenn es darum geht, die angehenden Fachkräfte bereits in ihrer Ausbildung darauf vorzubereiten."

CURRENTA-Geschäftsführer Wagner brachte es beim Besuch des NRW-Arbeitsministers auf den Punkt: "Die beruflichen Anforderungen im CHEMPARK sind sehr vielfältig, und genauso gestalten wir auch unser Ausbildungsangebot – für CURRENTA selbst wie auch im Kundenauftrag für die CHEMPARK-Partner. Der Megatrend 'Industrie 4.0' ist dabei eine ganz besondere Herausforderung. Die immer stärkere digitale Vernetzung von Maschinen untereinander verlangt auch immer stärkere Akzente in der Ausbildung unserer Fachkräfte. Diese Zukunftsorientierung hat für uns Priorität."

Abbrecherquote? Verschwindend gering

CURRENTA bildet momentan rund 2.500 Jugendliche in seinen Ausbildungszentren aus. Über 800 Nachwuchskräfte starten jedes Jahr an den drei CHEMPARK-Standorten und am Bayer-Pharmastandort Wuppertal-Elberfeld, ins Berufsleben. Dazu zählen auch die Teilnehmer des bereits seit 1988 erfolgreich laufenden Starthilfe-Programms. Mit dieser Fördermaßnahme erhalten Jugendliche, die im ersten Anlauf keinen Ausbildungsplatz bekommen konnten, die Chance, fehlende Grundlagen zu erwerben beziehungsweise Defizite aufzuarbeiten, um dann in eine Berufsausbildung starten zu können "Mit dem Fitmachen von Schulabgängern im Starthilfe-Programm übernimmt CURRENTA soziale Verantwortung für zukünftige Azubis", würdigt NRW-Arbeitsminister Schmeltzer die Ausbildungsaktivitäten des CHEMPARK-Managers und -Betreibers.

Die Qualität der Ausbildung von CURRENTA lässt sich auch mit Zahlen belegen: Nur etwa drei Prozent der Azubis brechen ihre Ausbildung ab – der Bundesdurchschnitt liegt bei circa 19 Prozent.

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