Donnerstag - 14. Mai 2020
Chempark Dormagen

Gute Aussichten für das Werk am Rhein

Rückblick auf 2019: Gute Aussichten für das Werk am Rhein
Rückblick auf 2019: Gute Aussichten für das Werk am Rhein
  • Azubizahlen auf Höchstwert: Fachkräfte für die Zukunft
  • Investitionen in gesunder Höhe
  • Nettolohnsumme weiter bei rund 320 Millionen Euro
  • Entwicklung über alle drei Standorte stellt zufrieden
  • Corona-Fokus: Schutz für Belegschaft und Sicherung der Produktion
  • In einem Video fasst Lars Friedrich die Entwicklungen im Chempark persönlich zusammen: zum Video

"Der Chempark Dormagen ist gesund und hat gute Aussichten für die Zukunft", resümierte Lars Friedrich das vergangene Jahr. Im Mai verkündete der Chempark-Leiter die Kennzahlen rund um das Wirtschaftsjahr 2019 am Standort Dormagen coronabedingt nicht bei einem Präsenztermin, sondern per Videobotschaft. Friedrich: "Der Schutz unserer Belegschaft und die Sicherheit der Prozesse an unserem Standort hatten Vorrang. Wir haben zahlreiche Schutzmaßnahmen umgesetzt und hatten uns dazu entschlossen, das Thema wirtschaftliche Entwicklung in 2019 etwas zu verschieben. Jetzt greifen alle Schutzmaßnahmen und wir widmen uns gerne auch diesem wichtigen Thema."

Gründe für ein positives Fazit gibt es mehrere: "Die Zahl der Mitarbeiter ist weiter bei über 9.500 Menschen, die Anzahl der Azubis so hoch wie nie in der Geschichte des Standorts unter Chempark-Flagge. Und auch die Investitionen, die in der jüngsten Vergangenheit geprägt vom Bau neuer Anlagen und zahlreichen Instandhaltungsmaßnahmen sehr hoch waren, zahlen sich jetzt aus. Die Anlagen laufen. Gleichzeitig haben sich die Investitionen und Aufwendungen für Instandhaltungen auf einem gesunden Niveau gehalten", so der Chempark-Leiter.

342 Millionen Euro für die Zukunft am Standort
Besonders zur Mitte des vergangenen Jahrzehnts wurden im Dormagener Werk hohe Summen in neue Anlagen und Instandhaltung investiert. Und das zahlt sich noch immer aus. Denn: "Die Anlagen laufen und sind auf dem Stand der Technik", so Friedrich. Dennoch hielten sich auch 2019 die Investitionen und Aufwendungen für Instandhaltung auf einem "gesunden Niveau": Insgesamt wendeten die Unternehmen im Chempark Dormagen 342 Millionen Euro für Instandhaltungen und Investitionen auf, nennt Friedrich die Zahlen. "Diese Summe ist mehr als doppelt so hoch wie 2009 – dem Jahr, in dem das Werk in Dormagen zum Chempark geworden ist. Mit dieser beständigen Summe zeigen die Unternehmen, dass der Standort weiterhin für sie attraktiv ist und sie auf dessen Zukunft setzen."

Dies gilt nicht nur für Dormagen, sondern für den gesamten Chempark-Verbund mit den weiteren Standorten in Leverkusen und Krefeld-Uerdingen: Die Summe der Investitionen und Instandhaltungen betrug 2019 insgesamt weiterhin rund 1,5 Milliarden Euro. "Damit bleiben wir einer der wichtigsten Chemiestandorte in ganz Europa", so Friedrich.

Nettolohnsumme unverändert hoch – Mittelstand profitiert – Azubis zahlreich wie nie
Auch die Mitarbeiterzahlen reichten 2019 an das hohe Level des Vorjahrs. Zum Stichtag 31. Dezember 2019 lag die Zahl der Beschäftigten bei 9.546. Aufgrund einiger Arbeitsplatzwechsel, abgeschlossener Projekte und Ausgliederungen ist die Zahl der Stammbelegschaft leicht gesunken. Dagegen ist die Zahl der Mitarbeiter von den Chempark-Unternehmen beauftragten Firmen leicht angestiegen. Friedrich: "Darunter sind viele mittelständische Unternehmen, die aktuell ihre teilweise auch langfristigen Dienstleistungen bei uns im Werk anbieten können. Der Chempark Dormagen ist und bleibt einer der größten Arbeitgeber in der ganzen Region."

Durch die nur leicht veränderte Zahl der im Chempark beschäftigten Personen bleibt auch die Höhe der Nettolohnsumme auf dem Vorjahresniveau von knapp über 320 Millionen Euro. "Von diesem hohen Betrag profitiert auch die lokale Wirtschaft in und rund um unseren Standort", erklärt Friedrich. "Viele der im Chempark Beschäftigten wohnen und leben in unmittelbarer Nähe des Chemiewerks, was sich positiv auf die Kaufkraft der Region auswirkt", erläutert Friedrich.

Gleichzeitig konnte auch die Zahl der Azubis auf 576 weiter gesteigert werden. Zu keiner Zeit lernten mehr junge Menschen einen Beruf im Chempark Dormagen. Friedrich: "Ein Rekordwert. Wir sind einer der größten und wichtigsten Ausbilder in der Region und bilden die jungen Menschen in hochtechnisierten und spezialisierten Ausbildungszentren aus. Davon profitieren alle Beteiligten. Die erfolgreichen Absolventen sind der dringend benötigte Fachkräftenachwuchs für die gesamte Branche. Und für die jungen Fachkräfte bieten sich besonders im Chempark, aber auch bei Unternehmen außerhalb der Niederrheinwerke, interessante Perspektiven."

Chempark-Leiter Lars Friedrich verkündet erfreuliche Kennzahlen rund um das Wirtschaftsjahr 2019 am Standort Dormagen.
Chempark-Leiter Lars Friedrich verkündet erfreuliche Kennzahlen rund um das Wirtschaftsjahr 2019 am Standort Dormagen.

Corona-Krise: "Gerade jetzt muss die Chemie produzieren"
Eine Sache steht für Friedrich zudem fest: "Gerade jetzt muss die Chemie produzieren können.” Dafür gibt es aus seiner Sicht mehrere Gründe. Friedrich: "In der Corona-Krise fällt der chemischen Produktion eine wichtige Rolle zu. Medizin, Gesundheit, Hygiene, Ernährung und vieles mehr: Die Unternehmen an unseren Chempark-Standorten stellen Produkte her, die für die Menschen und die Gesellschaft besonders jetzt von hoher Bedeutung sind."

Dabei ist für Friedrich, der in seiner Funktion auch für die Sicherheit zuständig ist, eine Sache besonders wichtig: "Die wichtigsten Faktoren sind und bleiben die Menschen, die in unseren Werken arbeiten, unsere Anlagen bedienen oder für Sicherheit sorgen. Der Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen steht daher für uns und die Unternehmen im Chempark immer an oberster Stelle – das gilt jetzt natürlich in besonderem Maße.”

Aus diesem Grund nimmt Chempark-Manager und -Betreiber Currenta bei der Bewältigung der Corona-Pandemie eine zentrale Rolle innerhalb des Chempark ein. Das Unternehmen stellt einen übergeordneten Pandemie-Koordinator, leitet Krisenstäbe und koordiniert einen Austausch zwischen allen Unternehmen innerhalb der Werkszäune. Friedrich: "Zusammen mit den Unternehmen am Standort konnten wir so zum Beispiel ein Schutzkonzept etablieren, das für den gesamten Chempark gilt und allen Mitarbeitern Orientierung bietet."

Teil des Konzepts und zugleich die wohl sichtbarste Maßnahme sind die automatisierten Temperaturmessungen an den Werkszugängen. "Eine Chemieproduktion wie in unseren Werken, kann man nicht abstellen wie eine Autofabrik. Hier tragen wir eine besondere Verantwortung. Der müssen wir gerecht werden. Wir wollen für Verlässlichkeit sorgen, damit alle Beteiligten davon profitieren können und haben Maßnahmen getroffen, die dazu geführt haben, dass alle sicher weiterarbeiten können”, zieht Friedrich ein Zwischenfazit.

Gleichzeitig engagiert sich die Gemeinschaft der Chempark-Unternehmen auf vielfältige Weise in der Stadt und Region am Standort. Friedrich: "Ob nun Geld- oder Sachspenden, ehrenamtliche Hilfe oder einfach nur als ein Partner, um gemeinsam Ideen zu entwickeln und voranzubringen. Alle Maßnahmen haben zum Ziel, in dieser besonderen Ausnahmesituation den Menschen schnelle Hilfe bieten zu können."

Klimapolitische Vorgaben aus Brüssel und Berlin bedeutsam für den Chempark
Der Chempark-Leiter wies auf die massive Relevanz des zum Jahresende 2019 in Brüssel seitens der EU-Kommissionspräsidentin vorgelegten Plans für die Neugestaltung der Energie- und Klimapolitik hin. "Nun kommt es auf die konkrete Umsetzung der Ansätze aus dem ‚Green Deal‘ an. Selbstverständlich erkennen wir unsere klimapolitische Verantwortung. Allerdings darf die angestrebte Verschärfung des europäischen Treibhausgas-Minderungszieles für 2030 zu keiner Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Europa und NRW führen", führt Friedrich aus.

Gleichermaßen sind innereuropäische Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten der deutschen Standorte als Folge der in Berlin verabschiedeten Einführung einer zusätzlichen nationalen CO2-Bepreisung zu vermeiden. Dieser Punkt gewann kürzlich nochmals an Bedeutung, da zum Jahresende 2019 eine gesetzliche Erhöhung der nationalen CO2-Preise verabschiedet wurde. Diese Verschärfung wird mit dem Einsetzen des nationalen Emissionshandels ab 2021 wirksam.

Uneingeschränkte Umsetzung der Empfehlungen der "Kohle-Kommission" notwendig
Friedrich unterstrich noch einmal, dass die Empfehlungen des Abschlussberichts der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung ("Kohle-Kommission"), die auch das Land NRW maßgeblich mitgestaltet hat, viel Positives beinhalten. Es kommt nun im Rahmen der gesetzlichen Umsetzung darauf an, dass die Qualität der Energieversorgung, inklusive wettbewerbsfähiger Strompreise für alle Letztverbraucher, trotz der Stilllegung von Kohlekraftwerken gerade auch im Industrieschwerpunkt Nordrhein-Westfalen gewährleistet bleibt. "Eine angemessene Strompreisentlastung für die Industrie ist zwingend und darf nicht nur als ‚Kann-Regelung‘ ausgestaltet werden", unterstrich Friedrich.

Stärkung der Industrie während der Corona-Pandemie
"Wir sehen bereits deutlich, dass die Corona-Pandemie auch Auswirkungen auf unser industriestarkes NRW haben wird.” Es müssten Wege gefunden werden, die unkompliziert, schnell und unbürokratisch wirken. Eine Senkung der Steuerlast könnte ein Mittel sein, um die Wirtschaft zu beleben und zu stärken. "Wichtig ist uns aber, dass dies nicht einseitig zu Lasten der Kommunen erfolgt”, erklärt Friedrich. "Denn auch die Städte und Kreise haben nicht unerhebliche, zusätzliche Lasten aufgrund der Pandemie zu tragen.” Die Absenkung sollte landes- beziehungsweise bundesweit über eine Reduzierung der Gewerbesteuer-Messzahl erfolgen – auch eine zeitliche Befristung dieser Maßnahme ist denkbar. Die "Mindereinnahmen" der Kommunen müssten dabei von Land beziehungsweise Bund kompensiert werden, um wichtige kommunale Investitionen nicht auszubremsen. Diese Maßnahme würde bei allen Gewerbetreibenden ankommen und es wären auch keinerlei bürokratische Antragsformulare und damit zusammenhängender weiterer Verwaltungsaufwand erforderlich. "Dies wäre eine Maßnahme, um die Industrie trotz steigender wirtschaftlicher Herausforderungen zu stabilisieren”, resümiert Friedrich.

Beschleunigung, Bürokratieabbau und eGovernment
Die Dauer von Planungs- und Genehmigungsverfahren ist mittlerweile zu einem zentralen Kriterium für Standort- und Investitionsentscheidungen geworden. "Als Betreiber des Chempark begrüßen wir die Entfesselungsinitiative der Landesregierung und ihre Bemühungen zur Beschleunigung von Verwaltungsverfahren. Besonders wichtig ist für uns die Digitalisierung auf kommunaler Ebene”, sagt Friedrich. Veraltete Verfahrensabläufe sollten hinterfragt und auf Vereinfachungs- und Digitalisierungsmöglichkeiten hin überprüft werden. "Wir fordern eine höhere Transparenz, wie beispielsweise eine Online-Nachverfolgung, in der wir sehen können, wo das jeweilige Verfahren aktuell steht.” Die Geschwindigkeit von Genehmigungsverfahren kann nur dann steigen, wenn die Kommunen eine ausreichende Personalausstattung zur Verfügung haben. "Es muss ausgeschlossen werden, dass Bauprojekte im Chempark an zu langwierigen und komplexen Genehmigungsverfahren scheitern”, betont Friedrich.

Forderung nach Schutz für Industrieflächen
Um weiterhin ein attraktiver Chemiestandort zu bleiben, müssen Anreize zu Erweiterungen und Neuansiedelungen für die Unternehmen im Chempark geschaffen werden. "Hierfür braucht es eine aktive Standortpolitik und ein klares Bekenntnis zur Industrie”, fordert Friedrich. Durch den enormen Wohnungsmangel bestünden teilweise Vorbehalte gegenüber der Ausweisung neuer Flächen für Industrie, Gewerbe und Infrastrukturmaßnahmen. "Industrie und Wohnen müssen konfliktfrei nebeneinander bestehen können. Wenn Industrieflächen zu sehr beschränkt werden, gefährden wir zunehmend den Wohlstand und die Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden, sowie viele Arbeitsplatz”, sagt Friedrich. Der neue Landesentwicklungsplan bietet mehr "Schutz für Industrieflächen". Es komme jedoch darauf an, dass dies auch konsequent in der regionalen und kommunalen Bauleitplanung berücksichtigt werde.

Verkehrsinfrastruktur weiterhin Dauerbrennerthema
Mit Blick auf die öffentlichen Transportinfrastrukturen zeigte sich Friedrich besorgt: Es stelle sich immer mehr heraus, dass in der Vergangenheit zu wenig für den Erhalt von Straßen, Brücken, Schienen und Schleusen getan wurde. "Die chemische Industrie ist eine der transportintensivsten Branchen und als solche besonders stark auf leistungsfähige Verkehrswege angewiesen. Der Bundesverkehrswegeplan hat zwar bereits positive Akzente gesetzt", sagt Friedrich. Lobenswert zu erwähnen sind die scheinbar gut vorankommenden Planungen für den Neubau der A-40-Rheinbrücke und die schnelle Reaktion von Straßen.NRW bei dem drohenden Dauerausfall der Rheinbrücke Uerdingen. "Aber neben den jüngst bekannt gewordenen, unerfreulichen Verzögerungen zum ersten Abschnitt rund um die Baustelle der A-1-Rheinbrücke ist auch weiterhin wenig Konkretes zu den anderen beiden Abschnitten bekannt. Dadurch zu befürchtende Verzögerungen von Planungen, Genehmigungsverfahren und somit auch des Baus sind vermutlich nicht kompatibel mit den Anforderungen der Wirtschaft, die nach Planungssicherheit und möglichst schneller Umsetzung ruft. Das ist für uns nicht zufriedenstellend", so Friedrich. Außerdem sollte neben diesen Dauerbrennerthemen der Fokus auf der Schiene und auf den Binnenwasserwegen nicht außer Acht gelassen werden, damit auch hier drohende Engpässe aufgelöst werden können. "Kapazität und Leistungsfähigkeit der Bahn ist im "Normalbetrieb" schon heute grenzwertig für die Eisenbahngütertransporte unserer Branche und als Alternative für die durch immer länger werdende Extremwasserperioden des Rheins stark gebeutelte Binnenschifffahrt nicht annähernd ausreichend", erklärte der Chempark-Leiter. Immerhin sei das Thema Wichtigkeit der Binnenschifffahrtswege endlich in der Politik angekommen, wie beispielsweise der 8-Punkte-Plan des BVMI und auch das anschließende erste Arbeitsgruppentreffen der Verlader zeigen.

 

Ausgewählte Projekte und Themen der Unternehmen am Standort

Ausbildung bei ARLANXEO
ARLANXEO bietet ab September 2020 eigene Ausbildungsplätze am Standort Dormagen an. Dormagen ist mit etwa 560 Mitarbeitern der größte Standort von ARLANXEO. In Deutschland hat ARLANXEO circa 870 Mitarbeiter.

Insgesamt können rund 20 junge Menschen ihre Ausbildung bei ARLANXEO beginnen.

Die meisten Ausbildungsplätze werden für Chemikanten angeboten. Darüber hinaus ist ARLANXEO auch auf der Suche nach Auszubildenden für den Beruf als Elektroniker für Automatisierungstechnik, als Industriemechaniker sowie als Verfahrensmechaniker der Kunststoff- und Kautschuktechnik.

Die Einsatzgebiete für die Auszubildenden sind vielfältig: So werden in Dormagen Synthesekautschuke für die Reifen und Nicht-Reifen-Industrie hergestellt. Ebenso werden technische Kautschuke unter anderem für Dichtungen, Tauchanzüge, flammwidrige Kabelummantelungen und Förderbänder produziert. Zudem betreibt ARLANXEO in Dormagen ein Forschungslabor für Hightech-Kautschuke.

"Wir suchen Schulabsolventen der 10. Klasse mit einem Interesse an Chemie, Mathematik und Technik," erzählt Gerrit Mroseck, Personalleiter ARLANXEO Deutschland. "Mit einer Ausbildung bei ARLANXEO bieten wir jungen Menschen viel: eine Lehre in einem Beruf mit Zukunft, eine Vergütung nach Chemietarif und weitere Leistungen wie Zuschüsse zum Azubiticket, eine Altersversorgung und die Beteiligung am Unternehmenserfolg."

Die Stellenausschreibungen finden Interessierte unter dem ARLANXEO-Job-Portal jobs.arlanxeo.com.

Bayer: Nachhaltigkeit durch Investitionen voranbringen
Die am Standort Dormagen vertretene Landwirtschaftssparte Crop Science von Bayer setzt auf Nachhaltigkeit – sowohl im großen als auch im kleinen Maßstab. Zu den großen Aktivitäten zählt eine Investition von 100 Millionen Euro, die bis Mitte 2021 sukzessive in drei Großprojekte fließt. So wird zum einen der Fungizid-Betrieb erweitert, in dem die Anti-Pilzmittel Antracol und Bixafen hergestellt werden. Die Erweiterungsmaßnahmen für beide Fungizide führen nicht nur zu einer deutlichen Kapazitätserweiterung, sondern beinhalten Maßnahmen für eine verbesserte Abgas- und Abwasseraufarbeitung.

Ein drittes Projekt betrifft die Eisen(III)-Chlorid-Recycling-Anlage. Dort werden Abfälle, die im Rahmen des Produktionsprozesses für das Anti-Pilzmittel Prothioconazol anfallen, signifikant reduziert: Eisenchlorid wird aufoxidiert und wandert in den Produktionsablauf zurück. Hieraus resultieren unter dem Strich ein geringerer Rohstoffeinsatz und eine Verkleinerung des CO2-Fussabdrucks um rund 9.000 Tonnen im Jahr.

Mit den Investitionen leistet der Standort Dormagen einen wichtigen Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen von Bayer. Das Unternehmen will bis 2030 klimaneutral werden und dabei mitwirken, Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft deutlich zu verringern.

Für den Bayer-Standortleiter in Dormagen, Dr. Norbert Lui, bedeutet das Investment in die drei Projekte "eine Win-Win-Lösung für Wachstum und Nachhaltigkeit". Lui betont: "Wir generieren einerseits mit unserer Großinvestition einen stattlichen Produktivitätsschub. Andererseits steht nachhaltiges Handeln bei den Projekten als oberste Priorität mit ganz oben auf der Agenda. Wir möchten mit den Anwohnern von Dormagen in guter Nachbarschaft zusammenleben. In dieser Beziehung bildet der Umweltschutz ein zentrales Element."

Mehr Informationen darüber, wie Bayer Nachhaltigkeit voranbringen möchte, erhalten Sie über den Hashtag #voranbringen und auf dieser Website: https://www.bayer.de/de/nachhaltigkeit.aspx

Covestro in der Endrunde beim Deutschen Zukunftspreis
Der Werkstoffhersteller Covestro feierte 2019 in Dormagen ein besonderes Jubiläum: 50 Jahre DSD-Anlage zur Polyesterherstellung. Die Anlage stellt heute ein Kernstück im weltweiten Anlagenverbund des gesamten Unternehmens dar. Denn Polyester wird als Grundstoff für Polyurethane benötigt und diese kommen hauptsächlich in der Baubranche als Wärmedämmung, im Automobilbau für Lacke und die Innenausstattung sowie in der Sport- und Freizeitbekleidung zum Einsatz. Kein Wunder, dass – wie in den vergangenen fünf Jahrzehnten – kontinuierlich in die Kapazitätserweiterung, Modernisierung und weitere Sicherheitsmaßnahmen der DSD-Anlage investiert wird. Denn diese Kernkompetenzen aus Dormagen sind an allen Covestro-Standorten weltweit gefragt.

Große Anerkennung erntete Covestro auch mit einem neuen Verfahren zur Verwendung von CO2 als Rohstoff. Denn damit ist ein Team des Werkstoffherstellers und der RWTH Aachen in die Endrunde für den Deutschen Zukunftspreis gekommen, den renommierten Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovationen. In Dormagen betreibt Covestro bereits eine Produktionsanlage, die CO2-basierte Vorprodukte, sogenannte Polyole, für Polyurethan-Weichschaum und für Bindemittel herstellt. In den Schaumstoffkomponenten sind bis zu 20 Prozent der bisher verwendeten fossilen Rohstoffe durch Kohlendioxid ersetzt. Außer für Matratzen, Polstermöbel werden sie bereits für Unterbeläge von Sportböden verwendet. Den ersten Platz belegte schlussendlich das Team "Process Mining". Dennoch freute sich Covestro, ins Finale gekommen zu sein und sieht sich darin bestärkt, weiter intensiv an innovativen Lösungen für mehr Nachhaltigkeit zu arbeiten.

Über dieses revolutionäre Verfahren informierte Covestro zudem im vergangenen Oktober auf der größten Kunststoffmesse der Welt K 2019 in Düsseldorf. Dort stellte Covestro unter anderem vor, wie CO2 beispielsweise als Rohstoff für die Produktion von Strümpfen und medizinischen Textilien wie Pflaster genutzt werden kann, Denn gemeinsam mit Partnern hat es der Werkstoff-Spezialist geschafft, elastische Textilfasern aus thermoplastischem Polyurethan mit CO2 herzustellen. Anziehen mit CO2 ist also keine Vision mehr. Und auch das Thema Kreislaufwirtschaft steht für Covestro immer mehr im Vordergrund. So präsentierte Covestro auf der K 2019 einen Sneaker aus thermoplastischem Polyurethan, der fast komplett recycelbar ist. Das Vorprodukt für diesen nachhaltigen Sportschuh kommt aus Dormagen.

Den Weg in eine klimaneutrale Chemieindustrie geht Covestro ebenfalls weiter. So stellt der dänische Energieanbieter Ørsted Covestro ab 2025 über zehn Jahre lang hundert Megawatt Strom bereit, der aus einem Windpark vor der Insel Borkum stammen wird. Den grünen Strom nutzt Covestro, um seine Produktionsstandorte in Deutschland zu versorgen. Ein weiterer Schritt in eine nachhaltigere Zukunft!

Und auch als Arbeitgeber ist Covestro für die Zukunft gut gerüstet. Denn in einer Umfrage des Verbands angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie e.V. (VAA) wählten die eigenen Führungskräfte Covestro 2019 erneut zum besten Arbeitgeber in der deutschen Chemiebranche. Auch bei der Förderung einer offenen Unternehmenskultur liegt Covestro ganz weit vorn. Das belegt ein starker Platz vier im "DAX30 LGBT+ Diversity Index", einer Untersuchung der Berliner Uhlala-Group unter den Dax-30-Unternehmen.

LANXESS wird bis 2040 klimaneutral
In 2019 hat sich LANXESS ein ambitioniertes Klimaschutzziel gesetzt: Bis 2040 will der Spezialchemie-Konzern klimaneutral werden und seine Treibhausgas-Emissionen von derzeit rund 3,2 Millionen Tonnen CO2e abbauen. Bereits bis 2030 will LANXESS den Ausstoß um 75% Prozent gegenüber 2004 auf rund 1,6 Millionen Tonnen CO2e reduzieren. "Klimaneutralität und Wachstum stehen für uns nicht im Widerspruch", sagt Vorstandsmitglied Hubert Fink. "Wir sind weiterhin auf Wachstumskurs. Um bis 2040 klimaneutral zu werden, müssen wir jedoch zahlreiche bestehende Produktionsverfahren überarbeiten oder neue Verfahren im großtechnischen Maßstab entwickeln", ergänzt Fink. LANXESS richtet seine Forschung stärker auf klimaneutrale Prozess- und Technologieinnovationen aus. In Leverkusen plant der Konzern beispielsweise,  Verbundstrukturen zu verbessern, etwa im Bereich Wärmeaustausch zwischen den Betrieben oder bei der Abluftreinigung.

LANXESS spendet eine Million Liter Desinfektionsmittel
Der Spezialchemie-Konzern LANXESS spendete insgesamt zehn Tonnen seines hochwirksamen Desinfektionsmittels Rely+On Virkon an Krankenhäuser, Behörden und öffentliche Einrichtungen in 13 Ländern weltweit. "Bei der Auswahl der Länder haben wir darauf geachtet, wo der Bedarf besonders groß ist und wo unser Produkt behördlich zugelassen ist", erläuterte Anno Borkowsky. Das pulverförmige Produkt wird vor Ort in Wasser gelöst und reicht für eine Million Liter Desinfektionslösung. In Deutschland ging die Spende für 100.000 Liter Desinfektionsmittel an die Corona-Stabsstelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Von dort wurde das Material an Krankenhäuser und andere öffentliche Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen verteilt.

"Wir wollen mithelfen, die weltweite Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Mit unserem Desinfektionsmittel Rely+On Virkon können wir dazu einen effektiven Beitrag leisten", so Anno Borkowsky, Vorstandsmitglied bei LANXESS. "Viele Menschen, etwa Mitarbeiter in Krankenhäusern, riskieren derzeit ihre eigene Gesundheit, um das Leben anderer zu retten. Auch sie wollen wir mit unserer Spende schützen." Mit Rely+On Virkon lassen sich harte Oberflächen und Geräte, etwa in Krankenhäusern, desinfizieren. Bereits im Februar hatte LANXESS eine Tonne des Produkts an Krankenhäuser im chinesischen Wuhan gespendet.

LANXESS unterstützt Schüler und Schulen bei digitalem Chemie-Unterricht
Der Spezialchemie-Konzern engagiert sich neben der Produktspende auch an den Schulen im Umfeld seiner Standorte. In den kommenden Wochen heißt es trotz der Lockerungen wegen der Corona-Pandemie für einige Schülerinnen und Schüler weiterhin: Zuhause bleiben und am Bildschirm lernen. Dabei möchte LANXESS Schulen und Schüler unterstützen. Für insgesamt 57 Schulen hat der Konzern Lizenzen für die interaktive Online-Lernplattform 123chemie.de im Wert von mehr als 10.000 Euro bereitgestellt.

123chemie.de ist eine Art digitales Chemieregal, aus dem die Schüler Lerninhalte zu chemischem Grundwissen wählen können.  "Mit der Corona-Krise hat digitales Lernen an Bedeutung gewonnen. Um ein besseres Homeschooling zu ermöglichen, hat LANXESS schnell und unbürokratisch die Kosten für die Lizenzen übernommen", sagt Nina Hasenkamp, Leiterin der LANXESS Bildungsinitiative. "Wir haben uns für das digitale Chemieregal entschieden, weil es einen individuellen Zugang zu den Lerninhalten des Unterrichtsfachs Chemie ermöglicht. Dieses Thema liegt uns als Spezialchemie-Konzern natürlich besonders am Herzen.

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