Montag - 16. August 2021
Chempark Leverkusen

Currenta veröffentlicht eigene Messergebnisse aus dem Stadtgebiet Leverkusen und launcht online Informationsseite rund um das Ereignis in Leverkusen-Bürrig

Seit dem Ereignis am 27. Juli 2021 im Entsorgungszentrum in Leverkusen-Bürrig hat Currenta ein eigenes umfassendes Untersuchungsprogramm für Luft- und Feststoffproben durchgeführt. Das Labor der Currenta Analytik hat bislang insgesamt 63 Proben, davon 43 Luft- sowie 20 Feststoff- und Wischproben, aus der angrenzenden Nachbarschaft der Entsorgungsanlage analysiert. Bei keiner der Proben wurden gesundheitsgefährdende Konzentrationen gemessen. Eine detaillierte Übersicht der Messergebnisse entnehmen Sie dem Anhang.

Analyseergebnisse Luftproben
Für die Luftproben kamen zwei unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, um ein größeres Analysespektrum abzudecken. Insgesamt wurden die Proben auf 250 Stoffe analysiert, mit einem Gaschromatographie-Screening wurden Spuren zahlreicher weiterer Stoffe untersucht. Vier Proben wiesen Werte oberhalb der Bestimmungsgrenze auf. Bei zwei dieser vier Proben wurden sehr niedrige Konzentrationen an Toluol festgestellt. Dabei handelt es sich um ein Lösungsmittel, das unter anderem in Kraftstoffen sowie Farben und Lacken enthalten ist. Bei einer dieser Proben wurden zudem geringfügige Konzentrationen für die Stoffe Methanol und Methylcyclohexan festgestellt. In allen Fällen blieb die Konzentration unterhalb der als gesundheitlich bedenklich eingestuften Grenzwerte.

Analyseergebnisse Feststoff- und Wischproben
Feststoff- und Wischproben wurden auf den Grundstücken von Anwohner*innen unter anderem in Gärten, auf Balkonen und Terrassen, von Autos sowie auf einem öffentlichen Spielplatz und einer Rasenfläche genommen. Bei insgesamt elf dieser 20 Feststoff- und Wischproben wurden geringe Konzentrationen von Dioxin und Polycyclischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) nachgewiesen. Mit Werten unter einem Nanogramm pro Quadratmeter sind diese Funde als gesundheitlich unbedenklich einzustufen. Sieben Proben wurden gezielt auf Phosphorsäureester, die den Inhalten in Tank 3 zuzuordnen sind, untersucht. In keiner dieser Proben wurden Phosphorsäureester nachgewiesen.

In der vergangenen Woche hatte das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz NRW (LANUV NRW) bei Analysen der Pflanzen- und Bodenproben keine bedenklichen Rückstände von Chemikalien gefunden. Die Ergebnisse des LANUV NRW sowie der Currenta deuten darauf hin, dass die einzelnen Bestandteile der Chemikalien durch den unmittelbar nach der Explosion einsetzenden Brand fast vollständig zerstört oder durch die Thermik in größere Höhen getragen und dabei stark verdünnt wurden.

Currenta unterstützt weiterhin umfassend bei der Reinigung von öffentlichen sowie privaten Flächen und kümmert sich um die Säuberung von Kraftfahrzeugen, auch wenn keine der Proben gesundheitsgefährdende Stoffkonzentrationen erkennen lässt und gegen Reinigungsmaßnahmen durch die Anwohner*innen keine Bedenken bestehen.

Alle Informationen auf einen Blick
Um eine bessere Übersicht zu ermöglichen, hat Currenta heute eine neue Internetseite veröffentlicht. Unter currenta-info-buerrig.de haben alle interessierten Bürger*innen die Möglichkeit, sich über die öffentlich zur Verfügung stehenden Daten und Fakten rund um das Ereignis in Leverkusen-Bürrig zu informieren. Die Informationsseite gliedert sich in die drei Bereiche: „Was passiert ist“ - „Was wir tun“ - „Wie es weiter geht“. Die zur Verfügung gestellten Informationen werden von Currenta kontinuierlich überprüft und aktualisiert.

 

Alle Informationen zur Explosionsereignis im Entsorgungszentrum Bürrig finden Sie gesammelt unter currenta-info-buerrig.de

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Zukunftsgerichtete Aussagen
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