Betrieb 14. November 2017

Gewonnen, nicht zerronnen

Wasserproduktion im CHEMPARK

Lothar Köhler kontrolliert das Grundwasser im Rahmen des Grundwasserschutzes.

Bevor auch nur ein Tropfen Wasser von den Kunden im CHEMPARK verwendet werden kann, muss es erst einmal gewonnen werden. Diese Aufgabe übernimmt CURRENTA. Doch die Arbeit dafür beginnt bereits, wenn noch kein Brunnen gebohrt worden ist.

Eine grüne Wiese in Leverkusen, in der Ferne ein paar Häuser, Pferde laufen entspannt umher. Die einzige offensichtliche Ressource scheint hier saftiges Gras für die Vierbeiner zu sein. Doch Udo Fritz, Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft bei CURRENTA, sieht mehr: "Über die Flächen hier versickert Regenwasser, das wir in unseren Brunnen nutzen. Daher kontrollieren meine Kollegen und ich hier regelmäßig die Wasserqualität im Untergrund. So können wir hohe Nährstoffeinträge unmittelbar feststellen. Gemeinsam mit den Nutzern der Flächen können wir dann notwendige Gegenmaßnahmen abstimmen. Bislang konnten wir durch Kooperationen mit den beteiligten Landwirten die Grundwasserqualität sichern."

Wassergewinnung beginnt für CURRENTA bereits, bevor auch nur ein Tropfen im CHEMPARK angekommen ist. Der CHEMPARK-Manager und -Betreiber baut auf eigene Wasserrechte für die Förderung. Voraussetzung dafür ist ein umfangreiches Behördenmanagement, denn die wasserrechtliche Situation muss für jeden neuen Brunnen, den CURRENTA bohrt, einzeln mit der zuständigen Bezirksregierung geklärt werden. Die Brunnen sind die Grundlage für die Produktion von Trink- / Betriebswasser sowie vollentsalztem Wasser.

Erst analysieren, dann bohren

Klaus Wassmann bei einer Probennahme an einem Brunnen im Trinkwasserwerk Tannenbusch.

"Um Brunnen bohren zu können, müssen wir uns bestens mit den sogenannten hydrogeologischen Bedingungen auskennen, also mit dem Zusammenspiel und Verhalten der Grundwasserströme in Abhängigkeit von Rheinpegel und Bodenschichten", erläutert Udo Fritz. Zu diesem Zweck erkunden die Wasserwirtschaftler der CURRENTA die Voraussetzungen im Boden und erstellen detaillierte Karten. "Dabei stehen wir in engem Kontakt zu den verantwortlichen Behörden, denn die wasserrechtliche Situation erfordert immer eine fachliche und rechtliche Zusammenarbeit mit der zuständigen Bezirksregierung."

Damit eine zuverlässige Förderung sauberen Wassers mit naturnahen Aufbereitungsverfahren auch langfristig möglich bleibt, setzt sich die Wasserversorgung von CURRENTA zudem in Fachverbänden (zum Beispiel in der ARW Arbeitsgemeinschaft Rhein-Wasserwerke e. V.) für den Gewässerschutz ein. Darüber hinaus unterhält der CHEMPARK-Manager eigene Partnerschaften mit landwirtschaftlichen Betrieben, um Beeinträchtigungen der Wasserqualität zu verhindern, noch bevor sie entstehen.

Gründlichkeit beim Grundwasser

Blick auf die Pumpe im Brunnenschacht

Wird dann gefördert, ist die Überwachung der Grundwasserströme Pflicht. "Durch ein eng geknüpftes Grundwassermessstellennetz sowie mittels hydrogeologischer Modelle überwachen wir die Grundwasserströmungen im Umfeld des CHEMPARK und gewährleisten eine sichere Wasserversorgung bei gleichzeitigem Schutz des Grundwassers", betont Udo Fritz.

Hintergrundinformationen

Wasserangebot an den CHEMPARK-Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen

"Betriebswasser gewinnen wir in Krefeld-Uerdingen, Dormagen und Leverkusen vornehmlich über den Rhein", erläutert Betriebsleiter Stephan Wenders. Während Trinkwasser zahlreiche Aufbereitungsstufen durchläuft, reicht bei Betriebswasser bereits die natürliche Filtration durch das Ufer (Uferfiltrat) oder eine Kiesfiltration im CURRENTA-eigenen Flusswasserwerk (Oberflächenwasser). Kühlwasser muss zudem noch mit weiteren Stoffen versetzt werden, die zum Beispiel Korrosion und das Wachstum von Bakterien verhindern. Mehr dazu erfahren Sie in den einzelnen Artikeln zur Wassergewinnung im CHEMPARK.

Verfügbare Wasserqualitäten (nach Standort) finden Sie unter www.chempark.de/de/versorgung.html

Wasserversorgung im CHEMPARK
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