Betrieb 20. Februar 2018

Analytik setzt neuen Standard

CURRENTA-Methode zum Goldstandard erhoben

Ralf Kinkler bestückt ein HPLC/MS-Gerät mit neuen Proben.
Ralf Kinkler bestückt ein HPLC/MS-Gerät mit neuen Proben.

Die CURRENTA Analytik hat in Kooperation mit einem von der FEICA initiierten Arbeitskreis eine Analysemethode zur Bestimmung von Isocyanaten erfolgreich weiterentwickelt. Auslöser hierfür waren neue Restriktionsmaßnahmen für die industrielle und professionelle Verwendung von Isocyanaten. Die Industrie ist von der CURRENTA-Methode mehr als überzeugt.

Isocyanate finden hauptsächlich in der Polyurethan-Chemie Anwendung. Enthalten sind die chemischen Verbindungen beispielsweise in Universalklebstoffen, Schaumstoffen und Bauschaum – eingesetzt bei Dichtungs- und Isolierungsarbeiten. Da Isocyanate zu Überempfindlichkeitsreaktionen der Atemwege führen können, dämmt die Europäische Chemikalien-Behörde (ECHA) ihre industrielle und professionelle Verwendung künftig ein. Die Verwendung von Diisocyanaten ist dann nur noch nach speziellen Schulungen oder mit einer aufsummierten Konzentration von weniger als 0,1 Prozent Restmonomer in Produkten zugelassen.

Enge Kooperation bei der Methodenentwicklung

"Für die Einhaltung der Restriktionen ist eine genaue Bestimmung des Isocyanatgehalts notwendig. Bislang gab es keine allgemein anerkannte Methode für komplexe, viskose Proben", erklärt Ralf Kinkler, Sachgebietsleiter in der LC-MS/MS . "Im Auftrag des Verbands der europäischen Klebstoffindustrie (FEICA) wurde deshalb ein Arbeitskreis ins Leben gerufen mit dem Ziel, eine Methode zu finden, die die Branche in Zukunft als 'Methode der Wahl' vertritt."

Über drei Jahre wurde im Arbeitskreis an der Weiterentwicklung einer schon bestehenden Analysemethode geforscht. In enger Zusammenarbeit entwickelten die teilnehmenden Labore und Firmen diverse Verfahren weiter und beleuchteten diese von allen Seiten. Am Ende setzte sich die CURRENTA-Methode durch – in diesem Jahr erfolgte ihre Validierung. Sie wurde den Behörden von Vertretern der Industrie als beste Möglichkeit zur Bestimmung des Isocyanatgehalts in komplexen Proben empfohlen – und somit zum Goldstandard erhoben.

Hochqualifizierte Analytiker – hochwertige Ausstattung

Gerade für die Hauptanwender von Isocyanaten, wie deren Hersteller sowie Klebstoff- und Baufirmen, ist die Validierung der CURRENTA-Methode für die zwei häufigsten Diisocyanate (TDI und MDI) ein wichtiger Erfolg. Denn dadurch wurde die nötige Voraussetzung für die genaue Bestimmung des aufsummierten Isocyanatgehalts geschaffen, was den Hauptanwendern wiederum ermöglicht, die neuen gesetzlichen Beschränkungen einzuhalten.

Die enge Kooperation mit dem FEICA-Arbeitskreis war für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts zentral. Zudem war für die Realisierung auch die hochwertige technische Ausstattung der CURRENTA-Labore entscheidend: Mit einer speziellen Kopplungstechnik, der LC-MS/MS (Liquid-Chromatographie-Massenspektrometrie/Massenspektrometrie), konnten besonders exakte und zuverlässige Ergebnisse erzielt werden. Nicht zuletzt ist der Erfolg auf die erfahrenen und hochqualifizierten Analytiker von CURRENTA und ihre Expertise zurückzuführen.

Hintergrundinformationen

Kurzinterview mit Ralf Kinkler, Sachgebietsleiter in der LC-MS/MS
Ralf Kinkler

Was bietet die CURRENTA-Methode den Analytik-Kunden?
Sie bietet unseren Kunden ein sicheres Nachweisverfahren für Isocyanat-Restmonomere in einer komplexen Matrix. Insbesondere liefert die CURRENTA-Methode zuverlässige Ergebnisse in Bezug auf das Restriktionslevel von 0,1 Prozent – den gesetzlich zulässigen Wert der Summe aller vorkommenden Diisocyanate. Unsere Methode ist für die Gehaltsbestimmung von monomeren Diisocyanaten im Spurenbereich international anerkannt.

An wen richtet sich das Angebot hauptsächlich?
Die CURRENTA-Methode ist für alle Firmen relevant, die Isocyanate herstellen oder weiterverarbeiten. Mit unserer Analysemethode können besonders niedrige Gehalte an monomerem Diisocyanat bestimmt werden. Das ist für die Hauptanwender von Isocyanaten besonders wichtig, um künftig den gesetzlich festgelegten Grenzwert einhalten zu können.

Was sollten Kunden noch zur CURRENTA-Methode wissen?
Die Methode wurde validiert für die Isocyanatanalytik in Prepolymeren. Wir können aber auch in vielen anderen Produkten und Versuchsmustern Diisocyanate nachweisen. Der Nachweis von Diisocyanaten und ihren Aminen im Ultraspurenbereich stellt für uns kein Problem dar. Auf diese Weise konnten wir unseren Kunden bereits bei vielen Fragestellungen behilflich sein. Sprechen Sie uns einfach an, wann immer Sie eine analytische Fragestellung in Bezug auf Diisocyanat-Analytik haben.

Alle Leistungen der CURRENTA-Analytik auf einen Blick

Eine fachgerechte Analyse ist bei allen Schritten der industriellen Produktion in der Chemie und bei Arzneimitteln unverzichtbar. Die CURRENTA-Analytik begleitet mit ihren Analysen die komplette industrielle Prozesskette – von der Forschung und Entwicklung über die Prüfung von Rohstoffen, Zwischen- und Endprodukten bis hin zur Freigabeprüfung und Entsorgung. Dank erfahrener Analytikspezialisten, dem starken Analytik-Methodenverbund und modernster Laborausstattung entwickelt die CURRENTA-Analytik für jede Anforderung eine passgenaue Lösung.

Ausführliche Informationen zu den Leistungen der CURRENTA-Analytik finden sich unter www.analytik.currenta.de

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