Betrieb 4. Dezember 2018

Das kalte Herz der Produktion

Eines der wichtigsten CUBE-Teilprojekte

Über die Rohrbrücken fließt das Kältemittel aus der “würfelförmigen“ und primär für CUBE gebauten Kältezentrale in die verschiedenen Produktionsanlagen des CHEMPARK.
Über die Rohrbrücken fließt das Kältemittel aus der “würfelförmigen“ und primär für CUBE gebauten Kältezentrale in die verschiedenen Produktionsanlagen des CHEMPARK.

Unabhängig von Wind und Wetter benötigen die Produktionsbetriebe im CHEMPARK das ganze Jahr über Dampf und Kälte. Die dritte in Dormagen gebaute Kältezentrale erhöht die Verfügbarkeit, sorgt für mehr Flexibilität und besitzt eine Ausbaureserve.

400 Tonnen Stahl, 900 Meter Rohrleitungen, 9.000 Meter Kabel und 6,6 Megawatt Kälteleistung – das sind die Eckdaten des eiskalten Würfels – der neuen CURRENTA-Kältezentrale im CHEMPARK Dormagen. Insgesamt investierte der Standortbetreiber im Rahmen von „CURRENTA unterstützt Bayer-Erweiterung“ (CUBE) rund 50 Millionen Euro in die Ver- und Entsorgungsinfrastruktur vor Ort.

Im größten Teilprojekt, der Kältezentrale, wird das Ammoniak auf einen Druck von 14 Bar verdichtet und verflüssigt. Auch von der dritten Zentrale im Westwerk wird das Kältemittel in die Betriebe gepumpt, wo es entspannt wird. Dort wird es unter Wärmeaufnahme gasförmig und steht so verschiedenen Anwendungen als Kältelieferant zur Verfügung. Das gesamte Kältenetz im Dormagener Werk erreicht eine Länge von rund 20 Kilometern.

Bauprojekt für heute mit Potenzial für morgen

"Dem Wachstum am Standort und dem steigenden Bedarf unserer Kunden, zuvorderst der Bayer-Division Crop Science, tragen wir mit der neuen Kältezentrale Rechnung. Und mit Blick in die Zukunft haben wir erweiterungsfähig geplant: Es ist noch Platz für einen dritte Verdichtereinheit und neben dem Gebäude noch einmal für zwei weitere", erklärt CURRENTA-Projektleiter Dr. Holger Gedanitz. "Denn Kälte ist für die Chemieindustrie ebenso wichtig wie Strom, Dampf oder Wasser – sei es, um die Abwärme von Reaktionsprozessen abzuführen oder um eine stabile niedrige Temperatur in Logistikbereichen zu gewährleisten", so der Ingenieur.

Investitionen in CHEMPARK-Infrastruktur ermöglicht Wachstum

"Eine moderne Infrastruktur und eine ständig verfügbare Ver- und Entsorgung sind für die Produktion von Crop Science extrem wichtig", bestätigt Dr. Norbert Lui, Leiter des Bayer- Standorts im CHEMPARK Dormagen. "Wir betreiben ein saisonales Geschäft, und wenn der Kunde unsere Produkte ordert, müssen wir just-in-time liefern können. Die neue Kälteanlage nach modernstem Industriestandard ist dafür eine elementare Voraussetzung."

Das CUBE-Projekt ist beispielhaft für die Aufgaben des CHEMPARK-Managers und -Betreibers. "In den vergangenen viereinhalb Jahren haben wir systematisch unsere Ver- und Entsorgungsinfrastruktur ausgebaut, um das Wachstum der Pflanzenschutz-Division von Bayer am Standort Dormagen zu begleiten", erläutert CURRENTA-Geschäftsführer
Dr. Günter Hilken.

CURRENTA-Projektleiter Dr. Holger Gedanitz in der neuen Kältezentrale.
CURRENTA-Projektleiter Dr. Holger Gedanitz in der neuen Kältezentrale.
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