Netzwerke 18. Dezember 2018

Nachhaltig klärende Partnerschaft

Gemeinsam betreiben und profitieren

Im Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen wird das Betriebsabwasser aus dem CHEMPARK zusammen mit dem kommunalen Abwasser von bis zu 400.000 Einwohnern aus Leverkusen, Leichlingen, Burscheid sowie aus Teilen von Solingen und Bergisch Gladbach geklärt.
Im Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen wird das Betriebsabwasser aus dem CHEMPARK zusammen mit dem kommunalen Abwasser von bis zu 400.000 Einwohnern aus Leverkusen, Leichlingen, Burscheid sowie aus Teilen von Solingen und Bergisch Gladbach geklärt.

Der CHEMPARK-Betreiber CURRENTA und der Wupperverband setzen ihre bewährte Zusammenarbeit bei der Reinigung von industriellen und kommunalen Abwässern fort, indem sie unlängst den Kooperationsvertrag frühzeitig verlängert haben und Planungen für den Ausbau der Nachklärung vorstellen.

Seit einem halben Jahrhundert wird in Leverkusen-Bürrig sowohl das Abwasser aus dem Chemiepark als auch von nahezu einer halben Millionen Nachbarn sicher und effizient in einer Kläranlage geklärt. Klarer Beleg für die gut funktionierende Partnerschaft von Kommune und Industrie oder neudeutsch Public-Private-Partnership (PPP) ist jetzt die vorzeitige Verlängerung derselbigen. Denn Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbandes und CURRENTA-Geschäftsführer Dr. Alexander Wagner haben Anfang des Monats einen neuen Kooperationsvertrag für weitere 13 Jahre bis 2031 unterzeichnet.

Gemeinsam in die Zukunft: Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbandes (r), und Currenta-Geschäftsführer Dr. Alexander Wagner freuen sich über die Fortführung der Kooperation im Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen.
Gemeinsam in die Zukunft: Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbandes (r), und Currenta-Geschäftsführer Dr. Alexander Wagner freuen sich über die Fortführung der Kooperation im Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen.

Gemeinsam klärt es sich besser

Alexander Wagner hebt hervor: "Aus der Fortführung der Kooperation ergeben sich wirtschaftlich bedeutende Vorteile für beide Partner. Auch im Zukunft werden die Synergien im Fokus stehen, die sich durch einen Klärprozess für CHEMPARK- und regionale Abwässer statt zwei parallel laufenden ergeben." "Die gemeinsame Reinigung kommunaler und industrieller Abwässer in der Gemeinschaftskläranlage Leverkusen ist ein Musterbeispiel für eine jahrzehntelange, erfolgreiche Zusammenarbeit von Industrie und Wupperverband", ergänzt Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbandes.
Nicht nur ökonomisch, sondern auch verfahrenstechnisch zahlt sich die Kooperation aus. Zusammen lassen sich Kommunal- und Industrieabwässer einfacher reinigen, Umweltauflagen sicher einhalten sowie das Großklärwerk besser instandhalten und modernisieren.

Investitionen in Nachklärung

Ein gutes Beispiel dafür ist das aktuelle Projekt ONKL. Durch die Optimierung der Nachklärkapazität der Kläranlage Leverkusen wird sich das Abwasser ab 2021 noch sicherer und energiesparender klären lassen. Betriebsleiter Dr. Robert Friebe erklärt: "So wird die Phosphorfracht um 20 Prozent im Ablauf der Kläranlage sinken sowie der Abwasserreinigungsprozess weniger durch die auch in Deutschland immer häufiger auftretenden Starkregenereignisse beeinträchtigt."

Bei der Planung wurde auch besonders darauf geachtet, überflüssige Energieverbrauche zu verhindern – möglichst auf den Einsatz von Pumpen zu verzichten unter Nutzung des Gefälles. Künftig sollen auch die bestehenden Dortmundbrunnen nur noch bei Bedarf mit Abwasser bepumpt werden. 

Rund 9 Millionen Euro sollen investiert werden, in erster Linie für ein Rundbecken mit 56 Metern Durchmesser und 8.000 Kubikmetern Kapazität, das südwestlich nahe der bestehenden Nachklärbecken gebaut werden soll.
"Durch die höhere Nachklärkapazität steigt auch die Betriebssicherheit", betont Friebe. Durch mehr Flexibilität könne besser auf Schwankungen im Zulauf und Störungen reagiert werden sowie Revisionen und Stillstände mit weniger Einfluss auf die Anlagenverfügbarkeit durchführen.

Mithilfe der neuen Fällmitteldosieranlage, die CURRENTA unter Realbedingungen im Rahmen einer Hochschulpartnerschaft getestet hat, wird sich das in Gemeinschaftskläranlagen gelegentlich zu beobachtende Phänomen der Schwimmschlammbildung noch besser beherrschen lassen.  

"Mit ONKL schaffen wir sowohl die Grundlage für die Fortsetzung des Vertrages mit dem Wupperverband als auch für ein weiterhin hohes Niveau in punkto Betriebssicherheit und Umweltschutz", verspricht der Kläranlagenleiter.

Vor Baubeginn gilt es aber noch, die Öffentlichkeit ins Boot zu holen. Nach Vorstellung im Nachbarschaftsbüro Chempunkt folgt die öffentliche Auslage der Unterlagen Anfang 2019 im Leverkusener Rathaus.

Von Optimierung (orange) und Neubau (rot) betroffene Bereiche im Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen-Bürrig.
Von Optimierung (orange) und Neubau (rot) betroffene Bereiche im Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen-Bürrig.
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