Betrieb, 15. November 2019

Neues Fahrzeug macht CHEMPARK noch sicherer

Werkfeuerwehr setzt auf spezielle Löschtechnik

Das Turbinenlöschfahrzeug (TULF) erzeugt mit seiner ausfahrbaren Turbine einen Nebel aus Wassertropfen, mit dem sich Brände schneller löschen oder auch Rauch und Dämpfe besser niederschlagen lassen.
Das Turbinenlöschfahrzeug (TULF) erzeugt mit seiner ausfahrbaren Turbine einen Nebel aus Wassertropfen, mit dem sich Brände schneller löschen oder auch Rauch und Dämpfe besser niederschlagen lassen.

Zu den Stärken der Werkfeuerwehr gehören Sonderfahrzeuge, die auf die spezifischen Sicherheitsaufgaben im CHEMPARK zugeschnitten sind. Mit seinem neuen Turbinenlöschfahrzeug in Leverkusen hebt die CURRENTA das Sicherheitslevel noch weiter an.

Das am 7. November 2019 im CHEMPARK Leverkusen in Dienst gestellte Turbinenlöschfahrzeug, kurz TULF, zeichnet sich durch seine Aerosoltechnik aus. Wie schon der Name vermuten lässt, besitzt der knapp elf Meter lange 30 Tonner eine Turbine. Sie verwandelt pro Minute zwischen 1.500 und 4.000 Liter Löschwasser in einen Nebel aus feinen Wassertropfen mit einem Durchmesser von durchschnittlich 400 Mikrometer. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel Feuer in bis zu 80 Meter Entfernung, aufgrund der erhöhten Oberfläche des zerstäubten Wassers, effektiver und somit schneller löschen.

Schnell einsatzbereites Löschfahrzeug

Um das TULF zum Einsatzort zu fahren und dort zu bedienen ist lediglich ein Maschinist erforderlich. "Dort angekommen ist es bereits 90 Sekunden später, nach Ausfahren der Turbine, betriebsbereit", erläutert Projektleiter Sven Marberger, Sachgebietsleiter Technik im CHEMPARK Leverkusen. Der fahrzeugeigene 5.500 Liter fassende Löschwassertank ermöglicht eine autarke Brandbekämpfung für etwa die ersten drei Minuten. Danach garantieren Hydranten sowie eine mobile Tankstelle die Ausdauer des Feuerwehrautos.    

Maßgeschneidert für viele Feuerwehraufgaben

Brandschutzleiter Stephan Hummel erklärt: "Mit dem TULF verfügen wir über ein Fahrzeug, das speziell auf die Anforderungen am Standort Leverkusen zugeschnitten ist.“ Denn das weltweit einzigartige Feuerwehrfahrzeug eignet sich für weit mehr als das noch schnellere Löschen von Bränden. So kann es zum Beispiel bei einem Brand zum Kühlen benachbarter Behälter oder Anlagenteile eingesetzt werden. Darüber hinaus bietet es die Möglichkeit, Rauchwolken oder Dämpfe von ausgetretenen Stoffen effektiv nieder zu schlagen.

Ein Gewinn für die Sicherheit im und um den CHEMPARK

"Mit dem TULF bekommt unsere Werkfeuerwehr ein Fahrzeug, das durch seine besondere Technik die Sicherheit für Mitarbeiter, Umwelt und Sachanlagen weiter erhöht“, fasst Lars Friedrich, CHEMPARK-Leiter, den Nutzen des Sonderfahrzeuges zusammen. Wie bei jedem Einsatz erhalten betroffene Betriebe eine Warnung, jedoch ergänzt um einen Hinweis auf die, aufgrund der Turbinengeräusche, zusätzlich zu ergreifenden Gehörschutzmaßnahmen.

"Wie in unserem Film zu sehen ist, haben wird das TULF auf einem Trainingsgelände auf Herz und Nieren getestet und intensiv den Einsatz unter Praxisbedingungen geprobt“, berichtet Hummel. Auch in Zukunft werde man regelmäßig im CHEMPARK üben müssen, was nicht zu überhören sein wird.

Das TULF wurde zwar speziell für den CHEMPARK Leverkusen angeschafft, könnte aber auch jenseits des Werkszaunes zum Einsatz kommen. Lars Friedrich ergänzt: "Wir stehen in engem Austausch mit den Kommunen. Wenn unsere Hilfe gebraucht wird, fahren wir raus und unterstützen. Teil des CHEMPARK-übergreifenden Fahrzeugverbundes ist es sowieso.“

TULF und Turbolöscher sind verwandt

"Sowohl der Turbolöscher in Dormagen als auch das TULF in Leverkusen setzen auf Turbinentechnik. Beim TULF stammt diese jedoch nicht aus einem Flugzeug, sondern es handelt sich um eine kompaktere Sonderanfertigung, die beim Bereitmachen auch an den Lärm eines startenden Flugzeuges erinnert.

Bei der Konzeption des TULF wurde auch die lokale Infrastruktur des Standort Leverkusens berücksichtigt. Deshalb wurde das Fahrzeug im Vergleich zum Turbolöscher kompakter und wendiger geplant. Somit kommt das zweite Turbinenlöschfahrzeug nah an Einsatzstellen heran und kann Ereignisse, wie bereits beschrieben, aufgrund der enormen Reichweite vielfältig bekämpfen.

Das TULF-Video

Weitere Informationen

Sie wollen noch mehr über das neue Turbinen-Löschfahrzeug im CHEMPARK Leverkusen erfahren. Dann klicken Sie bitte hier, um auf die TULF-Internetseite zu gelangen.

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