Betrieb, 26. Mai 2021

Doppelpack sichert Entsorgung

Optimierung der Rauchgasreinigung

Der zweite Elektrofilter am Haken, auf seinem Weg in die Rauchgasreinigung der SAV.

Durch Einbau eines zweiten Elektrofilters in der Sonderabfallverbrennungsanlage (SAV) können Unternehmen im CHEMPARK Leverkusen noch nachhaltiger produzieren. Das Zusammenspiel beider Filter sowie die jetzt noch leistungsfähigere Aerosolsolabscheidungstechnik erhöhen die Entsorgungssicherheit und sichern das Einhalten künftiger Umweltvorgaben.

Die Sonderabfallverbrennungsanlage (SAV) 1 der CURRENTA in Bürrig verfügt seit Anfang des Jahres über einen weiteren Elektrofilter. "Der schon vorhandene 30 Jahre alte Filter wurde durch einen zweiten Elektrofilter ergänzt, um die Verfügbarkeit zu erhöhen, auf dem neuesten Stand der Technik zu sein und um zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden", erklärt Daniel Schmitz, der als Leiter des Technischen Büros Sonderabfallverbrennung bei Operations Ver- und Entsorgung (OVE) den Einbau eines zweiten Filters angeregt und begleitet hatte.

Gut gerüstet für künftige Umweltziele

Dank des neuen Elektrofilters in der Rauchgasreinigung ist die CURRENTA auch für zukünftige niedrigere Grenzwerte gut gerüstet. Denn in den Aerosolen, einer Mischung aus festen und flüssigen Teilchen, befinden sich unter anderem schadstoffhaltige Stäube, die nicht in die Umwelt gelangen dürfen.

Die Investition von insgesamt 3,6 Millionen Euro sorgt zudem für Entsorgungssicherheit auf Kundenseite. "Wir arbeiten jetzt nicht mehr an der Leistungsgrenze des alten Kondensations-Elektrofilters. Dank der Redundanz durch das flexible Umschalten von einer auf die andere Rauchgasreinigungslinie müssen wir bei Störungen nicht mehr die vorgeschaltete Verbrennungsanlagen abfahren. Das passierte im Jahr an durchschnittlich vier bis fünf Tagen", erzählt der promovierte Dipl.-Ingenieur.  

Alle Tests erfolgreich bestanden

Der Blick ins Innere lässt die Funktionsweise eines Elektrofilters erahnen. In ganz vielen Rohren verlaufen Drähte, die unter Hochspannung gesetzt werden. Dadurch werden die seit Corona vielen bekannten Aerosole im Luftstrom ionisiert. Infolgedessen bewegen sie sich zu den Rohroberflächen, um dort als Tropfen abgeschieden sowie als Kondensat abgeführt zu werden.

Alle Tests erfolgreich bestanden

Der schwarze Zylinder mit viel Metall und Kunststoff im Innern filtert nicht nur zuverlässiger, sondern kann dank besserer Technik, fortschrittlicher Werkstoffe und moderner Steuerung deutlich mehr. Das hat sich schon bei der Heiß-Inbetriebnahme im Januar dieses Jahres angedeutet. Seitdem läuft der Staubfänger ununterbrochen und überzeugte durch seine hundertprozentige Verfügbarkeit. Zum Ende des Probebetriebs begab sich der Elektrofilter Mitte Februar auf Leistungsfahrt. Das unabhängige Messinstitut Aneco aus Mönchengladbach attestierte eine sehr gute Filterleistung.

"Der Filter arbeitet sogar noch besser als erwartet. Da wir nun einen höheren Volumenstrom pro Stunde verarbeiten können, lassen sich auch mehr Aerosole abscheiden. In Summe bedeutet das, dass die CURRENTA rauchgasseitig mehr Abfall entsorgen kann", freut sich Daniel Schmitz über den neuen Elektrofilter.

x CURRENTA CURRENTA zum Home-Bildschirm hinzufügen:
drücken und dann Zum Home-Bildschirm.