Netzwerke, 11. Mai 2022

Westnetz und CURRENTA weihen Knotenpunkt für Energieversorgung ein

CHEMPARK Dormagen

v. l.: Patrick Wittenberg (Geschäftsführer Westnetz), Erik Lierenfeld (Bürgermeister Dormagen), Hans-Jürgen Petrauschke (Landrad des Rhein-Kreises Neuss) und Hans Gennen (CURRENTA Geschäftsführer) eröffnen die neue Anlage offiziell. 

Zwei Jahre nach der Grundsteinlegung - und damit exakt wie geplant- wurde am CHEMPARK-Standort Dormagen eine der modernsten 110.000 Volt-Einspeiseschaltanlagen fertiggestellt und Anfang Mai offiziell eingeweiht. CURRENTA investiert selbst rund 30 Millionen Euro in neue Netze.

Im Zeitplan, im Budget, bei laufendem Betrieb – das Projekt wurde zurecht von allen Beteiligten als Erfolg bewertet. Mit der neuen 110KV-Schaltanlage am Parallelweg sichert der Verteilnetzbetreiber Westnetz für CURRENTA eine zukunftssichere Stromversorgung am Standort in Dormagen. Westnetz hat für insgesamt rund 53 Millionen Euro in das Hochspannungsnetz investiert und mit der Hochspannungsschaltanlage eine der modernsten Knotenpunkte der industriellen Energieversorgung geschaffen. Deutschlandweit ist die Anlage mit 41 Schaltfeldern die größte ihrer Art. Gleichzeitig verbessert die Anlage die Stromversorgung in der gesamten Region.

CURRENTA investiert selbst – Kunden und Region profitieren

CURRENTA-Geschäftsführer Hans Gennen erklärt, warum Kunden am Standort davon profitieren werden: „Mit diesem Neubau können wir nicht nur unseren Unternehmen am CHEMPARK-Standort Dormagen eine deutlich erhöhte Leistung bieten, sondern es verbessert sich gleichzeitig die Verfügbarkeit durch neueste Anlagentechnik und einen komplett redundanten Aufbau.“ Die neue Westnetz-Schaltanlage nimmt unser Unternehmen zum Anlass für die Erneuerung der eigenen 110.000 Volt-Kabelanlage im CHEMPARK. Hans Gennen: „Wir rüsten auf die neuste Technik auf und investieren rund 30 Millionen Euro in unsere eigenen Anlagen.“

„Operation am offenen Herzen“

Bei der Einweihung Anfang Mai, zu der auch Rhein-Kreis-Neuss-Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld vor Ort waren, wurde neben den Vorteilen des Projektes vor allem eins klar: Die erfolgreiche Umsetzung ist der sehr guten Zusammenarbeit zwischen den Kooperationspartnern zu verdanken. Westnetz-Geschäftsführer Patrick Wittenberg sprach bei seiner Rede von einer „Operation am offenen Herzen“. Tatsächlich wurde das Projekt bei laufendem Betrieb der Bestandsanlage und des CHEMPARK in der geplanten Zeit und im geplanten Budget durchgeführt und zu einem erfolgreichen Ende gebracht.

In Anlage verbessert die Stromversorgung am CHEMPARK-Standort Dormagen und in der gesamten Region.

Das Herzstück der Stromversorgung: Eine gasisolierte Schaltanlage  

In Dormagen geht die kompakte gekapselte 110.000 Volt-Innenraum-Schaltanlage modernster Bauart in Betrieb, die mit 41 Schaltfeldern deutschlandweit die größte ihrer Art ist. Eine gasisolierte Schaltanlage wird zur Isolierung von elektrischen Leitern statt mit Luft mit einem Schutzgas umgeben. Im Vergleich zu einer herkömmlichen luftisolierten Schaltanlage braucht eine gasisolierte Anlage deutlich weniger Aufstellfläche. Sie ermöglicht einen sicheren Betrieb an Orten, wo der Platz beschränkt ist. Die Anlage in Dormagen hat eine Fläche von rund 40 x 50 Meter. Eine vergleichbare Freiluftanlage würde eine Fläche von 43 x 420 Metern benötigen. Mit der Anlage könnte eine Stadt mit 180.000 Einwohnern versorgt werden.

Alle sicherheitsrelevanten Bauteile sind in der Anlage doppelt vorhanden, damit bei Ausfall eines Bauteils die Funktion aufrechterhalten werden kann. Diese Redundanz entsteht durch zwei identische Schalthäuser, die in der Mitte durch eine Warte mit weiterer technischer Ausrüstung zu einem gemeinsamen Komplex verbunden sind. An die Anlage werden nun sukzessive weitere Anlagen zur Versorgung im Chempark angeschlossen. Mit dem Neubau wird sowohl eine Netzoptimierung als auch eine Entflechtung von Industrienetz und öffentlichem Netz vorgenommen. Das sichert die Stromversorgung der gesamten Region zusätzlich.

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