Netzwerke, 21. Mai 2019

Moderne Technik verbessert die Sicherheit und reduziert Stress

Sicherheits-Zentralen-Umbau

Übersichtlich und ergonomisch sind die neuen SiZe-Arbeitsplätze.
Übersichtlich und ergonomisch sind die neuen SiZe-Arbeitsplätze.

Sicherheit ist in einem Chemiepark die Grundlage für eine effektive Produktion sowie Akzeptanz im Standortumfeld. Eine wichtige Rolle spielt hierbei eine moderne und leistungsfähige Sicherheitsinfrastruktur, die mit dem Umbau der Sicherheits-Zentralen (SiZe) auch in Zukunft garantiert sein wird. Das CHEMPARK-weite Projekt schreitet planmäßig voran und erste Meilensteine sind schon umgesetzt.

Oberflächlich betrachtet hat sich an den rund 25 Drehkreuzen rund um die drei CHEMPARK-Standorte kaum etwas verändert. Im Zuge des Umbaus der Sicherheits-Zentrale (SiZe) verfügen jetzt aber alle Kreuze über Audio- und Videotechnik sowie ein einheitliches technisches Innenleben. Dank moderner Kommunikationstechnik kann jeder Tornutzer direkt mit der SiZe sprechen, die nun ein zentrales Tool einsetzt. Das sorgt nicht nur für einen schnelleren Zugang des Wartenden, sondern auch effizientere Arbeitsabläufe in der SiZe.

Fokussierung auf Kernaufgaben

Wie bei weiteren Teilprojekten ist auch bei den Drehkreuzen die Grundidee der neuen SiZe erkennbar - Prozesse zu verbessern, indem sie individuell neu betrachtet, standardisiert, vereinfacht und weitestgehend automatisiert werden. Für SiZe-Mitarbeiter hat dies vor allem zwei Vorteile: erstens kann nach einer rollenspezifischen Schulung jeder die Zugangssoftware bedienen und zweitens hält sie zentral alle erforderlichen Zugangsinfos vor. „Man muss sich nichts mehr zusammensuchen und gleichzeitig an verschiedene Prozesse denken“, fasst Teilprojektleiter Eugen Danisch die Vorteile zusammen. So passieren weniger Fehler, es wird schneller geantwortet und Mitarbeiter können sich noch besser und mit weniger Stress auf Ihre Kernaufgaben, wie Gefahrenabwehr und Sicherheitsmanagement, in der SiZe konzentrieren.

Die spezielle Oberfläche der Monitore sowie das ausgeklügelte Beleuchtungskonzept verhindern weitestgehend Reflexionen, sodass immer die Lage-Übersicht gewahrt bleibt.
Die spezielle Oberfläche der Monitore sowie das ausgeklügelte Beleuchtungskonzept verhindern weitestgehend Reflexionen, sodass immer die Lage-Übersicht gewahrt bleibt.

Tore und Zufahrten zentral steuerbar

Nicht nur die Drehkreuze, sondern auch alle Tore, die bei Feuerwehreinsätzen geöffnet werden müssen, lassen sich jetzt zentral von der SiZe ansteuern.

Neue SiZe-Warte ist vor allem ergonomisch

Anders als bei den Drehkreuzen zieht die neue SiZe-Technik im Gebäude D8 gerade erst noch ein. Vier der bis zu acht topmodernen Arbeitsplätze sind schon vor Ort aufgebaut – in der provisorischen SiZe, die ab Herbst 2019 parallel zur bisherigen Sicherheitszentrale in Betrieb gehen soll. Mit jeweils sowohl höhenverstellbarem Tisch als auch je drei 34-Zoll curved-Monitoren setzt CURRENTA ein Zeichen in puncto Ergonomie. Die Kombination aus konkaven, panorama-artig angeordneten Monitoren und einer total matten Bildschirmoberfläche sorgt für eine optimale Übersicht ohne Reflektionen bei allen im Büro möglichen Lichtverhältnissen. In Summe ergeben sich daraus eine leichtere Bedienbarkeit und weniger Stress im Tagesgeschäft. Beides sind Pluspunkte für die Sicherheit sowie altersgerechte Arbeitsplätze.

Rita Karl-Koch, unabhängige CURRENTA-Expertin für Arbeitssicherheit, zeigt sich begeistert vom neuen Arbeitsumfeld: „Wir sind hier weit über die gesetzlichen Anforderungen hinausgegangen und haben mit dem Fokus auf ergonomisch und altersgerecht gestaltetet Arbeitsplätze neue Standards in der CURRENTA gesetzt. Vor allem mit der Frage einer optimalen Beleuchtung haben wir uns intensiv auseinandergesetzt und eine optimale Lösung realisiert.“

Hard- und Software finden zueinander

Mindestens genauso wichtig wie ein modernes Arbeiten vor den Monitoren ist natürlich die Frage, was auf diesen geschieht. Im Zuge des SiZe-Projekts entschloss sich die CURRENTA mit Celios 7 ein neues, noch leistungsfähigeres Leitsystem zu beschaffen. Das System wird bereits von der Berufsfeuerwehr Leverkusen und den Flughafenfeuerwehren in Köln/Bonn und Düsseldorf eingesetzt. Für den CHEMPARK wird eine spezielle Version mit einigen Zusatzfeatures für die besonderen Bedürfnisse in einem Chemiepark geschaffen.

Das neue System zeichnet sich aus, durch zum Beispiel folgende drei Faktoren:

  • Vorgehen vorkonfigurierbar: Bereits während des Notrufes durch den SiZe-Mitarbeiter erhalten das Rettungswagen-Team und der Notarzt den Auftrag loszufahren.
  • Ortsunabhängig: Im neuen SiZe-Konzept fungiert Leverkusen als Schwerpunktleitstelle. Sollte ein Ortswechsel im Ereignisfall erforderlich sein, ist das Leitsystem auch in Dormagen und Uerdingen vollumfänglich verfügbar. Die SiZe-Mitarbeiter wechseln den Standort und sind dann wieder ohne Einschränkung einsatzbereit.
  • Mehr Effizienz: So können Kunden jetzt selbst ihre Kontaktdaten aktualisieren. Kunden werden zum Beispiel automatisch daran erinnert, aktuelle Datenblätter abzurufen und ihre Daten zu überprüfen.

SiZe-Projekt liegt voll im Zeitplan

Nach Abnahme des Einsatzleitsystems und der neuen Kommunikationstechnik startet im September 2019 der Probebetrieb der SiZe. Bis dahin müssen alle SiZe-Kollegen geschult worden sein. An allen drei Niederrhein-Standorten wurden Multiplikatoren ausgebildet. Dies soll sicherstellen, dass interessierte SiZe-Kollegen unter Anleitung das neue Einsatzleitsystem testen und ausprobieren können. „Denn die neue SiZe wird erst dann in den Live-Betrieb gehen, wenn sie allen CURRENTA-Anforderungen an Sicherheit und Verfügbarkeit genügt“, verspricht Projektleiter Marcel Riedel.

 

Vom SiZe-Umbau sind auch die lokalen Server-Räume betroffen.
Vom SiZe-Umbau sind auch die lokalen Server-Räume betroffen.
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