Betrieb 19.04.2016

Im CHEMPARK kommen Gewichte auf die Waage – und Waagen unter die Lupe

Mit Pinzette und Vorschlaghammer

Ein TECTRION-Mitarbeiter überprüft ein sehr leichtes Gewicht mit einer Präzisionswaage.
Ein TECTRION-Mitarbeiter überprüft ein sehr leichtes Gewicht mit einer Präzisionswaage.


Backen ist Präzisionsarbeit: Nur wenige Gramm einer Zutat zu viel und das schönste Kuchenrezept ist ruiniert. Eine genaue Waage ist deshalb unabdingbar. Gleiches gilt im CHEMPARK. Nur dass die Waagen hier in den Tonnen- und Mikrogrammbereich gehen. Damit sie exakt funktionieren, werden die Instrumente regelmäßig aufwendig geprüft.


Der Lkw-Hof an der Friedrich-Ebert-Straße: Jeder Brummi, der hier in den CHEMPARK Leverkusen will, fährt zunächst auf eine Waage. Auf dem Rückweg das gleiche Spiel. Das Gerät muss jeden Tag Tausende von Tonnen über sich ergehen lassen. Nur einen Steinwurf entfernt hinter dem Werkzaun stehen die Gegenstücke zu diesem Kraftpaket: äußerst filigrane Waagen. Damit werden auch Gewichte kalibriert – also geprüft, ob sie tatsächlich so viel wiegen wie angegeben. Nur, dass diese Gewichte nicht Tonnen, sondern manchmal auch nur ein Milligramm wiegen.

Ob Schwerlast-Waage oder "Leichtgewicht": Experten rund ums Wiegen sind die Mitarbeiter von TECTRION. Das Unternehmen bietet vor allem Instandhaltungslösungen – Kunden aus dem CHEMPARK und von außerhalb lassen hier aber auch ihre Waagen und Gewichte kalibrieren und instand setzen. Bei Waagen werden die unterschiedlichsten Formate untersucht und repariert – von der Lkw-Waage, die entsprechend robust gebaut ist, bis zur feinen Laborwaage. "Da arbeiten wir manchmal mit dem Vorschlaghammer und das andere Mal mit der Pinzette", erläutert Ralf Harder, Teamleiter Industrie- und Laborwaagen bei TECTRION.

Gefahr des Gewichtsverlusts

Handschuh und Pinzette verhindern, dass der Fettfilm der menschlichen Haut das Ergebnis beeinflusst.
Handschuh und Pinzette verhindern, dass der Fettfilm der menschlichen Haut das Ergebnis beeinflusst.

Auch bei den Gewichten ist die Spannbreite denkbar groß: von mehreren hundert Kilogramm bis zu wenigen Milligramm. Warum die Gewichte regelmäßig kontrolliert werden müssen? Harders Kollege René Bleich, Leiter des Kalibrierlabors, zeigt in der TECTRION-Werkstatt auf einen kompakten 500 Kilogramm schweren Stahlkörper: "So ein Gewicht wird beim Kunden regelmäßig von A nach B transportiert. Dabei entstehen kleinste Macken und Abbrüche. So gehen pro Jahr auch schon einmal einige Gramm verloren – das darf natürlich nicht einfach ignoriert werden." Der Grund: "Für unsere Kunden nutzen wir die Gewichte, um ihre Waagen zu justieren. Stimmt da was nicht, könnte das Folgen für den kompletten Produktionsprozess haben, zum Beispiel, wenn in einer Tablette zu viel oder zu wenig von einem Wirkstoff enthalten wäre."

Folgenreiche Erdbeben

Wie exakt TECTRION arbeitet, zeigt ein Blick in den Raum, in dem die Kleinstgewichte kalibriert werden: Alle Arbeitstische sind aus massivem Stein und stehen auf Dämpfungsunterlagen. "Jede noch so kleine Erschütterung würde das Messergebnis verfälschen. Doch der Stein gibt Vibrationen nicht weiter, sie werden schon vorher absorbiert", erklärt Harder. Mit Erschütterung meint er nicht nur Lkw, die vor dem Gebäude entlang fahren. "Ein schwereres Erdbeben auf einem anderen Kontinent könnte ebenfalls unsere Zahlen beeinflussen – so wie wir es in der Vergangenheit schon mit unseren hoch genauen Waagen beobachtet haben." Bei der Temperatur gilt ebenso Präzision: Eine Klimaanlage sorgt für konstante Gradzahlen. "Die Gewichte fassen wir zudem nur mit Pinzette oder Handschuhen an", so Bleich. "Bereits der Fettfilm der Haut hätte auf den Gewichten negative Auswirkungen."

Lassen Sie Ihre Analysewaage warten

TECTRION: Präzise Wägetechnik – für exakte Produktionsergebnisse

Damit die Qualität Ihrer Produkte und Forschungsergebnisse jederzeit auf einem gleich hohen Niveau bleibt, benötigen Sie präzise Wägetechnik. Dem TECTRION-Service für alle Arten wägetechnischer Einrichtungen können Sie vertrauen. Mit nachhaltigen Instandsetzungsmaßnahmen und einer schnellen Ersatzteilbeschaffung von wägetechnischen Einrichtungen unterstützt TECTRION Sie, um zuverlässige und korrekte Wägeergebnisse zu gewährleisten. Andernfalls können Produktions- und Umsatzausfälle die Folge sein und sowohl Imageschäden, als auch Haftungsrisiken nach sich ziehen. TECTRION sorgt für eine schnelle Instandsetzung und Störungsbeseitigung Ihrer Waagen oder stellt auf Wunsch Ersatzwaagen zur Verfügung. Darüber hinaus kümmert TECTRION sich um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften bei eichpflichtigen Waagen.

Lesen Sie mehr im TECTRION-Leistungskatalog.

Sie möchten Ihre stationäre oder mobile Waage in Stand setzen lassen?

TECTRION: Wägetechnische Instandsetzungen

Erst nachhaltige Instandsetzungsmaßnahmen sowie eine schnelle Ersatzbeschaffung von wägetechnischen Einrichtungen in Ihrem Anlagenbetrieb gewährleisten zuverlässige und korrekte Wägeergebnisse. Andernfalls kann es zu Produktions- und Umsatzausfällen kommen sowie zu Imageschäden und Haftungsrisiken durch falsche Messergebnisse. TECTRION sorgt für eine schnelle Instandsetzung und Störungsbeseitigung Ihrer Waagen oder stellt auf Wunsch Ersatzwaagen zur Verfügung. Darüber hinaus kümmert TECTRION sich um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften bei eichpflichtigen Waagen.

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Fahrzeugwaagen - nutzen Sie die Kompetenz und Erfahrung von TECTRION

TECTRION: Kompetenz bei Fahrzeugwaagen

TECTRION wickelt für seine Kunden die Beschaffung, Instandhaltung, Modifikation, Optimierung und die Qualitätssicherung von wägetechnischen Anlagen ab (z. B. Labor-, Industriewaagen) sowie die Eichvorbereitung mit der Vorstellung zur amtlichen Eichung. Diese Leistungen der Wägetechnik werden durch qualifizierte und geschulte Mitarbeiter im Zuge der folgenden Services erbracht: Instandsetzungsservice, Wartungs -und Inspektionsservice, Kalibrier- / Prüfservice, Eichservice

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Neue Mess- und Eichverordnung ab 2015: Was sich für Waagenbetreiber geändert hat

Seit 1. Januar 2015 sind das Mess- und Eichgesetz (kurz: MessEG) und die Mess- und Eichverordnung (kurz: MessEV) in Kraft. Sie lösen damit das Eichgesetz (kurz: EichG) und die Eichordnung (kurz: EO) ab. Für die Verwender von Messgeräten und auch von Messwerten (neu) ergeben sich dadurch zum Teil neue Regelungen.

Einige Beispiele der Änderungen:

  • Antrag auf Eichung
    Das MessEG verpflichtet die Verwender von Messgeräten, die Eichung rechtzeitig zu beantragen. (mindestens 10 Wochen vor Ablauf der Eichfrist). Sollte es dem zuständigen Eichamt nicht mehr möglich sein, die Eichung bis zum Ablauf der Eichfrist durchzuführen, darf das Messgerät dann bis zur Eichung weiter verwendet werden.
  • Pflicht zur Aufbewahrung von Unterlagen
    Verwender von Messgeräten müssen sicherstellen, dass Nachweise über erfolgte Wartungen, Reparaturen oder sonstige Eingriffe am Messgerät für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten nach Ablauf der Eichfrist, längstens jedoch für 5 Jahre, aufbewahrt werden.
  • Anzeigepflicht
    Wer neue oder erneuerte Messgeräte (außer Maßverkörperungen) verwendet, hat diese der nach Landesrecht zuständigen Behörde spätestens sechs Wochen nach Inbetriebnahme anzuzeigen.
  • Kennzeichnung der geeichten Messgeräte
    Die Kennzeichnung von Messgeräten wurde neu geregelt. Es wird nun der Beginn der Eichfrist (i. d. R. das Jahr der Eichung) gekennzeichnet und nicht mehr der Ablauf der Eichfrist.
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