Betrieb - 25.08.2015

Werkfeuerwehr löscht in Rotterdam


Drei Tage waren 24 CURRENTA-Wehrleute in der niederländischen Hafenstadt im Einsatz. In einem europaweit einmaligen Trainingsquartier.

Die Hitze der meterhohen Flammen geht durch die Schutzkleidung. Das Atmen unter den Schutzmasken fällt den Feuerwehrleuten schwer. Jetzt bloß keinen Fehler machen. Gemeinsam greift der Übungstrupp in der eingeübten Weise die Flammen an, die langsam kleiner werden.

Der erfolgreiche Einsatz war für 24 junge Werkfeuerwehrmann–Anwärter von CURRENTA und mehreren weiteren Werkfeuerwehren Teil eines dreitägigen Trainings der Brandbekämpfung im Rotterdam International Safety Center (RISC). Auf dem rund 46.000 Quadratmeter große Gelände lernen jährlich über 25.000 Feuerwehrleute aus der ganzen Welt die Brandbekämpfung unter realitätsnahen Bedingungen.

"Wir haben hier im RISC schwerpunktmäßig die Brandbekämpfung in Industrieanlagen trainiert", erläutert Stefan Meiner, Brandoberinspektor und Feuerwehr-Ausbildungsleiter im CHEMPARK. "Das Übungsgelände ist europaweit einmalig und bietet uns die Möglichkeit in echten, bis zu achtgeschossigen Gebäuden, an Industrieanlagen und auf großen brennenden Flächen Brandbekämpfung zu üben", ergänzt Meiner. Die Kosten sind natürlich entsprechend, aber jedes Unternehmen zahlt für die Wehrleute, die es in die Ausbildung bei CURRENTA entsandt hat. Und allen Beteiligten ist klar, dass am falschen Ende gespart würde, wenn dieses Praxis-Training gestrichen würde.

Meiner hat für die drei Tage vor Ort, gemeinsam mit den niederländischen Kollegen und Betreibern des RISC, ein straffes Schulungs-Programm ausgearbeitet. Wichtig war ihm, dass die jungen Wehrleute die körperliche Wirkung großer Hitze im Einsatz spüren. Dabei spielte auch die plötzliche Flammen- und Hitze-Entwicklung durch "Flash Over" eine besondere Rolle. Die gefährliche Durchzündung von Rauchgasen erfordert spezielle Gegenmaßnahmen, die gesondert geübt wurden. Weiterhin sind diese Übungen so ausgelegt das einsatztaktische Fehler sofort durch gesteuerte Maßnahmen wie Brandausbreitung, etc. simuliert werden können. Darüber hinaus gab es zahlreiche kleinere Übungen mit wechselnder personeller Zusammensetzung und zwei große Übungen mit allen 24 Wehrkollegen.

Nach jeder Übung gab es eine ausführliche Nachbesprechung. "Das gibt jedem die Gelegenheit, das Erlebte mental zu verarbeiten, Fehler zu erkennen und die korrekten Maßnahmen und Vorgehensweisen zu erlernen. Zudem können wir die einzelnen Maßnahmen im Detail besprechen und bewerten", erklärt Meiner. Wie intensiv das Trainingsprogramm von den 18 und 28 Jahre jungen Wehrleuten erfahren wurde, zeigte sich daran, dass am Abend der Rückkehr keiner der Beteiligten das Wochenende mit einer Party einläuten wollte.

x CURRENTA CURRENTA zum Home-Bildschirm hinzufügen:
drücken und dann Zum Home-Bildschirm.