Netzwerke - 27.10.2015

CURRENTA-Expertise für die Bewertung von Chemikalien

Risiken richtig bewerten

Hat die Stoffe genau im Blick. Dr. Jan Wölz vertritt die Interessen der CHEMPARK-Kunden im Genehmigungsprozedere der europäischen Chemikalienagentur.
Hat die Stoffe genau im Blick. Dr. Jan Wölz vertritt die Interessen der CHEMPARK-Kunden im Genehmigungsprozedere der europäischen Chemikalienagentur.


Ein starker Satz: "Wir kennen die Produkte unserer Kunden ganz genau". Dr. Jan Wölz sagt ihn. Dem promovierten Biologen nimmt man diese Aussage ab. Über 100 Produkten ist er in den zurückliegenden sechs Jahren im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund gegangen. Als Mitarbeiter in der Produktsicherheit von CURRENTA Analytik und als Senior REACh-Experte.

In letzterer Funktion ist er etabliertes Mitglied in einer Arbeitsgruppe der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA, siehe Erklärung). Dort bringen sich auch Interessenvertreter aus Behörden, der Industrie und Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO´s) mit ihrem Sachverstand ein. Wölz ist in dem Arbeitskreis für die Risikobewertungs-Software "Chesar" tätig.

Erleichterungen im Genehmigungsprozess

Klingt dröge, ist aber eine für die Industrie und die Kunden sehr wichtige Anwendung. Denn das IT-Tool erleichtert es den Firmen, ihre gesetzlich geforderten Sicherheitsbewertungen von Produkten zu erstellen. Zudem unterstützt sie die Unternehmen, wenn es darum geht, chemische Sicherheitsberichte anzufertigen. Sie sind Voraussetzung dafür, ein Produkt auf den Markt bringen zu können. Gemäß der gesetzlichen Vorgaben muss dies nach einem penibel festgelegten Procedere ablaufen. Grenzwerte müssen eingehalten werden und die Dokumentation nachvollziehbar niedergelegt und einsehbar sein. "Wir bringen hier unsere Erfahrungen aus der Praxis ein. Ziel ist es, die Funktionalität der Software kundenorientiert zu verbessern. Denn bei der Komplexität der Daten und Produkte ist es wichtig, ein optimal auf die Substanz-spezifischen Belange abgestimmtes Medium zu haben, das den Genehmigungs- und Dokumentationsprozess unter Beachtung der Vorschriften erleichtert", erklärt Wölz.

Mehr zu REACH unter:

http://www.currenta.de/kunden-magazin/quartal-iv-2014/schneller-zum-ergebnis.html

weiterlesen

Praxisnahe Stoffbewertung erreicht
Das CURRENTA-Gemeinschaftsklärwerk im Entsorgungs- und Recyclingzentrum Bürrig
Das CURRENTA-Gemeinschaftsklärwerk im Entsorgungs- und Recyclingzentrum Bürrig


Beispiel Klärwerke: Hier unterscheiden sich industrielle von kommunalen Klärwerken. Sie sind speziell auf die Belange der zu reinigenden Abwässer ausgerichtet. Die Reinigungseffizienz industrieller Kläranlagen für mögliche Spezialanwendungen ist dabei unterschiedlich. "Bislang war in der Chesar-Anwendung jedoch lediglich die Kategorisierung 'Kommunale Kläranlage' vorgesehen. Dies hatte bei einigen Fällen zur Folge, dass die Verwendung von eigentlich sicheren Substanzen gefährdet war, weil die Reinigungseffizienz der kommunalen Kläranlage nicht den tatsächlichen Abbau widerspiegelte. Wird ein industrielles Klärwerk verwendet, konnte der Reinigungsgrad die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und die Grenzwerte eingehalten werden", so Wölz.

Dieser Sachverhalt wurde der Behörde vorgetragen. Mit Erfolg: In Zukunft wird es in der IT-Anwendung die Möglichkeit geben, die Kategorie "Industrielle Kläranlage" auszuwählen. Hier können die entsprechenden Abbau-Werte für die Substanzen eingetragen werden. "Die Erweiterung dieses Tools ermöglicht es, mehr Stoffsicherheitsberichte noch realistischer darzustellen. Es ist ein Beispiel, wie wir als Interessenvertreter aus der Praxis in konstruktivem Dialog mit der ECHA zu sinnvollen Lösungen kommen, die sowohl die gesetzlichen Vorgaben als auch die Belange der Industrie berücksichtigen", so Wölz.

Kunden profitieren
Dr. Jan Wölz
Dr. Jan Wölz

Die Kunden profitieren dank der Expertentätigkeit von Wölz: "Ich bringe aktuelle Ideen oder dringende Anliegen unserer Kunden ein und stelle sie bei der ECHA zur Diskussion. Die Rückmeldungen sind zumeist schnell und konstruktiv. Auf der anderen Seite erfahre ich viel über die aktuellen Entwicklungen in Sachen REACh (s. Erklärung) und bin auf dem neusten Stand. Diesen kann ich unseren Kunden aus erster Hand weitergeben", so Wölz, der hinzufügt: "Wir verstehen die Denkweise der Behörde und kennen genau die Anforderungen unserer Kunden" – auch ein starker Satz.

ECHA - kompakt erklärt

ECHA steht für Europäische Chemikalienagentur. Sie ist eine im Jahr 2006 geschaffene Behörde der Europäischen Union und hat ihren Sitz in Helsinki, Finnland. Als zentrale Schaltstelle von REACh gewährleistet sie, dass chemische Stoffe in einem harmonisierten Verfahren innerhalb der EU registriert, bewertet und zugelassen werden können. Sie unterhält eine zentrale Stoffdatenbank, erarbeitet Leitfäden, um die Unternehmen in Sachen Genehmigung von Stoffen zu unterstützen. Den Ausschüssen gehören auch Interessenvertreter anderer Behörden, der Industrie, Verbänden und Nicht-Regierungs-Organisationen an. Diese Vertreter können ihre Position einbringen, besitzen aber kein Stimmrecht. Die ECHA strebt an, zur weltweit führenden Regulierungsbehörde für die Sicherheit von Chemikalien zu werden.

Infos unter www.echa.europa.eu.

x CURRENTA CURRENTA zum Home-Bildschirm hinzufügen:
drücken und dann Zum Home-Bildschirm.