Netzwerke, 30. März 2021

Der Brandschutztag geht erfolgreich online

Brandtechnologie setzt pandemiebedingt auf Webinar

Das Webinar brachte Experten aus dem deutschsprachigen Raum für einen zweistündigen intensiven fachlichen Austausch zusammen.

Ein „normales“ Seminar kostet Zeit für An- und Abreise sowie Geld für Kost und Logis. Beides konnten sich die Teilnehmer des virtuellen Brandschutztages 2021 sparen, indem sie sich einfach von wo auch immer ins Webinar einloggten. Mehr als doppelt so viele Teilnehmer*innen wie bisher zeigen, dass auch das neue Format überzeugt.

Vergangenes Frühjahr, zu Beginn der Pandemie und des ersten Lockdowns, hatte die CURRENTA Brandtechnologie den 15. Brandschutztag noch absagen müssen. Jetzt hat der CURRENTA-Analytikbereich ihn am 17. März 2021 als Live-Veranstaltung mit mehr als doppelt so vielen Teilnehmern erfolgreich nachgeholt.

Möglich machte dies das CURRENTA-Veranstaltungsmanagement, das die etablierte Fachtagung im deutschsprachigen Raum zu neuen Normen und Trends im Brandschutz von Schienenfahrzeugen kurzerhand digitalisierte und auf zwei Stunden komprimierte. Die Teilnehmer*innen mussten sich lediglich im Vorfeld registrieren, um sich dann auf einer speziell für den Brandschutztag aktivierten Internetseite anzumelden.

Webinar kam gut an

Mehr als 430 Personen, vor allem aus den Branchen Schienenfahrzeug- und Materialherstellung, hatten sich zum Webinar zugeschaltet. Und das Feedback überzeugte: Für einen Teilnehmer war es eine gelungene Veranstaltung in gewohnter Qualität, die auch in Post-Coronazeiten so stattfinden könne, da so die Anreise erspart werde. Andere lobten den kurzen, knackigen und informativen Charakter des virtuellen Brandschutztages. Viele teilten die Einschätzung, dass so zwar eine gute Alternative gefunden wurde, die aber langfristig nicht eine Präsenzveranstaltung mit persönlichem Kontakt ersetzen könne. Mit einem Augenzwinkern wurde moniert, dass das Catering im Homeoffice nicht so gut wie in früheren Jahren im Baykomm war.

Auch Michael Halfmann, Initiator und Veranstalter des Brandschutztages Schienenfahrzeuge, freut sich, dass das Kundenevent in digitaler Form so gut ankam. „Virtuelle Veranstaltungen sind halt keine Selbstläufer, sodass wir nach dem ersten technisch ausgefallenen virtuellen Brandschutztag, einen zweiten, aber umso erfolgreicheren Anlauf nehmen mussten.“

Inhaltliche Vielfalt von Normen zu Materialanforderungen bis hin zu 3D-Druck

Während der Auftaktredner vom DIN einen Ausblick zum weiteren Normungsgeschehen im Bereich Schienenfahrzeuge bis 2025 gab, widmeten sich die Referenten der CURRENTA danach den Konsequenzen bei der Produktbeurteilung sowie der Prüfung des Brandverhaltens von Schienenfahrzeug-Sitzen. Die prüfungstechnische Herausforderung der Toxizität von Materialien und Komponenten standen im Fokus eines weiteren Redners aus Leverkusen. Ein Highlight des 15. Brandschutztages war die Präsentation der 3D-Druck-Aktivitäten der Deutschen Bahn. Im Laufe der vergangenen vier Jahren sind fast 130 Firmen, davon acht europäische Staatsbahnen, Teil der Initiative geworden, die den Einsatz von „gedruckten“ flammfesten Kunststoffen im Bahnsektor vorantreiben will. Typische Ersatzteile aus dem Drucker, die die Deutsche Bahn bereits einbaut, sind zum Beispiel Ersatzkopfstützen oder Lüftungsgitter.

Perfekte Punktlandung

Sowohl die Redner, die jeweils nur 10 bis maximal 15 Minuten für Ihren Vortrag hatten, als auch die Fragerunde am Webinarende für die Beantwortung der per Chat eingereichten Fragen hielten den Zeitplan genau ein. Nach Ende der zweistündigen Veranstaltung, wurde ein Link zu den Vorträgen freigeschaltet, der noch wenige Wochen aktiv sein wird.

Virtuelle Veranstaltungen werden immer überzeugender

Auf die Frage hin, ob das Lied „Girl is on fire?” von Alicia Keys Zufall in der virtuellen Kaffeepause war, schüttelt Veranstaltungsprofi Lisa Meffert im Teams-Interview nur den Kopf und erklärt: "Gerade bei virtuellen Events kann man noch weniger als sonst dem Zufall überlassen oder improvisieren. Technik verzeiht nichts."

"Die Musikauswahl ist aber nur ein wirklich kleiner Teil einer erfolgreichen virtuellen Veranstaltung. Eine weitaus größere Herausforderung stellen hier technische Planungsaspekte dar, auf die wir auch trotz detailgenauer Vorbereitung nicht immer einen Einfluss haben", verdeutlicht die CURRENTA-Mitarbeiterin. Es fängt schon bei der Bild- und Tondarstellung der Teilnehmer an, die jeder individuell richtig einstellen muss. Eine weitere unwägbare Größe sind Corporate Firewall- oder userspezifische Browser-Einstellungen, die ebenfalls in Eigenverantwortung des Webinarpublikums liegen. "Diese Komponenten machen jede virtuelle Veranstaltung besonders spannend", bilanziert Meffert nüchtern.

Das Veranstaltungsmanagement hat sich seit Pandemiebeginn vom rein analogen zum nun auch digitalen Veranstalter gewandelt. Meffert berichtet: "Neben diesem Webinar haben wir für unsere Kunden auch virtuelle Weihnachtsfeiern oder größere Hybridveranstaltungen, wie zum Beispiel den Ingenieurstag 2020, organisiert." Sie erwartet, dass die Digitalisierung die gesamte Eventbranche nachhaltig verändern und vielfältiger machen wird. "Wenn sich in Zukunft zum Beispiel Dialogformate noch besser einbauen lassen und der informelle Austausch in der Kaffeepause virtuell, aber voll real, möglich ist, werden sich virtuelle Events noch stärker etablieren", prognostiziert die Veranstaltungsmanagerin.

Aber bis es soweit ist, werden sich hoffentlich wieder Menschen zum Brandschutztag im Leverkusener Baykomm treffen können, zum Beispiel 2022. "Auch analoge Formate haben eine Zukunft, da sie einfach Raum und Zeit für einen individuellen Austausch zwischen vielen Beteiligten bieten", zeigt sich Michael Halfmann überzeugt.

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