Netzwerke, 24. März 2021

Stabil und zuverlässig trotzt CHEMPARK der Pandemie

Jahresmediengespräch 2021

CHEMPARK-Leiter Lars Friedrich

Der Leverkusener CHEMPARK-Standort zeigt sich im Corona-Zeiten als stabiler Produktionsstandort mit Investitionen von insgesamt 678 Millionen Euro. Am Dormagener Standort wurden 389 Millionen Euro investiert und 404 Millionen Euro flossen im CHEMPARK Krefeld-Uerdingen in den Anlagenpark.

"In der aktuellen herausfordernden Zeit kommt der CHEMPARK bislang gut durch die Pandemie. Das ist eine gute Nachricht", sagt CHEMPARK-Leiter Lars Friedrich. Die Zahlen, die Friedrich am Montag, den 22. März 2021, im Rahmen des virtuellen Jahresmediengesprächs vorstellte, belegen das.

Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds liegen Investitionen, Instandhaltungsaufwand und Mitarbeiterzahlen weiterhin auf hohem Niveau. „Das Corona-Virus ist eine gesellschaftliche und unternehmerische Herausforderung von historischem Ausmaß. Bis hierher haben wir sie gut gemeistert. Das ist ein wichtiges Signal für die Standorte und die zukünftige Entwicklung“, sagt Friedrich.

Vergangenes Jahr wurden 1,48 Milliarden Euro an allen drei CHEMPARK-Standorten investiert

Die CHEMPARK-Partnerunternehmen am Standort Leverkusen nahmen 2020 insgesamt rund 390 Millionen Euro für Neuinvestitionen in die Hand. Rund 288 Millionen Euro wurden für die Instandhaltung der Betriebe und Anlagen aufgewendet. Die Gesamtsumme lag somit bei 678 Millionen Euro – das sind 109 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. CHEMPARK-Leiter Lars Friedrich: "Was wir in den Zahlen erkennen: Es wird zwar auch unter dieser wirtschaftlichen Herausforderung investiert. Aber natürlich schlägt die schwierige wirtschaftliche Großwetterlage auch auf das Mikroklima hier am Standort durch."

Und nicht nur da: Auch in Uerdingen zeigte sich dieser Effekt, dort ging die Gesamt-Investitionssumme um 55 Millionen Euro auf 404 Millionen Euro zurück. Ein Zuwachs war hingegen in Dormagen zu verzeichnen: Dort stieg das Investitionsvolumen von 342 auf 389 Millionen Euro. Grund dafür sind Schwankungen, die durch die unterschiedlichen anlagenbedingten Wartungs- und Instandhaltungszyklen verursacht werden.

Der CHEMPARK und Corona

Automatisierte Temperaturmessungen an den Werkszugängen, Maskenpflicht und Abstandhalten gehören mittlerweile fest zum CHEMPARK-Arbeitsalltag. "Sicherheit und Zuverlässigkeit sind seit jeher unsere unternehmerischen Grundüberzeugungen", sagt Lars Friedrich und ergänzt: "Sie werden auch in Zukunft an erster Stelle stehen. Die Krisen-Infrastruktur war ein wichtiger Faktor, um gerade zu Beginn der Pandemie schnell wichtige Maßnahmen für den Infektionsschutz auf den Weg zu bringen. Die Pläne dafür lagen teilweise bereits in der Schublade, das hat geholfen – uns und unseren Kunden."

Mittlerweile ist klar, dass der Kampf gegen die Pandemie ein Langstreckenlauf sei. „Wir sind in einer Phase, in der der Kopf ein bisschen müde ist. Das ist verständlich, nachlassen dürfen wir aber trotzdem nicht, egal auf welcher Seite des Werkzauns.“ Was für Friedrich außerdem feststeht: „Es ist unser Auftrag, die Produktion in einem sicheren Umfeld weiter zu ermöglichen, die Anlagen müssen weiterlaufen. Denn gerade jetzt kommt es auf die chemische Industrie an, hier werden viele Produkte hergestellt, die wichtig sind und dringend gebraucht werden.“

Chancen und Herausforderungen

"Gerade im Zusammenhang mit der europäischen und nationalen Wasserstoffstrategie ergeben sich für CURRENTA und den CHEMPARK große Möglichkeiten, wesentliche Player zu sein", führt Friedrich aus. Zur Realisierung entsprechender Projekte sind allerdings entsprechende energiepolitische Rahmenbedingungen, etwa hinsichtlich der Entlastung von Strompreisumlagen notwendig. In der EEG-Novelle von Anfang 2021 wurde eine entsprechende Entlastungsregelung angelegt. "Nun kommt es noch auf die Konkretisierung in der angekündigten diesbezüglichen Verordnung an", so Friedrich. Hier dürfen „küstenferne“ Industriestandorte wegen der noch nicht gegebenen Verfügbarkeit ausreichender Mengen „grünen Stroms“ nicht benachteiligt werden.

Zustand der Rheinbrücken bietet weiterhin Anlass zur Sorge

"Seit September 2016 steht auf der Leverkusener Brücke eine Lkw-Dauersperranlage, der fast baugleichen A40-Schwesterbrücke in Duisburg droht das gleiche Schicksal. Wenn auch die Fleher Brücke und die Rodenkirchener Autobahnbrücke ausfallen, bevor sie neu gebaut sind, gehen uns irgendwann die Ausweichrouten aus", so Friedrich. Er erklärt: "Zwischen Bonn im Süden und Duisburg im Norden queren auf rund 85 Kilometer Luftlinie insgesamt 18 Straßenbrücken den Rhein. Von diesen 18 Rheinbrücken sind aktuell acht Rheinquerungen für LKW-Verkehr gesperrt und sieben weitere in Sanierung oder im sanierungsbedürftigen Zustand."

Konkret fordert Friedrich die gemeinsame Erstellung eines Rheinbrücken-Zustandsberichtes für die Metropolregion Rheinland und eine vorausschauende Koordination und Krisenplanung für weitere nicht auszuschließende, ungeplante Einschränkungen bzw. Ausfälle der Rheinquerungen.

Weitere Informationen zum Jahresmediengespräch finden Sie im aktuellen chempunkt

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