Akzeptanzbericht 2019

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Der zweite Akzeptanzbericht: Hintergrund und Aufbau

Akzeptanz ist nach wie vor einer der sehr wichtigen Faktoren für die industrielle Produktion in NRW und darüber hinaus. Als Manager und Betreiber des CHEMPARK bündelt CURRENTA die Aktivitäten rund um die Nachbarschafts- und Stakeholder-Kommunikation für die 70 Unternehmen mit rund 300 Betrieben und Produktionsanlagen an den Standorten Lever­kusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen.

2015 ermittelte CURRENTA im bundesweit ersten Akzeptanzbericht dieser Art, wie die Nachbarschaft den CHEMPARK wahrnimmt und an welchen Faktoren Bürger und Stakeholder ihre Akzeptanz festmachen. Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen flossen in den vergangenen Jahren in die Nachbarschafts­kom-munikation ein.

Jetzt setzt CURRENTA den eingeschlagenen Weg konsequent fort. Der zweite Akzeptanzbericht dokumentiert die Entwicklung seit der letzten Erhebung und liefert vertiefende Erkenntnisse über die Erwartungen von Bürgern und Stakeholdern. Damit will das Unternehmen neue Impulse für die eigene Nachbarschaftskommunikation sowie zum Thema Industrieakzeptanz insgesamt setzen. Ziel dabei ist es, Angebote für Nachbarn sowie für politische und gesellschaftliche Vertreter weiter zu verbessern.

Grundlegend für den zweiten Akzeptanzbericht ist der Perspektivwechsel, der auch Basis aller kommunikativen Aktivitäten ist (S. 10).

Im Berichtsteil erfahren Sie, was CURRENTA auf Standort- und Landesebene seit dem ersten Bericht unternommen hat und wo die kommunikativen Schwerpunkte lagen (S. 14–15).

Auch im Bericht selbst wird ein Perspektivwechsel vollzogen: Bürger, Nachbarn, die Oberbürgermeister und Bürgermeister der Standortkommunen sowie lokale und landespolitische Stakeholder wurden diesmal gezielt nach ihren Er­­wartungen und Wünschen befragt (S. 48–51).

Schließlich wurden die Aktivitäten in einer neuen repräsentativen Bürgerbefragung sowie in einer Stakeholder-Studie hinsichtlich ihrer Bekanntheit und Wirkung bewertet. Dabei spielten – wie im ersten Bericht – auch akzeptanzfördernde Faktoren eine Rolle und wie CHEMPARK und CURRENTA sie erfüllen (S. 52–59).

Und was nimmt das Unternehmen aus den Ergebnissen mit? Das verrät Ihnen der Ausblick (S. 60).

Perspektivwechsel: Blick von außen auf den CHEMPARK
Perspektivwechsel: Blick von außen auf den CHEMPARK
Begrüßung im CHEMPARK Leverkusen

Zusammenfassung

Akzeptanz bedeutet für CURRENTA mehr als die Duldung des CHEMPARK, seiner Aktivitäten und der darin ansässigen Unternehmen an den drei Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen. Es geht vielmehr um eine positive Einstellung zu den Industrieunternehmen, zu industrieller Produktion und nicht zuletzt um gute Nachbarschaft. Und das auch über die drei Standorte hinaus: Der Chemieparkmanager und -betreiber setzt sich für die Industrieakzeptanz in ganz NRW ein.

Im Jahr 2015 ermittelte CURRENTA im ersten Akzeptanzbericht, wie Bürger und politische wie gesellschaftliche Vertreter (Stakeholder) den CHEMPARK und seine Kommunikationsangebote wahrnehmen und an welchen Faktoren sie ihre Akzeptanz festmachen. Der zweite Akzeptanzbericht dokumentiert die Entwicklung seit der letzten Erhebung und liefert vertiefende Erkenntnisse über die Erwartungen von Bürgern und Stakeholdern. Damit will das Unternehmen seiner Vorreiterrolle beim Thema Industrieakzeptanz und Nachbarschaftskommunikation weiterhin gerecht werden.

Gelebter Perspektivwechsel

Leitgedanke des zweiten Akzeptanzberichts ist der Perspektivwechsel, der auch weiterhin den Kern des strategischen Ansatzes und die Basis aller Kommunikationsaktivitäten bildet. Der CHEMPARK setzt an den Standorten nicht nur auf eigene Themen und Botschaften, sondern bezieht lokale Themen und Gegebenheiten sowie die Erwartungen und Bedürfnisse seiner Nachbarn in die unternehmerischen und kommunikativen Aktivitäten mit ein. Dazu steht das Unternehmen in direktem Austausch mit Bürgern und Stakeholdern, führt Dialoge auf Augenhöhe und unterstützt lokale sowie regionale Projekte und Initiativen.

Was glauben Sie, warum macht CURRENTA einen Akzeptanzbericht?

Erweiterter Kommunikationsmix an den Standorten

Seit 2015 hat der CHEMPARK den bewährten Kommunikationsmix aus klassischer Medien- und Öffentlichkeitsarbeit sowie dialogischen Elementen um neue Angebote ergänzt. Ein neues Nachbarschaftsmagazin versorgt Bürger im Umfeld der CHEMPARK-Standorte regelmäßig mit aktuellen Informationen. Die Printausgaben des Magazins werden zusätzlich mit einem separaten Internetauftritt sowie der Auskopplung von Inhalten für Facebook, Twitter und App kombiniert. Mit der Kampagne „Was hast du davon?“ informiert der CHEMPARK seit 2015 außerdem über die Unternehmen hinter den Werkstoren, die erzeugten Produkte und darüber, wie jeder Einzelne vom CHEMPARK profitiert.

Darüber hinaus hat der CHEMPARK sich auch an den einzelnen Standorten mit Angeboten, Projekten und Veranstaltungen weiterhin aktiv in die Städtegemeinschaften eingebracht – nicht zuletzt als Unterstützer und Kooperationspartner städtischer Initiativen, Sport- und Schulprojekte. Außerdem wurden neue Dialogformate ins Leben gerufen.

Aktiv auf Landesebene

Auf Ebene der NRW-Landespolitik gestaltet CURRENTA seit 2015 weiterhin die Diskussion industriepolitischer und standortrelevanter Themen mit. In einer Vielzahl von Einzelgesprächen mit Fachpolitikern, auf Parteitagen, im Rahmen von Bündnissen und Initiativen oder politischer Besuche an den drei Standorten wurde der Dialog konsequent fortgesetzt. Neu hinzugekommen ist die Mitgliedschaft im „KlimaDiskurs.NRW“, einer Plattform zur Diskussion kontroverser Themen des Klimaschutzes. Mit dem „Parlamentarischen Frühstück“ und dem „Parlamentarischen Abend“ war CURRENTA zudem erneut mit eigenen Formaten im parlamentarischen Umfeld aktiv.

Die Befragungen

Aber welchen Einfluss haben bestehende und neue Aktivitäten auf die Akzeptanz? Treffen sie die Erwartungen von Nachbarn, lokalen wie landespolitischen Stakeholdern? Um das herauszufinden, wurde im neuen Akzeptanzbericht ein zweistufiges Verfahren gewählt. Im ersten Schritt wurden in 14 Interviews und sechs Gruppendiskussionen Erwartungen an die Nachbarschafts- und Stakeholder-Kommunikation sowohl an den CHEMPARK-Standorten als auch auf NRW-Landesebene ermittelt. Gesprächspartner waren Bürger, Stakeholder, Vorstände von Unternehmen im CHEMPARK sowie die Oberbürgermeister bzw. Bürgermeister der Standortkommunen. Im zweiten Schritt befragte forsa in einer repräsentativen Umfrage 825 Bürger an den Standorten sowie 240 Stakeholder auf Standort- und Landesebene. Sie lieferten repräsentative Ergebnisse zur Bekanntheit und Bewertung verschiedener Kommunikationsangebote sowie zur Bedeutung unterschiedlicher Faktoren für die Akzeptanz.

Akzeptieren Sie den CHEMPARK?

Was wird vom CHEMPARK erwartet?

Bei den Gesprächen im ersten Studienteil wurde der Wunsch nach einer persönlichen, aktiven, transparenten und kontinuierlichen Kommunikation von nahezu allen Teilnehmern geäußert. Weiterhin lieferte die erste Phase individuelle, ungefilterte Einblicke: Aus Sicht der interviewten Vorstände ist CURRENTA akzeptiertes Gesicht und Sprachrohr aller Unternehmen im CHEMPARK, jedoch wünschen sie sich noch mehr Erfahrungs- und Ideenaustausch zwischen den einzelnen Unternehmen. Die interviewten Bürger empfinden die Kommunikationsangebote des CHEMPARK als glaubwürdige Bemühungen um Offenheit, einige wünschen sich aber noch mehr Einblick in das „Innenleben“ des CHEMPARK sowie eine direktere Ansprache kritischer Themen. Auch einige der interviewten lokalen Stakeholder würden gerne noch mehr über die einzelnen Unternehmen erfahren. Der informative, regelmäßige Austausch mit den Leitern Politik- und Bürgerdialog bleibt für sie aber essentiell. Die Stakeholder auf Landesebene äußerten in Einzelinterviews eine hohe Zufriedenheit mit der bisherigen Kommunikation. Sie erachten die Fortsetzung der Kommunikationsangebote als unabdingbar für den Erhalt der Akzeptanz.

Was muss der CHEMPARK machen, um akzeptiert zu werden?

Kommunikation fördert Akzeptanz

Die repräsentative Umfrage brachte Gewissheit: Insgesamt erhielt der CHEMPARK erneut überwiegend positives Feedback zu seiner Nachbarschaftskommunikation. Sie wird von der Mehrheit der Bürger und lokalen Stakeholder an den Standorten geschätzt. Die Stakeholder sind zudem weiterhin in hohem Maße davon überzeugt, dass die Aktivitäten der Nachbarschaftskommunikation die Akzeptanz des CHEMPARK fördern. Den Beweis liefern auch die Umfrageergebnisse selbst: Haben Bürger die CHEMPUNKT-Büros, die Nachbarschaftszeitung, Social-Media-Kanäle oder lokale Dialogformate wahrgenommen, dann bewerten sie den CHEMPARK in nahezu allen Bereichen positiver als solche, die diese Angebote nicht kennen. 

So informieren sich Bürger und Stakeholder

Unter den verschiedenen Informations- und Dialogangeboten kennen Bürger und Stakeholder eher persönliche Formate, die digitalen Angebote wie App und Social Media sind insbesondere den Älteren noch vergleichsweise unbekannt. Das neue Nachbarschaftsmagazin CHEMPUNKT ist der Mehrheit der Bürger und lokalen Stakeholder inzwischen vertraut und gehört bereits mit zu den beliebtesten Unternehmenskanälen. Doch entscheidend bleibt die persönliche Kommunikation – gerade für Stakeholder. Besonders wenn es um konkrete Anliegen geht, wenden sich auch Bürger persönlich an einen bekannten Ansprechpartner oder an das CHEMPUNKT-Büro. Letztere sind deutlich bekannter als noch 2015.

Neuer Fokus bei Akzeptanzfaktoren

Ob Bürger ein Industrieunternehmen in der Nachbarschaft akzeptieren oder nicht, entscheiden sie insbesondere anhand der Faktoren Umwelt, Sicherheit und Transparenz. Damit konzentriert sich der Blick der Nachbarn gegenüber 2015 auf drei statt fünf Faktoren. Die Rolle des CHEMPARK als Arbeitgeber und Ausbilder bleibt zwar ebenfalls wichtig. Ihre Relevanz für die Zustimmung der Nachbarn hat aber deutlich abgenommen. Für die lokalen Stakeholder sind Arbeits- und Ausbildungsplätze, gesellschaftliches Engagement sowie Präsenz und Kompetenz eines Unternehmens ebenso wichtig wie die drei Top-Faktoren Umwelt, Sicherheit und Transparenz. Damit bleiben insgesamt die gleichen Themen wie schon 2015 essentiell für die Industrieakzeptanz.

Erwartungen überwiegend erfüllt

Der CHEMPARK kann viele dieser Erwartungen von Bürgern und Stakeholdern erfüllen, schneidet bei den Themen Umwelt, Sicherheit sowie Offenheit und Transparenz jedoch unterschiedlich gut ab. Angesichts der hohen Relevanz will der CHEMPARK die Bereiche Umwelt und Sicherheit in den nächsten Jahren wieder vermehrt in der Kommunikation fokussieren, um die Erwartungen besser zu erfüllen.

Beitrag zur Industrieakzeptanz in NRW

Auf Landesebene ist CURRENTA für den Großteil der befragten Stakeholder als industriepolitischer Akteur präsent und sichtbar. Das Engagement des Unternehmens für den Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft empfindet die Mehrheit weiterhin als ausreichend. Nahezu einig sind sich die Befragten, dass CURRENTA zur Industrieakzeptanz nicht nur an den Standorten, sondern in ganz NRW beiträgt.

Ausblick

Diese insgesamt positiven Ergebnisse haben den bisherigen Ansatz von CURRENTA erneut bestätigt. Bestehende und neue Angebote an den Standorten sowie auf Landesebene sind bekannt und erfüllen in hohem Maße die Erwartungen von Nachbarn und gesellschaftlichen wie politischen Vertretern. Damit tragen sie positiv zur Akzeptanz des CHEMPARK, der dort produzierenden Unternehmen sowie zur Industrieakzeptanz landesweit bei. Neben positivem Feedback gibt es aber auch kritische Aspekte: Die Themen Umwelt und Sicherheit bleiben zentral und sollen mit Hilfe neuer Ansätze vermittelt werden. Auch in puncto Transparenz will der Chemieparkbetreiber zukünftig noch „eine Schippe drauflegen“. Denkbar sind außerdem weitere Angebote speziell für jüngere Zielgruppen. Oder kurz: Auch nach dem zweiten Akzeptanzbericht ist CURRENTA fest entschlossen, weiterhin mit neuen Ansätzen die gute Nachbarschaft auszubauen und für andere Unternehmen Vorreiter beim Thema Industrieakzeptanz zu sein.

Helfen die verschiedenen Aktivitäten im Rahmen
der Nachbarschaftskommunikation des CHEMPARK
dabei, die Akzeptanz des CHEMPARK zu stärken?

Bürger
16%16%
45%44%
30%31%
Stakeholder
3%2%
24%30%
70%61%
  •  
    Ja, in hohem Maße
  •  
    Ja, etwas
  •  
    Nein, eher bzw. überhaupt nicht

Wie beurteilen Sie die Aktivitäten der Nachbarschaftskommunikation des CHEMPARK?

  • Bürger   Stakeholder
  • 19%
    13%
    Sehr positiv
    52%
    50%
  • 57%
    58%
    Eher positiv
    37%
    47%
  • 8%
    11%
    Eher negativ
    0%
    2%
  • 3%
    1%
    Sehr negativ
    0%
    0%
  • Werte 2015

Welche Faktoren sind Ihnen für die Akzeptanz der Industrie vor Ort wichtig?

  • Bürger   Stakeholder
  • 75%
    81%
    Sicherheit
    89%
    83%
  • 78%
    82%
    Umwelt
    74%
    74%
  • 54%
    53%
    Offenheit und Transparenz
    67%
    73%
  • 58%
    43%
    Ausbildung
    61%
    58%
  • 56%
    44%
    Angebot an Arbeitsplätzen
    57%
    55%
  • Werte 2015
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