Befragungen und Ergebnisse

Methodik

Für den zweiten Akzeptanzbericht wurde die Methodik gegenüber der ersten Befragung im Jahr 2015 erweitert. Im ersten Schritt wurden in Interviews und Gesprächsrunden Erwartungen an die Nachbarschafts- und Stakeholder-Kommunikation an den CHEMPARK-Standorten und auf NRW-Landesebene ermittelt. Ziel war es, tiefergehende Erkenntnisse zu Einstellungen und Einschätzungen der bisherigen Kommunikationsangebote zu bekommen. Im zweiten Schritt erfolgten eine repräsentative Bürger-Befragung an den drei Standorten sowie eine Stakeholder-Befragung auf Standort- und Landesebene.

Was war das Ziel?

Im Zentrum der Befragungen standen folgende Fragen:

  • Was erwarten Bürger und Stakeholder vom CHEMPARK?
  • bekannt sind die Aktivitäten der Nachbarschafts- und Stakeholder-Kommunikation und wie werden sie bewertet?
  • wirken sich die Aktivitäten und unterschiedliche Faktoren auf die Akzeptanz des CHEMPARK aus?

Qualitative Befragungen: Gesprächsrunden und Interviews

Qualitative Methoden zeichnen sich durch eine große inhaltliche Offenheit aus und dadurch, dass die Zielgruppe – anders als bei Befragungen mit vorgege­benen Antworten – in eigenen Worten formulieren kann, was für sie bedeutsam ist. Das entspricht auch dem Ansatz des Perspektivwechsels. In der ersten Studienphase hat das von CURRENTA beauftragte Forschungsinstitut com.X deshalb in erster Linie zu­gehört, was Bürger und Stakeholder zum CHEMPARK sowie zu seiner Nachbarschafts- und Stakeholder­-Kommunikation zu sagen haben.

In Gruppendiskussionen und Interviews fragte das Forschungsinstitut, wie die Teilnehmer die bestehenden Aktivitäten beurteilen und was sie sich darüber hinaus vom CHEMPARK bzw. von CURRENTA wünschen. Um die Ergebnisse nicht zu beeinflussen, waren Vertreter von CURRENTA und CHEMPARK bei den Gesprächen nicht dabei.

Wer wurde befragt?

Teilnehmer der Gespräche waren zufällig ausgewählte bzw. frei rekrutierte Bürger und Stakeholder an den Standorten sowie politische und gesellschaftliche Vertreter auf Landesebene. Als Stakeholder werden Personen bezeichnet, die eine aktive Rolle im politischen oder gesellschaftlichen Leben der drei Standortkommunen einnehmen und die unmittelbare Ansprechpartner der Leiter Politik- und Bürgerdialog sind. Auf Landesebene sind dies politische Entscheider, Verbands- und Interessenvertreter als direkte Ansprechpartner des Leiters Public Affairs.

Zusätzlich wurden drei Vorstandsmitglieder der Bayer AG, Covestro AG und LANXESS AG interviewt. So waren die Perspektiven von Bürgern, gesellschaftlichen und politischen Vertretern auf der einen Seite und die Sicht der CURRENTA-Kunden auf der anderen Seite vertreten.

 

Die Ergebnisse der Diskussionsrunden und Befragun­gen wurden anonymisiert und gebündelt ausgewertet. Ergänzend zu den Befragungen fanden journalistisch geführte Interviews mit den Oberbürgermeistern von Leverkusen und Krefeld sowie dem Bürgermeister von Dormagen statt.

Quantitative Studienphase: Telefon- und Onlinebefragung

Aufbauend auf den Ergebnissen der qualitativen Studienphase wurde der Fragebogen für die quan­titative Befragung weiterentwickelt und aktualisiert. Dabei wurde Wert auf die Vergleichbarkeit zu den Ergebnissen aus 2015 gelegt.

Die Befragung erfolgte im Mai und Juni 2018 mit drei unterschiedlichen Fragebogen an den drei CHEMPARK-Standorten und auf NRW-Landesebene. An den Stand­orten wurde nach dem CHEMPARK gefragt, der bei fast allen Aktivitäten als Absender für die Gemeinschaft der Unternehmen steht. Auf Landesebene wurde nach dem Unternehmen CURRENTA gefragt. Die Durchführung der Befragung erfolgte durch das Meinungsforschungsinstitut forsa.

Wer wurde befragt?

Auf Standortebene nahmen Bürger und Stakeholder teil, auf Landesebene ausschließlich Stakeholder. Darin spiegelt sich wider, dass an den Standorten beide Gruppen – Bürger und Stakeholder – gleichermaßen relevant für die Akzeptanz vor Ort sind. Demnach sind auf lokaler Ebene beide Gruppen wichtig, wenn es darum geht, Aktivitäten zu bewerten bzw. Akzeptanz zu ermitteln.

Auf Landesebene wurden Stakeholder zur Bekanntheit der Aktivitäten befragt sowie um eine Bewertung des Engagements von CURRENTA für die Industrieakzeptanz in NRW gebeten. Alle Eingaben erfolgten anonym.

Wie wurde befragt?

Stakeholder-Befragung auf Standortebene:
Die Grundgesamtheit der Teilnehmer der Stakeholder-Befragung an den CHEMPARK-Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen besteht aus allen Personen, die dort eine aktive Rolle im politischen oder gesellschaft­lichen Leben einnehmen. So wurden Akteure aus den Bereichen Politik und Verwaltung, aus Vereinen / Gesellschaft / Umwelt- und Naturschutz sowie aus Wirtschaft / Unternehmen und Industrie an den Standorten gebeten, an der Befragung teilzunehmen. Als Methode wurde hierfür eine schriftliche Befragung mit einem standardisierten Fragebogen genutzt. Die Beantwortung erfolgte über ein Onlineformular. Die hier vorliegen­de Auswertung basiert auf den Antworten von 204 Teilnehmenden an den drei Standorten.

Wer sind Sie?

Bürger-Befragung auf Standortebene:
In den drei Standortkommunen wurden insgesamt 825 Bürger befragt. Um zu gewährleisten, dass vornehmlich direkte Anwohner befragt werden und eine Vergleichbarkeit zum ersten Akzeptanzbericht gegeben ist, wurde das Gebiet in Krefeld auf Uerdingen und in Leverkusen auf die Stadtteile Wiesdorf und Bürrig begrenzt.

Die telefonische Befragung der Bürger in den Standortkommunen fand im Zeitraum vom 22. Mai bis zum 29. Juni 2018 statt. Dabei wurde ein standardisierter Fragebogen genutzt. Der Auswahl der Befragten lag ein systematisches Zufallsverfahren zu Grunde.

Stakeholder-Befragung auf Landesebene:
Auf Landesebene wurden politische Entscheider, Verbands- und Interessenvertreter gebeten, an der Befragung teilzunehmen. Diese erfolgte nach der gleichen Methodik wie die Stakeholder-Befragung auf Ebene der Standorte. 36 Personen nahmen an der Befragung teil.

Alle Fragebögen finden Sie hier.

Erkenntnisse aus der qualitativen Phase

Ungefilterte Perspektiven: Was wird vom CHEMPARK erwartet?

 

In der ersten Studienphase lieferten Gruppendiskussionen und Leitfadeninterviews lebendige und tiefergehende Blicke auf die Nachbarschafts- und Stakeholder-Kommunikation von CHEMPARK und CURRENTA – aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Welche Erwartungen werden gestellt? Welche Themen sind wichtig? Wie werden die aktuellen Angebote gesehen?

Auch wenn die Ergebnisse nur einen Querschnitt individueller Einschätzungen liefern und nicht im statistischen Sinne repräsentativ sind: Denkanstöße gab es genug.

Die Unternehmensperspektive

CURRENTA bündelt die Kommunikation mit Bürgern und Stakeholdern in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen sowie auf Landesebene für alle 70 Unternehmen im CHEMPARK. Demnach muss der Chemieparkbetreiber den produzierenden Betrieben auf der einen Seite und Bürgern sowie politischen und gesellschaft­lichen Vertretern auf der anderen Seite des Werkszauns gerecht werden.

Ansprüche der Bevölkerung decken sich mit unseren und denen unserer Mit­arbeiter: ein größtmögliches Maß an Sicherheit und Umwelt­verträglichkeit.

Doch das sehen die Unternehmen im Chemiepark gar nicht als Widerspruch. So hätten beide Seiten großes Interesse an einem sicheren und umweltverträglichen Betrieb der Anlagen im CHEMPARK, sagt einer der interviewten Vorstände der CHEMPARK-Unternehmen. Allerdings nehme man auch wahr, dass die Ansprüche an Informationen und Transparenz bei der Bevölkerung gewachsen seien. Bürger wollten stärker einbezogen werden.

Der Kommunikation messen die Unternehmensvertreter deshalb eine hohe Relevanz bei. Gerade bei baulichen und tech­nischen Erweiterungen sei die Akzeptanz im Umfeld essentiell wichtig. Eine ausschließlich punktuelle Kommunikation zu Projekten

 

würde den Erwartungen jedoch nicht gerecht.
Deshalb findet der kontinuier­liche Ansatz von CURRENTA Zustimmung. Die Kunst sei es, dabei ständig im Blick zu haben, welche Themen die Menschen gerade bewegen.

CURRENTA ist für die befragten Vorstände dabei akzeptiertes Gesicht und Sprachrohr aller Unternehmen im CHEMPARK. Ein Vertreter bescheinigt dem Chemieparkbetreiber und -manager sogar, einen Kulturwandel in der gesamten Branche angestoßen zu haben: Chemieunternehmen würden die Optimierung der Kommunikation heute als strategische Daueraufgabe begreifen.

Aber es gibt auch Anregungen, wie es noch besser gehen könnte: zum Beispiel, indem man unter den Unternehmen und auch zwischen den Standorten noch mehr Erfahrungen und gute Ideen für die Kommunikation austauscht. Beim Werben um Akzeptanz sei Konkurrenzdenken nämlich fehl am Platze und müsse überwunden werden.

Das Zusammenspiel der CHEMPARK-Partner sollte stärker ineinander­greifen, indem man sich gemeinsame Ziele setzt und gemeinsam Initiativen platziert, die die Bedürfnisse der Bevölkerung aufgreifen.

Die Bürgerperspektive

Haben Sie den CHEMPARK gerne als Nachbarn? Kann ein CHEMPARK überhaupt ein guter Nachbar sein?

Der CHEMPARK als Nachbar: Das löst bei vielen Bürgern erstmal Fragen aus. Sie wollen wissen, was im Chemiepark nebenan produziert wird, was zur Störfallprävention unternommen wird und wie es mit dem Standort weitergeht. Über all diese Fragen wünschen sie sich ausreichend Informationen, das bedeutet für sie Transparenz.

Da müsste der CHEMPARK möglichst schnell reagieren und Tacheles reden, welche Gefahren da sind.

Bei der Nachbarschaftskommunikation spielen vor allem drei Faktoren eine wichtige Rolle: Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Schnelligkeit. Als Merkmal einer zuverlässigen Kommunikation nennen die befragten Bürger eine kontinuierliche, verlässliche, ehrliche und persönliche Ansprache. Auch für die Vertrauenswürdigkeit ist ihnen der persönliche Kontakt wichtig, der die fachliche, menschliche und kommunikative Kompetenz untermauert. Schnelle Informationen wünschen sich die Bürger insbesondere bei Störfällen. Maßstab ist hierbei die Echtzeit-Kommunikation in Social Media.

Sie versuchen, eine Kommunikation und eine Nachbarschaft mit den Leuten aufzubauen. Ich empfinde das als sehr positiv.

Die Nachbarschaftsbüros, bestehende Sicherheits­informationen und die App sehen einige der 23 be­­fragten Bürger zwischen 20 und 83 Jahren als gute Ansätze. Sie werden als glaubwürdige Bemühungen um Offenheit empfunden. Das Nachbarschaftsbüro ist auch deshalb wichtig, weil Vertrauen aus Bürgersicht nur durch persönliche Ansprache entsteht.

Einigen Teilnehmern war es allerdings bislang nicht als Anlaufstelle bekannt. Das neue Nachbarschaftsmagazin wird von einzelnen Bürgern als zu textlastig kritisiert und mit Unternehmenswerbung in Verbindung gebracht.

Inhaltlich geht es den Teilnehmern der Fokusgruppen vor allem um Informationen mit Alltagsrelevanz, zum Beispiel Verhaltenstipps und Kontaktnummern sowie Vorab­informationen zu Projekten. Das „Innenleben“ des CHEMPARK soll sichtbarer und greifbarer werden. Hintergründe und Berichte über technische Themen interessieren sie dagegen weniger. Ihr Wunsch: noch mehr Bürgerperspektive und kritische Themen direkter ansprechen. Und das nicht nur über gedruckte oder Onlineformate, sondern am besten verbunden mit einer größeren Präsenz von Unternehmensvertretern in den Kommunen und Städten.

Ich fürchte, Nachbarschaft beschränkt sich auf das Räumliche. Beim echten Nachbarn kann man klingeln, wenn Mehl oder Eier fehlen. Aber CHEMPARK ist etwas, was sich hinter großen Mauern verbirgt, das ist nicht greifbar.

Wäre das der Schlüssel, damit der CHEMPARK sein selbst gestecktes Ziel, ein guter Nachbar zu sein, bei Bürgern letztendlich erreicht? Das sehen die Teilnehmer kritisch. Mit Nachbarschaft assoziieren sie mehr als eine räumliche Nähe. Und eine echte nachbarschaftliche Beziehung mit einem „anonymen Unternehmen“ können sie sich dauerhaft nur schwer vorstellen. Auf Veranstaltungen – erläutert ein Gesprächsteilnehmer – kann es das „Nachbarschaftsfeeling“ durchaus geben, aber eben beschränkt auf solche Situationen.

Würden Sie ein Haus neben dem CHEMPARK kaufen?

Erkenntnisse aus der qualitativen Phase

Ungefilterte Perspektiven: Was wird vom CHEMPARK erwartet?

In der ersten Studienphase lieferten Gruppendiskussionen und Leitfadeninterviews lebendige und tiefergehende Blicke auf die Nachbarschafts- und Stakeholder-Kommunikation von CHEMPARK und CURRENTA – aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Welche Erwartungen werden gestellt? Welche Themen sind wichtig? Wie werden die aktuellen Angebote gesehen?

Auch wenn die Ergebnisse nur einen Querschnitt individueller Einschätzungen liefern und nicht im statistischen Sinne repräsentativ sind: Denkanstöße gab es genug.

Die Stakeholder-Perspektive an den Standorten

In den Gesprächsrunden mit lokalen Vertretern aus Politik, Verwaltung, Vereinen, Naturschutz und Wirtschaft zeigte sich an allen Standorten eine weitgehende Zufriedenheit mit der Nachbarschaftskommunikation.

Ihre Erwartungen: eine proaktive Kommunikation und ein enger persönlicher Draht zum Chemiepark. Diesen Anspruch erfüllt der CHEMPARK nach Auffassung der insgesamt 27 Teilnehmer – insbesondere durch die aktive Rolle der Leiter Politik- und Bürgerdialog in der Stadtgemeinschaft. Sie schätzen den regelmäßigen Austausch und fühlen sich gut informiert.

Zum Teil übernehmen die Stakeholder aus eigenem Antrieb eine Multiplikatoren-Rolle und sind bei Fragen rund um den CHEMPARK selbst Ansprechpartner für ihr Umfeld. Auch deshalb, weil sie den Chemiepark tatsächlich als guten Nachbarn empfinden und sich nachbarschaftlich verbunden fühlen.

Wir sind eng verzahnt: Initiativen, Ideenaustausch, Projekte. Dabei ist der CHEMPUNKT als Antreiber, Kommuni­kationshilfe sehr wichtig.

 

Für diese intakte Beziehung sind die CHEMPUNKT-Büros und deren Leiter aus Perspektive der Stakeholder-Vertreter zentrale Bausteine und mittlerweile bereits wichtige Knotenpunkte der jeweiligen kom-mu­nalen Netzwerke insgesamt. Seit der Eröffnung der Büros im Jahr 2013 beobachten viele von ihnen eine positive Dynamik in der Kommunikation. Das persönliche Engagement der drei Standortkommunikatoren erachten dabei einige auch für die Entwicklung lokaler Projekte unabhängig vom Chemiepark als essentiell.

Im Bereich der Störfallkommunikation sind die Erwartungen der befragten Stakeholder bereits heute gut abgedeckt: Die Anlass- und Störfallkommunikation von CURRENTA für alle Unternehmen im CHEMPARK wird positiv wahrgenommen.

Das hat die Akzeptanz dieser Projekte stark gefördert, dass wir den Leuten sagen konnten: Wir sind darüber informiert, wenn ihr wollt, könnt ihr das einsehen.

Damit sind die eigenen Erwartungen aus Sicht der Gesprächsteilnehmer weitgehend erfüllt. Einziger Wunsch: Sie würden gerne noch mehr über die einzelnen Unternehmen im CHEMPARK erfahren.

Die Stakeholder-Perspektive auf Landesebene

Über die Akzeptanz wird an den Unternehmensstand­orten entschieden. Das sehen auch die Stakeholder in der Landeshauptstadt so. Deshalb haben sie nicht nur die landespolitischen Aktivitäten im Blick, sondern auch, was an den drei Standorten passiert. Eine kontinuierliche Akzeptanzkommunikation sehen die acht befragten Vertreter – wie die Unternehmen aus dem CHEMPARK – als systemische Daueraufgabe. Ihre Erwartung ist des­halb eine seriöse und ehrliche Basiskommunikation. Grundgedanke aller Interviewpartner ist: Transparenz schafft Akzeptanz.

Mit einer kontinuierlichen Kommunikation verbinden die Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft unterschiedliche Aspekte. Die Politik verknüpft damit zum Beispiel die Erwartung, dass der CHEMPARK seine wirtschaftliche wie gesellschaftliche Bedeutung ausreichend vermittelt. Ein NGO-Vertreter betont, dass Informationen auch mit der Selbstverpflichtung zu einem konsistenten Handeln einhergehen müssten.

Es gibt einen permanenten Austausch, gute und intensive Gespräche, daher eine hohe Akzeptanz in der Politik.

 

In Bezug auf den eigenen Austausch mit dem Unternehmen wünschen sich die landespolitischen Stakeholder Kontinuität und kurze Wege. Außer-dem setzen sie Aufrichtigkeit und eine frühzeitige Ein­bindung in Planungen für ein funktionierendes Miteinander voraus. Besonders persönliche Gespräche und Dialogver­anstaltungen werden geschätzt. Wichtiger als das Format ist allerdings die Haltung dahinter: Offenes, zugängliches und proaktives Verhalten wird anerkannt – gerade bei schwierigen Themen.

Bei allen Interviews klingt eine hohe Zufriedenheit mit der bisherigen Kommunikation durch. Die Fortsetzung der Kommunikationsangebote an Bürger und Stakeholder wird aber auch als Voraussetzung genannt, damit die Akzeptanz zukünftig erhalten bleibt.

Nicht ausruhen, den Prozess immer weiterentwickeln, um jeweils an die Lage angepasst reagieren zu können auf Basis einer soliden Grund­kommu­nikation.

Zwischenfazit

Die Interviews und Gespräche haben einen tiefergehenden Einblick ermöglicht und die Erwartungshaltungen der einzelnen Gruppen deutlich skizziert: Bei allen besteht der Wunsch nach einer persönlichen, aktiven und transparenten Kommunikation.

Ob die bestehenden Maßnahmen ausreichen, um diese Erwartungen zu erfüllen, war Teil der anschließenden quantitativen Befragung. Auf Grundlage der Einzelinterviews und Gruppendiskussionen wurden dabei ergänzende Fragen in das Fragenset aufgenommen:

  • Besteht flächendeckend ein hohes Interesse, mehr über die einzelnen Unternehmen im CHEMPARK zu erfahren?
  • Wird sogar eine stärkere Nachbarschaftskommunikation und Präsenz einzelner Unternehmen gewünscht?
  • Kommt der CHEMPARK dem Wunsch nach einer offenen und transparenten Kommunikation ausreichend nach?

 

  • Ist den Bürgern das CHEMPUNKT-Büro als Anlaufstelle für ihre Anliegen bekannt oder ist die Aufmachung zu unscheinbar bzw. nicht einladend genug?
  • Zu welchen Themen wünschen sich Bürger und Stakeholder an den Standorten mehr Informationen?
  • Welche Informationskanäle sind die Favoriten bei allgemeinen Themen und bei konkreten Anliegen?
  • Wird das neue Nachbarschaftsmagazin CHEMPUNKT von den Bürgern angenommen?

Mit Hilfe dieser und weiterer Fragen konnte ein klareres Bild über Informationswünsche und Kommunikationsverhalten in Bezug auf die Nachbarschaftskommunikation gewonnen werden.

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