Perspektivwechsel für eine breite Akzeptanz

Der Erfolg eines Unternehmens lässt sich nicht allein durch Kennzahlen zu Produkt- und Lieferqualität, Unternehmensgröße und Marktposition bemessen. Denn diese Kenngrößen beziehen sich allenfalls auf Vergangenes und Gegenwärtiges. Akzeptanz – und damit die Wahrung der „License to operate“ – hin­gegen dient der Zukunftssicherung eines Unternehmens. Denn nur durch den Aufbau und die Pflege von Akzeptanz, Glaubwürdigkeit und Vertrauen kann eine nachhaltige Standortsicherung gelingen.

Um abseits konkreter infrastruktureller und industrieller Großprojekte die Menschen im Standortumfeld zu erreichen, braucht es einen erweiterten strategischen Ansatz. CURRENTA hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, an den CHEMPARK-Standorten kontinuierlich und auf Augenhöhe für Akzeptanz zu werben.

Akzeptanz beinhaltet für CURRENTA mehr als eine Billigung des CHEMPARK, seiner Aktivitäten und der dort ansässigen Unternehmen. Es geht darüber hinaus um eine positive Einstellung zu den Industrieunternehmen sowie zu industrieller Produktion – und um gute Nachbarschaft.

Dialog vor Ort: Abfallentsorgung
Dialog vor Ort: Abfallentsorgung
Einblicke in den Betrieb
Rundfahrt durch das Werk
Rundfahrt durch das Werk
Landrat Stephan Santelmann (M.) besucht den CHEMPARK
Landrat Stephan Santelmann (M.) besucht den
CHEMPARK

Wir wollen gewollt sein

Um diesem hohen Anspruch gerecht zu werden, verfolgt CURRENTA den strategischen Ansatz des Perspektivwechsels. Das Unternehmen setzt dabei nicht nur auf eigene Themen und Botschaften, sondern bezieht auch die lokalen Themen und Gegebenheiten sowie die Erwartungen und Bedürfnisse seiner Nachbarn in die unternehmerischen und kommunikativen Aktivitäten mit ein. Dafür steht CURRENTA im direkten Austausch mit politischen und gesellschaftlichen Akteuren, identifiziert relevante Themen und unterstützt dort, wo Hilfe erforderlich ist. Die Themen müssen dabei nicht zwangsläufig einen direkten Bezug zum CHEMPARK oder zum Geschäft von CURRENTA haben. 

Stattdessen möchte CURRENTA gesellschaftliche Themen und Projekte begleiten und mit eigenem Know-how fördern. Sind relevante Themen und Projektideen identifiziert, werden sie gemeinsam mit Akteuren vor Ort umgesetzt.

Grundvoraussetzung für einen derartigen strategischen Ansatz sind der Wille und der Mut, etwas zu bewegen. Denn nur gemeinsam können Stadt und Bürger sowie CURRENTA die städtische Entwicklung nachhaltig vorantreiben.

Der CHEMPARK vor Ort, eine Bereicherung?

Wäre es aus Ihrer Sicht schlimm, wenn der CHEMPARK einfach schließen würde?

Interview mit der Geschäftsführung

„Akzeptanz und Vertrauen sind erfolgskritische Faktoren für Unternehmen.“

Was bedeuten Akzeptanz und Vertrauen für einen Chemieparkmanager und -betreiber? Im Interview sprechen Dr. Günter Hilken, Vorsitzender der Geschäftsführung der Currenta GmbH & Co. OHG, und Dr. Alexander Wagner, Mitglied der Geschäftsführung, über Industrieakzeptanz, die Nachbarschaftskommu­nikation und die Strategie, die dahintersteckt.

CURRENTA versteht sich als lernende Organisation. Dabei spielt der strategische Ansatz des Perspektivwechsels eine besondere Rolle. Warum ist es für ein Unternehmen so wichtig, sich in sein Standortumfeld hineinzuversetzen?

Dr. Günter Hilken:
Das Werben um Akzeptanz ist in erster Linie ein gegenseitiger Lernprozess. Bürgernahe Nachbar­schaftskommunikation kann nur eine lernende Organisation anbieten. Und als solche versteht sich CURRENTA.

Wir haben verstanden, dass Nachbarschafts­kom­mu­nikation nicht heißt, ausgewählte Informa­ti­onen zu den Unternehmensaktivitäten herauszugeben. Es braucht auch den Mut zu Transparenz und die Fähigkeit, sich auf Themen einzulassen, die von außen an uns herangetragen werden. Der Perspektiv­wechsel ermöglicht uns all das und wir können nicht nur informieren, sondern uns zugleich auch engagieren.

Warum ein zweiter Akzeptanzbericht? Welches Ziel verfolgen Sie mit der Neuauflage?

Dr. Alexander Wagner:
Wir haben 2015 einen ersten Aufschlag gemacht und wollen nun erneut erfahren, was unsere Nachbarn über uns und unsere Arbeit denken und wie sich die Ansichten im Vergleich entwickelt haben. Auch hier gilt: lernen durch Zuhören. Wir wollen wissen, was wir bereits gut machen und was wir noch verbessern können.

Dazu sind wir diesmal einen Schritt weiter gegangen und haben Bürger und Stakeholder in Diskussions­runden ihre Erwartungen an uns offen untereinander besprechen lassen – ohne selbst mit am Tisch zu sitzen. Durch die anonym ausgewerteten Ergebnisse konnten wir tiefergehende Erkenntnisse erlangen, die uns jetzt helfen, unsere Nachbarschaftskommunikation und unsere Aktivitäten auf Landesebene noch besser zu gestalten.

Dr. Günter Hilken, Vorsitzender der Geschäftsführung
Dr. Günter Hilken, Vorsitzender der Geschäftsführung
Dr. Alexander Wagner, Mitglied der Geschäftsführung
Dr. Alexander Wagner, Mitglied der Geschäftsführung

Sie bevorzugen die persönliche Ansprache von Akteuren vor Ort statt einer breitenwirksamen Imagewerbung. Wieso?

Dr. Günter Hilken:
Weil der Ton die Musik macht. Gute Nachbarn kennen einander und dabei ist die Art der Ansprache entschei-dend. Wir wollen den Menschen auf Augenhöhe begegnen und verstehen unsere Rolle als vertrauens-voller und offener Partner.

Dass unser Ansatz richtig ist, hat schon der erste Akzeptanzbericht gezeigt. Gerade politische und gesellschaftliche Stakeholder, aber natürlich auch die Bürger im Standortumfeld schätzen den persön-lichen Draht zu uns.

Als Chemieparkbetreiber agieren Sie nicht nur allein für CURRENTA. Wie profitieren die Unternehmen im CHEMPARK von Ihren Bemühungen in der Nachbarschaftskommunikation?

Dr. Alexander Wagner:
Wir binden die Unternehmen im CHEMPARK in unsere Kommunikation mit ein. So beispielsweise beim Thema Sicherheit am Standort.

Mit unserer Nachbarschaftsarbeit fördern wir zeit­gleich die Akzeptanz für die Produktion und neue Projekte an unseren Standorten – im Namen von und für alle Unternehmen. Damit verbessern wir die Planungssicherheit.

Aber auch Neukunden profitieren: Sie können bei der Planung einer Produktionsanlage an einem unserer Standorte darauf zählen, dass wir uns im gesamten Standortumfeld für dieses Projekt starkmachen. Dabei bauen wir auf valide und gewachsene nach-barschaftliche Beziehungen zum lokalen Umfeld.

Sie nehmen für sich eine Vorreiterrolle beim Thema Industrieakzeptanz in Anspruch. Woran machen Sie das fest?

Dr. Günter Hilken:
Unsere CHEMPUNKT-Nachbarschaftsbüros und auch der erste Akzeptanzbericht waren so etwas wie Pionierarbeit. Mittlerweile sind andere Unter­nehmen unserem Beispiel gefolgt. Darüber freuen wir uns sehr. Denn Industrieakzeptanz braucht ein gemeinsames Engagement vieler Unternehmen – und letztlich auch der Politik hier in NRW.

CURRENTA-Headquarter in Leverkusen
CURRENTA-Headquarter in Leverkusen
x CURRENTA CURRENTA zum Home-Bildschirm hinzufügen:
drücken und dann Zum Home-Bildschirm.