PFT-Analytik

PFT-Analytik

Perfluorierte Chemikalien (PFC) sind industriell hergestellte organische Verbindungen, bei denen am Kohlenstoffgerüst Wasserstoffatome durch Fluoratome ersetzt sind. Die Kohlenstoff-Fluor-Bindung bietet eine hohe chemische und thermische Stabilität. Diese Bindung gilt als eine der stärksten Bindungen in der organischen Chemie, weshalb die PFT dadurch bisher weder mit Hilfe von üblichen Oxidationsmitteln oder starken Säuren, noch durch UV-Strahlung unter normalen Umweltbedingungen zerstört werden konnten. Die PFT treten mittlerweile ubiquitär auf, was sie nicht mehr zu einem lokalen, sondern zu einem globalen Problem macht  Derzeit gibt es etwa 850 synthetische PFC-Verbindungen.  Perfluorierte Verbindungen haben schmutz-, fett- und wasserabweisende Eigenschaften.  


Wegen dieser besonderen Eigenschaften und ihrer Beständigkeit werden einige PFC-Verbindungen als Tenside in Feuerlöschschäumen, galvanischen Bädern und in der fotochemischen Industrie eingesetzt. Eine Vielzahl von chemischen Produkten zur Imprägnierung von Papier, Textilien und Leder enthalten diese Chemikalien als Bausteine von Wirkstoffen, als produktionsbedingte Verunreinigung oder als deren Abbauprodukte. Problematisch sind bei vielen längerkettigen PFC eine hohe Bioakkumulierbarkeit und Langlebigkeit in der Umwelt sowie verschiedene toxische Effekte.

Leitsubstanzen in der PFT-Analytik

Am häufigsten wurden wegen ihrer ubiquitären Verbreitung und ihrer Persistenz bislang die Verbindungen Perfluoroktanoat (PFOA) und Perfluoroktansulfonat (PFOS) untersucht. Diese Stoffe werden deshalb auch als Leitsubstanzen behandelt.

PFOS wird von der EU als PBT-Stoff (persistent, bioakkumulativ, toxisch) bewertet. Das Inverkehrbringen und die Verwendung ist seit dem 27. Juni 2008 von der Europäischen Kommission verboten.

Wir bieten Ihnen mit der etablierten PFC-Analytik mittels HPLC/MS- und HPLC/MS-MS-Kopplung auch Untersuchungen aus komplexen Matrices und im Spurenbereich an. Die Standardanalyse umfasst die Leitsubstanzen Perfluoroktanoat (PFOA) und Perfluoroktansulfonat (PFOS), zusätzlich können beispielsweise folgende Substanzen erfasst werden:

  • Perfluorbutanoat (PFBA)

  • Perfluorbutansulfonat (PFBS)

  • Perfluorpentanoat (PFPeA)

  • Perfluorhexanoat (PFHxA)

  • Perfluorhexansulfonat (PFHxS)

  • Perfluorheptanoat (PFHpA)

  • Perfluornonanoat (PFNA)

  • Perfluordecanoat (PFDA)

Weitere per- und polyfluorierte Substanzen auf Anfrage.

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