Dienstag - 04. Dezember 2018
Kooperation wird fortgesetzt

So kann es weitergehen

Currenta und Wupperverband verlängern vorzeitig Kooperation bis 2031
Gemeinsam in die Zukunft: Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbandes, und Currenta-Geschäftsführer Dr. Alexander Wagner freuen sich über die Fortführung der Kooperation im Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen.
Gemeinsam in die Zukunft: Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbandes, und Currenta-Geschäftsführer Dr. Alexander Wagner freuen sich über die Fortführung der Kooperation im Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen.

Leverkusen, 4. Dezember 2018 – Seit über 50 Jahren ist diese Verbindung ein Gewinn: Der Wupperverband und der Chempark-Manager und -Betreiber Currenta klären seit vielen Dekaden die Abwässer aus Chemiewerk und dem Bergischen Land. Die Kooperation der beiden Entsorger zur Übernahme der kommunalen Abwässer wurde jetzt vorzeitig verlängert. Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbandes und Currenta-Geschäftsführer Dr. Alexander Wagner unterzeichneten einen neuen Kooperationsvertrag für weitere 13 Jahre.

Kooperation gesichert bis 2031
„Die gemeinsame Reinigung kommunaler und industrieller Abwässer in der Gemeinschaftskläranlage Leverkusen ist ein Musterbeispiel für eine jahrzehntelange, erfolgreiche Zusammenarbeit von Industrie und Wupperverband“, so Georg Wulf. „Ich freue mich sehr, dass wir schon frühzeitig die Weichen gestellt haben und unsere bewährte Kooperation zunächst bis 2031 fortsetzen.“

Win-Win-Situation: Synergien im Fokus der Kooperation
Auch der Currenta-Geschäftsführer freut sich über die vorzeitige Verlängerung: „Wir haben eine gute Entscheidung getroffen. Wir für uns. Der Wupperverband für sich. Und vor allem wir gemeinsam. Aus der Fortführung der Kooperation ergeben sich wirtschaftlich bedeutende Vorteile für beide Partner. Synergien schöpfen steht im Fokus. Sehr gerne erneuern wir unser Bekenntnis zueinander“, so Wagner. Konkret bedeutet das: weiterhin ein gemeinsames Klärwerk statt zwei separate. Ein Klärprozess für Chempark- und regionale Abwässer statt zwei parallel laufende. Gemeinsame statt doppelte Kosten.

Blick auf das Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen, in dem Wupperverband (rechts) und Currenta (links) gemeinsam die Abwässer aus Chempark und Kommunen klären.
Blick auf das Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen, in dem Wupperverband (rechts) und Currenta (links) gemeinsam die Abwässer aus Chempark und Kommunen klären.

Gemeinsam Grenzwerte meistern
Nicht nur wirtschaftlich ist die Synergie von Wupperverband und Currenta ein echtes Plus. Auch verfahrenstechnisch bringt die Fortführung der Kooperation eine ganze Reihe an Vorteilen mit sich. Etwa durch die gemeinsame Behandlung der kommunalen und der Industrieabwässer aus dem Chempark, in deren Zuge die enthaltenen Schadstofffrachten jetzt noch besser abgebaut werden können. Möglich macht das eine Millionen-Investition in die Optimierung und Erweiterung der Nachklärstufen.

Das ‚ONKL‘-Projekt
Das sogenannte ONKL-Projekt (Optimierung Nachklärkapazität Kläranlage Leverkusen) ist Teil der Kooperationsvereinbarung und schafft die Grundlage für einen dauerhaft sicheren Betrieb und weiterhin die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben während der vereinbarten Vertragslaufzeit. Eine Investition, die sich gleich mehrfach rechnet. Denn: „Durch den Umbau der Anlage können wir zukünftig umweltschonender klären, da wir weniger Energie verbrauchen und dadurch weniger CO2 produzieren“, erklärt Robert Friebe, Betriebsleiter Wasserversorgung und -Reinigung am Standort.

„Zudem sind wir durch den Ausbau flexibler im Anlagenbetrieb und für mögliche zukünftige Kapazitätserweiterungen im Chempark gut aufgestellt.“ Über das Projekt und vor allem den Bau eines neuen Nachklärbeckens hatte Robert Friebe im Nachbarschaftsbüro Chempunkt persönlich informiert. Die Auslegung der Unterlagen ist für den Beginn des kommenden Jahres geplant.

Im Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen werden die Betriebsabwässer aus dem Chempark zusammen mit den kommunalen Abwässern von bis zu 400.000 Einwohnern aus Leverkusen, Leichlingen, Burscheid sowie aus Teilen von Solingen und Bergisch Gladbach geklärt. Das Verhältnis dabei liegt bei rund 70 Prozent kommunaler und 30 Prozent Betriebsabwässer.

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