Netzwerke, 16. Juli 2019

Update für Stromversorgung

Baustart im CHEMPARK Leverkusen

Beim symbolischen Projektstart auf der Baustelle waren zugegen Martin Zgrzendek, Tobias Küter und Christian Czauderna von CURRENTA sowie Andreas Zimmer, Ralf Krumm und Atakan Özcay von ABB (v.l.n.r.).
Beim symbolischen Projektstart auf der Baustelle waren zugegen Martin Zgrzendek, Tobias Küter und Christian Czauderna von CURRENTA sowie Andreas Zimmer, Ralf Krumm und Atakan Özcay von ABB (v.l.n.r.).

Die CURRENTA verfolgt im CHEMPARK eine nachhaltige Asset-Strategie. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie rechtzeitig die Weichen für Modernisierungen stellt. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Erneuerung der Stromversorgung im CHEMPARK Leverkusen.

Mit dem Spatenstich, Ende Juni, haben die Bauarbeiten zur Modernisierung der Stromnetzinfrastruktur im Südteil des CHEMPARK Leverkusen begonnen. Versorgungsleiter Christian Czauderna betonte bei dieser Gelegenheit die zwei Hauptvorteile des 17,5 Millionen Euro schweren CURRENTA-Projektes: "Kunden werden in Zukunft noch sicherer versorgt und das Netz wird sich einfacher warten lassen."

Tobias Küter, Leiter Technik Elektrische Netze, ergänzt: "Wir haben uns für ein optimiertes und zukunftsgerichtetes Netz-Konzept entschieden. Auf diese Weise kann CURRENTA nicht nur weitere sinnvolle Maßnahmen im Rahmen des Großprojektes realisieren, sondern auch 4 Millionen Euro sparen. Diese wären zu Buche geschlagen, wenn wir den einfachsten Weg, den 1:1-Ersatz, eingeschlagen hätten."

Hauptmotivation für das „Update“ der Stromversorgung war zum einen der Umstand, dass die 25 kV-Hauptschaltanlage LEV X17 und die fünf unterlagerten 10 kV-Verteilstationen am Ende ihrer technisch sinnvollen Nutzungsdauer angekommen sind. Zum anderen war die Kapazität der Station D304 erschöpft.

Technische Meilensteine

Bis 2020 wird die Haupteinspeisung auf der Mittelspannungsebene rund erneuert. Konkret heißt dies, dass zwei neue Schalthäuser mit je einer 10-kV-Duplex-Schaltanlage mit rund 40 Schaltfeldern im Flittarder Werksteil entstehen. Beide Häuser werden mit einer Direkteinspeisung aus der 110-kV-Spannungsebene ausgestattet und danach der gesamte Kabelbestand ertüchtigt. CURRENTA rechnet damit, dass rund 75 km, teils armdicke Kabel verlegt werden müssen.

Statt bislang drei wird es künftig nur zwei Spannungsebenen geben – ein wichtiger Faktor, der zu weniger Wartungsaufwand führt.
Darüber hinaus werden vier Resibloc-Trockentransformatoren im CHEMPARK aufgestellt. Sie passen dort besonders gut hin, weil die Spannungswandler sowohl umweltfreundlich (ölfrei) als auch besonders sicher (schwer entflammbar/explosionssicher) konzipiert sind.

Bewährte Partnerschaft

CURRENTA hat sich für ABB als Generalunternehmer entschieden. Tobias Küter erklärt: "Die Kompetenz bei schlüsselfertigen Mittelspannungsanlagen, das umfassende Projektmanagementkonzept sowie gute Erfahrungen bei anderen Projekten haben uns überzeugt." Denn ABB verantwortet neben der kompletten Planung auch die Ausführung des Modernisierungsprojektes.

Weitere Modernisierungen geplant

Durch die Modernisierung will CURRENTA den Netzbetrieb flexibler gestalten und somit die Verfügbarkeit für seine Kunden weiter verbessern. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen in Leverkusen sowie an den anderen CHEMPARK-Standorten vorgesehen.

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